Dieser Artikel zeigt, wie sich DLSS 5 Neural Rendering derzeit über ReShade und RenoDX in kompatiblen Spielen testen lässt. Die experimentelle Lösung kann Gesichter, Haut, Haare, Kleidung, Reflexionen und beleuchtete Materialien sichtbar verändern, benötigt jedoch eine sorgfältige Installation, passende Dateien und zusätzliche Rechenleistung. Im Test mit einer GeForce RTX 4090 in Cyberpunk 2077 waren deutliche Bildveränderungen möglich, während zu hohe Intensitäten den ursprünglichen Grafikstil und die Darstellung von Gesichtern beeinträchtigen können. Wichtigste Fakten Aspekt Ergebnis Einordnung Technik DLSS 5 Neural Rendering Überarbeitet das bereits berechnete Spielbild mithilfe eines KI-Modells.
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Dieser Artikel zeigt, wie sich DLSS 5 Neural Rendering derzeit über ReShade und RenoDX in kompatiblen Spielen testen lässt. Die experimentelle Lösung kann Gesichter, Haut, Haare, Kleidung, Reflexionen und beleuchtete Materialien sichtbar verändern, benötigt jedoch eine sorgfältige Installation, passende Dateien und zusätzliche Rechenleistung. Im Test mit einer GeForce RTX 4090 in Cyberpunk 2077 waren deutliche Bildveränderungen möglich, während zu hohe Intensitäten den ursprünglichen Grafikstil und die Darstellung von Gesichtern beeinträchtigen können.
Wichtigste Fakten| Aspekt | Ergebnis | Einordnung |
|---|---|---|
| Technik | DLSS 5 Neural Rendering | Überarbeitet das bereits berechnete Spielbild mithilfe eines KI-Modells. |
| Testsystem | NVIDIA GeForce RTX 4090 | Die RenoDX-Umsetzung wurde unter anderem in Cyberpunk 2077 getestet. |
| Bildbereiche | Gesichter, Haut, Haare, Kleidung, Materialien und Licht | Besonders sichtbar bei Hautstrukturen, Reflexionen und feinen Oberflächen. |
| Rechenaufwand | Zusätzlicher Bedarf an Rechenleistung und VRAM | DLSS 5 Neural Rendering ist in dieser Form kein Leistungssteigerungswerkzeug. |
| Empfohlene NR-Intensität | 20–35 % | Geeigneter Ausgangspunkt für eine zurückhaltende Konfiguration. |
| Kompatibilität | Spielabhängig und experimentell | Updates von Spiel, Treiber, ReShade oder RenoDX können die Funktion verändern. |
| Komponente | Anforderung oder Funktion |
|---|---|
| Betriebssystem | Windows 11 |
| Grafikkarte | NVIDIA GeForce RTX 4090 im beschriebenen Test; für RTX-40-Karten wird eine angepasste Ada-Version benötigt. |
| Grafik-API | DirectX 11 oder DirectX 12; die direkte RenoDX-Methode ist auf vorhandene DLSS-Aufrufe angewiesen. |
| ReShade | Version mit vollständiger Add-on-Unterstützung |
| Zusatzsoftware | RenoDX-DLSS- beziehungsweise Neural-Rendering-Addon sowie passende NVIDIA-DLSS- und Streamline-Dateien |
| Spiel | Kompatibles 64-Bit-Spiel |
| Aktivierung | DLSS oder DLAA im Spiel; bei der beschriebenen Cyberpunk-Konfiguration zusätzlich Raytracing beziehungsweise Path Tracing und Ray Reconstruction |
| Einstellung | Ausgangswert | Hinweis |
|---|---|---|
| Neural Rendering | Aktiviert | Grundfunktion des Add-ons. |
| Neural Uplift | Aktiviert | Wird zusammen mit Neural Rendering empfohlen. |
| NR Intensity | 20–35 % | Zurückhaltender Startbereich. |
| Local Structure | 10–25 % | Erhöht lokale Struktureffekte. |
| Local Tone | Niedrig bis mittel | Begrenzt starke Veränderungen der Tonwerte. |
| Color Influence | Niedrig | Reduziert mögliche Farbveränderungen. |
| UI Correction | Aktiviert | Für die Benutzeroberfläche vorgesehen. |
| Debug View | Deaktiviert | Nur zur Fehlersuche relevant. |
| Spiel | Beobachtung |
|---|---|
| Cyberpunk 2077 | Starke Veränderungen an Gesichtern, Materialien und Beleuchtung. |
