600 000 Menschen starben im letzten Tigray-Krieg. Die Bevölkerung der äthiopischen Region will Frieden. Doch nun wird sie erneut zum Kampf eingezogen und von Drohnen angegriffen.
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600 000 Menschen starben im letzten Tigray-Krieg. Die Bevölkerung der äthiopischen Region will Frieden. Doch nun wird sie erneut zum Kampf eingezogen und von Drohnen angegriffen.
26.09.2026, 05.30 Uhr
11 Leseminuten

Ed Ram / Getty
Der neue Krieg beginnt so, wie der letzte endete. Mit dem Sirren der Drohnen, dem Leuchten der Granaten – und, am Tag danach: dem Wimmern der Trauernden. Die alte Frau wiegt sich nach vorne, dann zurück, wieder vor, dann zurück. Ihr Gesicht ist verzerrt vor Schmerz. Sie ruft: «Wie kann es sein, dass ich überlebt habe und du uns verlassen hast? Wir waren doch gestern erst noch zusammen.»
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Die Frau sitzt in einem strohbedeckten Innenhof in einem kleinen Dorf im Norden Äthiopiens. Umgeben von vielleicht hundert Menschen. Die Männer auf der einen Seite, sie starren schweigend vor sich hin. Die Frauen auf der anderen, viele verbergen ihr Gesicht in den Händen.
In ihrer Mitte die alte Frau, hager, graue Haare, etwa 70 Jahre alt. Es ist schwer zu sagen in dieser Gegend, in der die Leute schnell altern in den wiederkehrenden Kriegen. Die Frau hat in der Nacht davor ihre Familie geweckt, als sie die Drohne über dem Dorf kreisen hörte. Die Familie rannte los. Dann schlug die Bombe ein. Die alte Frau verlor einen Sohn, eine Schwiegertochter und einen zweijährigen Enkel.
Die Frau ruft wieder, an ihren toten Sohn gerichtet: «Ich hatte gehofft, du würdest ein erfolgreiches Leben haben.» Sie zeigt in den Himmel, von dem die Drohne die Bombe abfeuerte, als wollte sie einen Gott anklagen, der wieder einen Krieg zulässt in Tigray.

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Das Dorf heisst Mai Shimet. Es liegt in einer Gegend, die ab 2020 der Schauplatz eines Krieges war, den viele Analysten als den opferreichsten des 21. Jahrhunderts bezeichnen. Es war ein Krieg zwischen der Regierung Äthiopiens und Tigray, der nördlichsten Region des Landes.
Man erfuhr wenig über das Sterben in Tigray. Journalisten konnten kaum je hinreisen, die äthiopische Regierung kappte das Internet und die Versorgungsrouten für Nahrung und Medikamente. Als der Krieg mit einem Abkommen endete, Anfang November 2022, waren bis zu 600 000 Menschen in Tigray tot. Durch Bomben, durch Krankheit und Hunger. Manche sprachen von einem Genozid, den Äthiopiens Regierung in der abtrünnigen Region begangen habe.
Vier Jahre später hat ein neuer Krieg begonnen. Tigrinische Truppen haben diese Woche wenige Dutzend Kilometer von Mai Shimet entfernt Stellungen der äthiopischen Armee angegriffen. Diese greift auch an – mit Bodentruppen, Artillerie, Drohnen.
Die Drohnen zielen auf tigrinische Soldaten. Aber sie treffen auch Zivilisten. Die Verwandten der alten Frau zum Beispiel, sie wurden in der Nacht von Granatsplittern getötet. Experten glauben, der neue Krieg könnte noch brutaler werden als der vorherige. Diese drei Getöteten wären dann unter den ersten von abermals Hunderttausenden.

