Die Nordische Ski-WM soll schon bald in jedem Jahr stattfinden, in dem parallel keine Olympischen Spiele ausgetragen werden. Norwegens Langlauf-Gigant Johannes Høsflot Klæbo hält das für den falschen Weg. Dass sich die FIS ein Beispiel am Biathlon-Sport nehmen will, kritisiert er mit durchaus deutlichen Worten.

Langlauf-Gigant Johannes Høsflot Klæbo sieht die geplante WM-Revolution kritisch
Foto: © IMAGO/MARIUS SIMENSEN
04. September 2026, 15:16

sport.de
Die Nordische Ski-WM soll schon bald in jedem Jahr stattfinden, in dem parallel keine Olympischen Spiele ausgetragen werden. Norwegens Langlauf-Gigant Johannes Høsflot Klæbo hält das für den falschen Weg. Dass sich die FIS ein Beispiel am Biathlon-Sport nehmen will, kritisiert er mit durchaus deutlichen Worten.
Eigentlich müsste Johannes Høsflot Klæbo froh sein, dass die Nordische Ski-WM in Zukunft jedes Jahr (mit Ausnahme der Olympiasaison) stattfinden soll, schließlich hat der dominante Norweger allein bei der Langlauf-WM 2025 in Trondheim unglaubliche sechs Goldmedaillen gewonnen. Seit 2019 gab es keine Weltmeisterschaft, bei der er nicht mindestens drei Mal Gold abräumte. Und doch stört sich der 29-Jährige an den neuen WM-Plänen, die vom Weltverband FIS am Donnerstag bekanntgegeben wurden.
"Ich mag neue Ideen und normalerweise unterstütze ich auch Veränderungen. Trotzdem ist mein erster Gedanke, dass ich einer jährlichen WM skeptisch gegenüberstehe", sagte Klæbo in einer ersten Reaktion dem norwegischen TV-Sender "NRK".
Warum Klæbo der WM-Revolution skeptisch gegenüberstehtDer elfmalige Olympiasieger begründete: "Eine WM sollte so selten sein, dass sie etwas bedeutet. Ich bin nicht überzeugt, dass der Biathlon-Sport mit seiner jährlichen WM das Richtige tut." Die Skijägerinnen und Skijäger tragen ihre WM schon seit 1958 jedes Jahr aus, in dem keine Olympischen Spiele stattfinden. Der Popularität der Weltmeisterschaft hat dies zumindest in ihrem Fall keinen Abbruch getan. Klæbo fürchtet offenbar, dass es bei der Nordischen Ski-WM anders laufen könnte.
Als Beispiel sollten der FIS lieber die Olympischen Spiele oder auch die Fußballweltmeisterschaft dienen, meinte der Norweger. "Sie managen ihren Wert gut, indem sie ihre Meisterschaften nur alle vier Jahre ausrichten", sagte er.
Obwohl Klæbo kein Fan der geplanten WM-Inflation ist, so zeigte er sich doch gewillt, alles mitzunehmen, was geht. "Obwohl ich skeptisch bin, werde ich für eine jährliche WM bereit sein. Die Zeit wird uns zeigen, ob es eine gute Idee ist oder nicht", sagte der dominante Langläufer der letzten Jahre.
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