| Control | Eines der ersten Spiele mit funktionierender RenoDX-Umsetzung. |
| The Witcher 3 Next-Gen | Funktioniert, kann den ursprünglichen Grafikstil jedoch deutlich verändern. |
| GTA V Enhanced | Funktioniert im Einzelspieler; nicht unbedacht online einsetzen. |
| S.T.A.L.K.E.R. 2 | Funktioniert, benötigt aber sehr viel Leistung. |
| Stellar Blade | Community-Tests funktionieren teilweise mit hohem Speicherbedarf. |
| Final Fantasy VII Rebirth | Mehrere Neural-Rendering-Stile wurden erfolgreich getestet. |
| Assassin’s Creed Shadows | Funktionierende Community-Vergleiche sind vorhanden. |
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NVIDIAs DLSS 5 gehört zu den derzeit spannendsten Entwicklungen im Bereich der KI-gestützten Spielegrafik. Während klassisches DLSS in erster Linie die Bildrekonstruktion und Leistung verbessert, setzt DLSS 5 zusätzlich auf sogenanntes Neural Rendering. Dabei werden unter anderem Haut, Haare, Kleidung, Oberflächen und deren Reaktion auf Licht von einem KI-Modell überarbeitet. Eine offizielle Integration durch die jeweiligen Spieleentwickler ist bislang nur für ausgewählte kommende Titel vorgesehen. Die RenoDX-Community hat jedoch eine experimentelle Möglichkeit entwickelt, Neural Rendering bereits jetzt über ReShade in verschiedenen Spielen auszuprobieren. Ich habe diese Lösung mit meiner GeForce RTX 4090 unter anderem in Cyberpunk 2077 getestet. Das Ergebnis kann beeindruckend aussehen, erfordert aber eine sorgfältige Installation und passende Einstellungen.
SymbolbildWas DLSS 5 im Bild verändertDLSS 5 ist nicht einfach eine neue Version des bekannten DLSS-Upscalers. Die Neural-Rendering-Funktion arbeitet auf Grundlage des bereits berechneten Spielbildes und verändert gezielt die Darstellung verschiedener Materialien und Lichtverhältnisse.
Besonders sichtbar wird das bei:
In Cyberpunk 2077 wirken beispielsweise Gesichter teilweise erheblich detaillierter. Haut, Haare und Kleidung reagieren glaubwürdiger auf die zahlreichen Lichtquellen von Night City. Feuchte Straßen, Metalloberflächen und beleuchtete Innenräume profitieren ebenfalls deutlich. Das Ergebnis ist allerdings stark von den gewählten Einstellungen abhängig. Wird die Intensität zu hoch eingestellt, kann das ursprüngliche Spieldesign verloren gehen. Gesichter sehen dann möglicherweise wie KI-generierte Interpretationen der Spielfiguren aus. Deshalb sollte Neural Rendering vorsichtig dosiert werden.
Voraussetzungen für die InstallationFür meinen Test habe ich folgende Komponenten verwendet:
Die normale ReShade-Version reicht nicht aus. Benötigt wird ausdrücklich die Ausgabe mit Full Add-On Support, weil RenoDX über die Add-on-Schnittstelle von ReShade in die Bildausgabe eingebunden wird. Die ursprüngliche experimentelle DLSS-5-Ausführung war auf Blackwell-Grafikkarten der RTX-50-Serie zugeschnitten. Für Grafikkarten der RTX-40-Serie wird eine angepasste Ada-Version benötigt. Besitzer einer RTX 4090 müssen deshalb darauf achten, tatsächlich das passende Paket zu verwenden. Mittlerweile existieren auch experimentelle Ansätze für ältere RTX-Grafikkarten. Die Kompatibilität und Leistung können dort jedoch erheblich stärker schwanken.
Bevor ich Dateien ersetzt oder in das Spielverzeichnis kopiert habe, legte ich eine Sicherung der vorhandenen DLL-Dateien an. Das ist besonders wichtig, wenn bereits DLSS, Streamline, OptiScaler oder eine andere ReShade-Installation vorhanden ist.
Gesichert werden sollten insbesondere:
Nicht jedes Spiel besitzt alle diese Dateien. Man sollte nur die tatsächlich vorhandenen Dateien sichern und keinesfalls wahllos DLLs aus anderen Spielen übernehmen.