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«Hiiiii», macht das Mädchen leise. So habe die Drohne geklungen. Nebyat Haftamu sitzt neben ihrer Mutter auf dem Betonboden vor der Notfallaufnahme des Spitals, ein paar Kilometer entfernt von Mai Shimet. Sie hält sich den einbandagierten Arm. Mit der anderen Hand drückt sie eine Limette. Zum Trost – sie sagt, sie möge den Geruch.
Nebyat ist die Enkelin der alten Frau, die zur selben Zeit im Dorf trauert. Nebyat hatte Glück, ihr von Splittern getroffener Arm wird heilen. Auch die Wunde hinter ihrem Ohr, wo verkrustetes Blut unter ihren Zöpfen klebt. Sie hat überlebt, anders als ihre drei Verwandten, ihr Onkel, ihre Tante, der zweijährige Knabe. Nebyat erzählt, was passiert ist.
«Meine Grossmutter weckte mich, es war Nacht, vielleicht 2 Uhr. Sie sagte, wir müssten fliehen. Wir waren acht, wir rannten zu den Büschen in der Nähe. Wir hörten die Drohne über uns kreisen. Kurz bevor wir die Büsche erreichten, sah ich etwas Helles vorbeifliegen. Ich warf mich auf den Boden, aber ich wurde am Arm getroffen. Es fühlte sich an, als ob ich von Feuer verbrannt würde. Ich hörte Schreie. Dann wurde ich ohnmächtig.»
Nebyat spricht leise, aber klar. Vielleicht, weil sie unter Schock steht, oder weil Krieg nichts Neues ist für sie. Sie war sieben, als der letzte Krieg endete. Nun ist sie elf.
«Als ich wieder zu mir kam, war mein Arm taub. Wir rannten unter eine Brücke. Dort hörten wir, wie die Bomben einschlugen. Wir zählten, es waren sieben. Als die Drohne sich entfernte, suchten wir meinen Onkel und meine Tante. Sie waren nicht unter die Brücke geflohen. Wir fanden sie, sie lagen am Boden. Ich sagte ihre Namen, Isak, mein Onkel, Sesen, meine Tante. Sie antworteten nicht. Da wusste ich, sie sind tot.»
In dem Spital, vor dessen Eingang Nebyat sitzt, haben sie im letzten Krieg Hunderte von Operationen durchgeführt. Viele wegen Unterleibsverletzungen, verursacht durch Schrapnell von Drohnenangriffen. Nun beginnt es wieder.

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Mitte September stehen in Tigray die Zeichen schon überall auf Krieg. Die Gegend um das Dorf Mai Shimet liegt nahe der südlichen Grenze der Region – der möglichen Frontlinie. Es wimmelt von Kämpfern in sandfarbenen Uniformen. Die Armee Tigrays nennt sich Tigray Defense Forces (TDF). Sie wurde im letzten Krieg gegründet und hat längst neu aufgerüstet. Die Kämpfer schlendern die Strassen entlang, Kalaschnikows unter dem Arm. Wenige Tage später ziehen sie in den Kampf.
Die Soldaten sind auch in der Regionalhauptstadt Mekele zu sehen, einer der grössten Städte Äthiopiens, eineinhalb Stunden entfernt von Mai Shimet. In Mekele herrscht eine unheimliche Ruhe. Die Banken geben kaum noch Bargeld heraus, auch das Benzin ist knapp – und kostet auf dem Schwarzmarkt ein Mehrfaches des eigentlichen Preises. Manche Fahrer sind auf Elektrofahrzeuge umgestiegen, um Geld zu sparen.
Tigray liegt ganz am Rand Äthiopiens, eine zerklüftete Landschaft aus Schluchten und Bergen, vielleicht sieben Millionen Einwohner, keine 6 Prozent der äthiopischen Bevölkerung. Doch in der Politik des Landes spielt Tigray seit langem eine zentrale Rolle. Von den 1990er Jahren bis in die 2010er Jahre bestimmte die Tigray People’s Liberation Front (TPLF), eine ehemalige Rebellengruppe, die politischen Geschicke Äthiopiens. Das änderte sich 2018, als der neue Ministerpräsident Abiy Ahmed die TPLF an der Macht ablöste und zurück in ihre Heimatregion verdrängte. Zwei Jahre später kam es zum Krieg.
Es war nicht der erste Krieg in Tigray. In den 1970er und 1980er Jahren war die Region einer der wichtigsten Schauplätze eines Bürgerkriegs, an dessen Ende eine kommunistische Militärdiktatur stürzte. Ende der 1990er Jahre fochten Äthiopien und Eritrea einen Grenzkrieg aus, der fast 100 000 Todesopfer forderte – viele von ihnen tigrinische Zivilisten.
Frieden ist auch nach dem letzten Krieg nie richtig eingekehrt. Zwar einigten sich die Regierung von Abiy Ahmed und die TPLF im November 2022 in Südafrikas Hauptstadt Pretoria auf ein Abkommen. Aber mehr als eine Million Vertriebene konnten nie in ihre Dörfer zurückkehren, sie harren aus in Camps. Der Westen von Tigray ist noch immer besetzt von Milizen aus der Nachbarregion Amhara, die im letzten Krieg auf der Seite Äthiopiens kämpften. Es gab keine Aufarbeitung der Verbrechen des Kriegs, darunter Zehntausende von Vergewaltigungen.
Und der Frieden, den es gab, bröckelte. Bis klar war, dass sich beide Seiten auf einen neuen Krieg vorbereiteten. Die Zentralregierung kappte die Budgetzahlungen für Tigray, sie blockiert Benzinlieferungen. Und so wurde es in den Strassen Mekeles, in die nach dem Friedensabkommen von Pretoria Leben eingekehrt war, wieder gespenstisch ruhig.

NZZ

AP
«Okay, wenn ich rauche?», fragt Fikre Ashabir. Er hat während des letzten Kriegs begonnen und nicht mehr aufgehört. Der Krieg lässt auch Fikre nicht los.
Fikre spricht an einem Abend Mitte September auf der Dachterrasse einer Bar in Mekele. Auf der Brüstung stehen Tauben aus Zement, ihre Köpfe teilweise abgeschlagen. Es ist ein Ort, an dem man sich unterhalten kann, ohne gehört zu werden. Viele Leute haben Angst, zu reden. Weil sie diesen neuen Krieg nicht wollen – und dadurch in den Augen der TPLF zu Verrätern werden.
So wie Fikre Ashabir. Dabei war er einst ein Held. Einer von Zehntausenden jungen Männern und Frauen, die sich im letzten Krieg der Armee Tigrays angeschlossen haben. Weil sie ihre Heimat verteidigen wollten gegen das, was sie als einen Angriffskrieg der äthiopischen Regierung sahen. Als einen Versuch, Tigray auszulöschen.
Anwälte, Ärzte, Journalisten – sie alle schlichen sich in die Trainingscamps der tigrinischen Kämpfer in den Bergen der Region. Auch Fikre, er war damals Anfang 30, Ingenieur. Er lernte zu schiessen, zu marschieren, wurde Infanterist. Er sagt: «Ich war bereit zu sterben.»
Er überlebte, anders als viele andere. «Ich verlor so viele Freunde», sagt er. «Aber sie starben glücklich. Wir waren sicher, dass wir nach dem Krieg ein eigenes Land haben würden.» Die Unabhängigkeit war der Traum vieler Tigriner. Er blieb unerfüllt.
Längst ist der Traum geplatzt. Das Wort, das Fikre im Interview am meisten verwendet, ist: Verrat. Er, der von Tigrays Führung für einen Abtrünnigen gehalten wird, sieht seinerseits die Anführer als Verräter. Weil diese die Region in einen neuen Krieg geführt haben.
Fikre nickt einem Mann zu, der gerade die Terrasse betritt. Auch ein ehemaliger Kämpfer, der nicht mehr kämpfen will. Tigray ist voll von ihnen. Fikre, der einst aus Überzeugung in den Krieg zog, sagt nun: «Ich hasse Krieg. All die Toten, Brüder, Freunde, Nachbarn. Und dieser neue Krieg ist nicht unser Krieg. Er hat nichts zu tun mit den Leuten.»