Zunächst habe ich ReShade heruntergeladen. Auf der Downloadseite muss die Version mit vollständiger Add-on-Unterstützung ausgewählt werden. Nach dem Start des Installationsprogramms erscheint eine Liste installierter Spiele. Sollte das gewünschte Spiel nicht automatisch erkannt werden, kann die ausführbare Datei manuell ausgewählt werden. Wichtig ist, die tatsächliche Spiel-EXE und nicht den Launcher zu verwenden. Je nach Engine befindet sie sich häufig in einem dieser Ordner:
Bei Cyberpunk 2077 befindet sich die benötigte Datei normalerweise unter:
Anschließend habe ich die vom Spiel verwendete Grafik-API ausgewählt. Bei Cyberpunk 2077, Control, The Witcher 3 Next-Gen und vielen weiteren modernen Spielen ist das DirectX 12.
Die normalen ReShade-Shader sind für DLSS 5 nicht zwingend notwendig. Wer zusätzlich Farben, Kontrast, Schärfe oder HDR bearbeiten möchte, kann die Standardpakete trotzdem installieren. Nach erfolgreicher Installation sollten im Ordner der Spiel-EXE unter anderem die ReShade-DLL, ReShade.ini und der Ordner reshade-shaders vorhanden sein.
Im nächsten Schritt habe ich das für meine Grafikkarte und das jeweilige Spiel geeignete RenoDX-Paket heruntergeladen. Die aktuellsten experimentellen Versionen werden üblicherweise im #DLSS5-Kanal des RenoDX-Discord-Servers veröffentlicht. Die heruntergeladenen Dateien werden normalerweise direkt in den Ordner kopiert, in dem sich auch die Spiel-EXE befindet. Zum Paket gehören abhängig von der jeweiligen Version beispielsweise:
Je nach Spiel können zusätzlich folgende Dateien benötigt werden:
Die Aufgaben der wichtigsten NVIDIA-Dateien unterscheiden sich:
| Datei | Aufgabe |
|---|---|
nvngx_dlss.dll |
DLSS Super Resolution beziehungsweise DLAA |
nvngx_dlssd.dll |
DLSS Ray Reconstruction |
nvngx_dlssnr.dll |
DLSS 5 Neural Rendering |
sl.interposer.dll |
Einbindung bestimmter Streamline-Funktionen |
Die benötigten Versionen unterscheiden sich von Spiel zu Spiel. Deshalb sollte immer die Anleitung des jeweiligen RenoDX-Pakets beachtet werden.
Einstellungen im SpielNachdem alle Dateien installiert waren, startete ich das Spiel zunächst mit aktivierter DirectX-12-Schnittstelle. Anschließend aktivierte ich in den Grafikeinstellungen DLSS oder DLAA. Für meinen Cyberpunk-Test verwendete ich folgende Grundlage:
DLSS 5 ersetzt Path Tracing oder Raytracing nicht. Neural Rendering wird zusätzlich auf das bereits erzeugte Bild angewendet. Deshalb können sich die Leistungsanforderungen deutlich erhöhen.
DLSS 5 im ReShade-Menü aktivierenNach dem Spielstart öffnete ich das ReShade-Menü mit der Pos1– beziehungsweise Home-Taste. Beim ersten Start erscheint möglicherweise eine kurze ReShade-Einführung, die zunächst abgeschlossen werden muss. Danach wechselte ich zum Menüpunkt Add-ons. Dort sollte das installierte DLSS-5- oder Neural-Rendering-Addon aufgeführt sein. Abhängig von der Version trägt es Bezeichnungen wie:
Anschließend aktivierte ich die beiden angebotenen DLSS-5-Neural-Rendering-Optionen. Entscheidend ist nicht nur, dass ein Häkchen gesetzt wurde. Auch der Status muss bestätigen, dass das Modell tatsächlich Frames verarbeitet.
Eine funktionierende Installation erkennt man typischerweise an folgenden Angaben:
Wenn die Zahl bei Successful NR frames kontinuierlich steigt, wird Neural Rendering tatsächlich auf das Spielbild angewendet.
Bei einer fehlerhaften Initialisierung kann im Add-on-Fenster Folgendes erscheinen:
oder:
In diesem Fall habe ich zunächst die Schaltfläche Reset NR feature and clear failure latch betätigt und einige Sekunden gewartet.
Bleibt der Status weiterhin fehlerhaft, sollten folgende Punkte geprüft werden:
.addon64-Datei neben der Spiel-EXE?Mehrere Neural-Rendering-Addons sollten nicht gleichzeitig installiert werden. Sie können sich gegenseitig blockieren, wodurch zwar ReShade funktioniert, Neural Rendering aber nicht gestartet wird.
Meine empfohlenen EinstellungenIch empfehle, zunächst mit einer zurückhaltenden Konfiguration zu beginnen. Maximale Werte erzeugen zwar einen auffälligen Vorher-Nachher-Unterschied, verändern jedoch häufig Gesichter, Farben und Beleuchtung zu stark.
Als Ausgangspunkt eignen sich ungefähr folgende Werte:
| Einstellung | Empfehlung |
|---|---|
| Neural Rendering | Aktiviert |
| Neural Uplift | Aktiviert |
| NR Intensity | 20–35 % |
| Local Structure | 10–25 % |
| Local Tone | niedrig bis mittel |
| Color Influence | niedrig |
| UI Correction | Aktiviert |
| Debug View | Deaktiviert |
Die exakten Bezeichnungen und Wertebereiche können sich je nach Add-on-Version unterscheiden. Besonders bei Gesichtern sollte man genau hinsehen. Eine höhere Intensität erzeugt mehr sichtbare Hautdetails, kann aber gleichzeitig die Identität und Mimik der Figur verändern. Auch dunkle Szenen können zu hell oder kontrastreich werden. In HDR sollte der Paper-White-Wert des Addons möglichst zum entsprechenden Wert des Spiels passen. Andernfalls können helle Flächen überstrahlen oder Farben unnatürlich wirken.
Leistung und BildqualitätDLSS 5 Neural Rendering ist in dieser experimentellen Form kein Werkzeug zur Leistungssteigerung. Das KI-Modell benötigt zusätzliche Rechenleistung und VRAM. Selbst schnelle Grafikkarten können dadurch erheblich an Bildrate verlieren. Auf meiner RTX 4090 ist das Ergebnis in Cyberpunk 2077 dennoch gut nutzbar, wenn ich die Einstellungen sinnvoll kombiniere. DLSS Super Resolution und Frame Generation können einen Teil des Leistungsverlustes auffangen. Wer jedoch bereits ohne Neural Rendering am Leistungslimit spielt, muss wahrscheinlich Auflösung, Path-Tracing-Qualität oder andere Grafikeinstellungen reduzieren. Ich achte beim Vergleich nicht nur auf einzelne Screenshots. Entscheidend sind auch Bewegungen, schnelle Kameraschwenks, Haare, Vegetation, Partikeleffekte und Reflexionen. Eine Einstellung kann in einem Standbild großartig aussehen und während der Bewegung sichtbares Flimmern, Ghosting oder temporale Instabilität verursachen.
Spiele mit bekannten Community-ImplementierungenDie experimentelle Mod wurde bereits in folgenden Spielen gezeigt beziehungsweise von der Community zum Laufen gebracht:
| Spiel | Aktueller Eindruck |
|---|---|
| Cyberpunk 2077 | Funktioniert und zeigt starke Veränderungen bei Gesichtern, Materialien und Beleuchtung |
| Control | Eines der ersten Spiele mit funktionierender RenoDX-Umsetzung |
| The Witcher 3 Next-Gen | Funktioniert, verändert den ursprünglichen Grafikstil teilweise deutlich |
| GTA V Enhanced | Funktioniert im Einzelspieler, darf nicht unbedacht online eingesetzt werden |
| S.T.A.L.K.E.R. 2 | Funktioniert, benötigt aber sehr viel Leistung |
| Stellar Blade | Funktionierende Community-Tests, teilweise hoher Speicherbedarf |
| Final Fantasy VII Rebirth | Mehrere Neural-Rendering-Stile wurden erfolgreich getestet |
| Assassin’s Creed Shadows | Funktionierende Community-Vergleiche vorhanden |
| Oblivion Remastered | Funktionierende experimentelle Umsetzung gezeigt |
| The Last of Us Part II Remastered | Funktioniert, kann Gesichter allerdings stark verändern |
| The Last of Us Part I | Wird in Community-Anleitungen als kompatibles Beispiel geführt |
| Avatar: Frontiers of Pandora | Experimentelle Verwendung mit kompatibler Rendering-Pipeline möglich |
Diese Liste ist keine Garantie dafür, dass jede aktuelle Spielversion sofort funktioniert. Updates des Spiels, des NVIDIA-Treibers, von ReShade oder RenoDX können die Kompatibilität jederzeit verändern.