NZZ

AP
Einer der Anführer, die Tigray auf den nächsten Krieg vorbereitet haben, wartet zwei Tage später in einer dunklen Ecke im Foyer eines Dreisternhotels in Mekele. Amanuel Assefa kaut Popcorn, das zum Kaffee gereicht wird.

PD
Amanuel ist der zweitmächtigste Mann in Tigray, Vizepräsident. Er sagt: «Die nationale Regierung mobilisiert all ihre Truppen, um Tigray anzugreifen. Wir haben keine andere Option, als uns zu verteidigen.»
Man kann der Regierung in Addis Abeba tatsächlich eine grosse Schuld geben für die Eskalation. Die Regierung tat nichts dafür, die Verbrechen des letzten Kriegs aufzuarbeiten – die Massaker an der Zivilbevölkerung, die sexuelle Gewalt, die Plünderungen. Und sie scheint damit zu liebäugeln, die TPLF, die ihr seit langem ein Dorn im Auge ist, ein für alle Mal zu vernichten.
Aber auch Amanuel Assefa und die anderen Führer Tigrays tragen Schuld. Sie haben ihre Truppen nie demobilisiert. Inzwischen ist der Kriegszustand für die TPLF womöglich überlebenswichtig. Denn die Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Partei ab, die in Tigray seit Jahrzehnten alles bestimmt. Sie wünschen sich neue politische Kräfte, solche, die der Region Entwicklung bringen statt mehr Krieg.
Amanuel Assefa aber ist überzeugt, dass sich die Bevölkerung ein weiteres Mal um die Führung scharen wird. Er sagt: «Die Bevölkerung weiss, dass die nationale Regierung das Problem ist. Sie ist entschlossen, Tigray gegen die Invasoren zu verteidigen.»
Die TPLF wartet nicht darauf, dass die Bevölkerung vom Kriegseifer erfasst wird. Sie sperrt Kritiker ein oder verjagt sie ins Exil. Sie führt auch Zwangsrekrutierungen durch.
In der Bar, in der der ehemalige Kämpfer Fikre Ashabir gesprochen hatte, erzählte auch ein 38-jähriger Geschäftsmann seine Geschichte. Er wurde an einem Abend im August, als er in einer Rikscha auf dem Nachhauseweg war, an einem Checkpoint von Polizisten abgefangen. Die Polizisten brachten ihn in ein Lagerhaus, am nächsten Tag dann in ein Trainingscamp der TDF ausserhalb der Stadt. Dort wurde dem Geschäftsmann und mehreren hundert anderen Zwangsrekrutierten mitgeteilt, sie würden während eines Monats zu Kämpfern ausgebildet, dann ausrücken. Der Mann kam nach einigen Tagen frei, nachdem er umgerechnet 500 Franken Bestechungsgeld bezahlt hatte.
Vizepräsident Amanuel bestreitet die Zwangsrekrutierungen nicht. Er bezeichnet sie als «Implementationsprobleme auf lokaler Ebene». Man arbeite daran, sie zu beheben.
Viele Tigriner aber lassen es nicht darauf ankommen. Tausende junge Männer sind im vergangenen Jahr aus der Region geflohen. In die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba oder weiter weg, in den Nahen Osten, nach Europa.
Manche Experten glaubten, der neue Krieg könne noch abgewendet werden. Im August reiste der ehemalige nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo, der das Friedensabkommen von Pretoria ausgehandelt hatte, nach Tigray. Kurz darauf erklärte die TPLF, sie lehne Obasanjo als Mediator ab. Er weise zu grosse Nähe zur Regierung in Addis Abeba auf.
Fragt man Amanuel Assefa, ob ein neuer Krieg unausweichlich sei, zuckt er mit den Schultern und sagt: «Es sieht so aus.»
Er behält recht – keine zwei Wochen nach dem Gespräch beginnt der Krieg tatsächlich. Und Amanuel Assefa meldet sich auf Whatsapp: «Die Situation ist nun zum offenen Konflikt eskaliert.»