Spiele ohne integriertes DLSSDas normale RenoDX-Neural-Rendering hängt sich in die vorhandenen DLSS-Aufrufe des Spiels ein. Besitzt ein Spiel überhaupt keine DLSS-Unterstützung, fehlen diese Aufrufe. Für solche Titel existiert inzwischen das experimentelle Projekt DLSS5-Feeder. Es erzeugt aus dem von ReShade erfassten Bild, dem Tiefenpuffer und geschätzten Bewegungsvektoren eine eigene DLSS-Verarbeitungskette. Damit werden theoretisch auch DirectX-11-, Vulkan-, OpenGL- und sogar ältere DirectX-9-Spiele erreichbar. Die Installation ist jedoch wesentlich komplizierter und das Resultat hängt stark davon ab, ob ReShade auf korrekte Tiefeninformationen zugreifen kann. Für ein Spiel mit bereits vorhandenem DLSS ist die direkte RenoDX-Methode normalerweise die bessere Wahl.
Vorsicht bei Multiplayer und Anti-CheatReShade mit vollständiger Add-on-Unterstützung lädt zusätzliche Programmbibliotheken in den Spielprozess. Anti-Cheat-Systeme können diese Dateien blockieren oder als unerlaubte Veränderung betrachten.
Deshalb verwende ich die Mod ausschließlich in Einzelspieler-Spielen oder in ausdrücklich erlaubten Offline-Modi. Besonders vorsichtig wäre ich bei:
Bei GTA V Enhanced sollte die Mod nur im Einzelspieler verwendet werden. Vor dem Start von GTA Online würde ich sämtliche ReShade-, RenoDX- und modifizierten DLSS-Dateien entfernen oder eine vollständig getrennte Installation benutzen. Bei Star Citizen ist die Verwendung aufgrund des Anti-Cheat-Systems und der besonderen Rendering-Pipeline aktuell nicht empfehlenswert.
DeinstallationFalls das Spiel nicht mehr startet oder die Mod vollständig entfernt werden soll, können die zuvor hinzugefügten Dateien aus dem Ordner der Spiel-EXE entfernt werden.
Dazu gehören normalerweise:
Bei NVIDIA- oder Streamline-Dateien sollte man vorsichtig sein, weil einige davon bereits zum Originalspiel gehören können. In diesem Fall stelle ich meine zuvor gesicherten Originaldateien wieder her oder lasse die Spieldateien über Steam, GOG oder den jeweiligen Launcher überprüfen.
Für mich ist DLSS 5 in Verbindung mit ReShade und RenoDX aktuell eines der interessantesten Grafikexperimente überhaupt. Besonders in Cyberpunk 2077 konnte ich auf meiner RTX 4090 einen deutlich sichtbaren Unterschied feststellen. Gesichter, Haut, Kleidung, Reflexionen und beleuchtete Materialien wirken teilweise erheblich realistischer. In passenden Szenen sieht das Spiel dadurch beinahe wie ein aufwendig vorgerenderter Film aus. Man darf allerdings nicht erwarten, dass jede Szene automatisch besser aussieht. Mit zu aggressiven Einstellungen verändert das Modell Gesichter, Farben und die ursprüngliche Lichtstimmung teilweise stärker, als mir persönlich gefällt. Die besten Ergebnisse erhielt ich deshalb nicht mit maximaler Intensität, sondern mit einer vorsichtigen Konfiguration. Auch der Leistungsverlust darf nicht unterschätzt werden. Neural Rendering wird zusätzlich zum normalen Spielbild berechnet und kann selbst High-End-Grafikkarten deutlich belasten. Auf meiner RTX 4090 lässt sich das durch DLSS und Frame Generation teilweise ausgleichen, trotzdem bleibt die Technik anspruchsvoll.
Für den normalen Spieler ist diese Lösung noch zu experimentell. Installation, Kompatibilität und Einstellungen unterscheiden sich zwischen den Spielen, und nach einem Update kann plötzlich eine neue Anpassung erforderlich sein. Wer jedoch gerne mit neuer Grafiktechnik experimentiert und bereit ist, etwas Zeit in die Einrichtung zu investieren, bekommt bereits heute einen beeindruckenden Vorgeschmack auf die Zukunft der Spielegrafik. DLSS 5 mit RenoDX ist noch keine komfortable Ein-Klick-Lösung – aber genau das macht den aktuellen Test für mich so spannend. Man erlebt eine Technologie, die sich noch mitten in der Entwicklung befindet, deren Potenzial aber schon jetzt deutlich zu erkennen ist.