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Analysten befürchten, dass der neue Krieg noch grösser werden könnte als der letzte. Weil er mehrere Länder hineinziehen könnte. Die TPLF ist eine taktische Allianz mit dem Nachbarland Eritrea eingegangen. Tigray grenzt auch an den Sudan, wo ein Bürgerkrieg die weltweit grösste humanitäre Krise verursacht hat. Schon als sich äthiopische und tigrinische Truppen im August ein kurzes Gefecht lieferten, landeten Geschosse auch auf sudanesischem Gebiet.
Der neue Krieg könnte auch noch verheerender werden, weil in Tigray eine Dürre herrscht. Die Regenzeit begann in diesem Jahr viel zu spät, und als sie begann, fiel zu wenig Regen. Der Weizen ist im September an vielen Orten kümmerlich klein, die Kühe sind geschwächt. Auch ohne Krieg würde Tigray eine Hungersnot drohen.
Derweil beginnt der neue Krieg in Tigray so, wie der letzte endete – mit den Drohnenangriffen der Regierungsarmee. Die Bomben fallen wieder jeden Tag. Nach dem letzten Krieg rosteten entlang vieler Strassen ausgebombte Fahrzeuge vor sich hin. Nun sind neue zu sehen.
300 Meter entfernt von der Trauerfeier im Dorf Mai Shimet steht ein Bus auf der Strasse. Die Frontscheibe ist von unzähligen Rissen durchzogen, die Fenster entlang der Seite fehlen ganz. Das Dach ist teilweise weggerissen.
In der Nähe geht Zinabu Kahsu gerade nach Hause. Er hat ein weisses Tuch als Turban um den Kopf geschlungen, unter seinem Gewand hält er ein Holzkreuz in der Hand. Zinabu ist ein Bauer – und auch ein Laienpriester im Ort.
Der Priester Zinabu ist eigentlich ein Mann der Hoffnung und des Friedens. Doch nun, nachdem er die Trauerfeier für die drei getöteten Dorfbewohner besucht hat, sagt er: «Es gibt keine Worte, die ausdrücken können, was ich fühle.»
Zinabu sagt, er sei 41 Jahre alt, doch wie viele in Tigray wirkt er vorzeitig gealtert. Er sagt: «Jedes Mal, wenn wir versuchen, unsere Kinder grosszuziehen, kommt ein Krieg und nimmt sie uns. Ich habe drei Kriege erlebt, in den 1980er Jahren, den 1990ern, den letzten. Wie sollen wir noch einen ertragen?»
7 Kommentare
mete karakaya
27.09.2026
1 Empfehlung
Irgendwie ist in diesem brutalem Konflikt, jedermanns Hand in jedermanns Tasche, so dass klare Fronten nicht immer sehr klar sind. Und auch gibt es Zwiebelförmige Interessen, die ineinander übergehen von lokalen Interessen hoch zu internationaler Geopolitik mit wechselnden Akteuren auf verschiedenen Seiten. Wie im Fluch der Karibik. Letztlich bleibt aber das Leid und Abiy hat leider, die in ihn gesetzten Hoffnungen enttäuscht. Zumindest können Reporter aber vor Ort von dem Berichten, was passiert, das ist leider aktuell nicht in allen Kriegsgebieten der Fall.
Marc Anderson
26.09.2026
Die TPLF saß einst in Addis Abeba und plante den technokratisch-marxistischen Idealstaat für 100Mio. Äthiopier und Äthiopierinnen. Dann lief schief was immer schiefläuft, die USA überlegten es sich anders.. oder was immer der wahre Grund ist, der War on Terror over, jetzt hocken die letzten der Tigrayer dort oben in Tigray und von Zeit zu Zeit eskaliert es. Abiy Ahmed scheint keine freundliche Person zu sein. Die USA haben sich längst mit Kenia verbündet.
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