Kommt der umstrittene Winterfussweg durch die Arboner Badi? Wer schafft den Sprung in den Kreuzlinger Stadtrat? Und wie gehen die Behördenwahlen in zahlreichen weiteren Gemeinden aus? Unsere Übersicht zu den anstehenden Wahlen und Abstimmungen im Kanton Thurgau.
Inhaltsverzeichnis
Visualisierung des neuen Aadorfer Feuerwehr- und EW-Gebäudes.Bild: zvg
Der Aadorfer Gemeinderat unterbreitet einen Baukredit über 18,9 Millionen Franken für ein Feuerwehr- und EW-Gebäude. Der Neubau an der Wittenwilerstrasse, vis-à-vis der Badi, soll das 35-jährige Provisorium an der Schulstrasse ablösen und nicht zuletzt bestehenden Platzmangel beseitigen. Bis auf die EDU haben sämtliche Aadorfer Ortsparteien die Ja-Parole gefasst. (kuo)
Amriswil: Kunstrasen mit Tribüne und Kampfwahl SchulbehördeAmriswil stimmt über einen Kunstrasen im Tellenfeld ab. Das Projekt kostet knapp drei Millionen Franken und beinhaltet eine kleine Tribüne. Es ist bei den Ortsparteien und auch bei den Sportvereinen unbestritten, weil es die angespannte Situation um belegte Hallenflächen entlasten würde, da die Fussballer auch im Winter draussen trainieren könnten.
Im zweiten Wahlgang zur Ersatzwahl in die Schulbehörde der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri treten nur noch zwei Frauen an. Gesucht wird die Nachfolgerin für Sascha Angehrn (FDP), der seit diesem Frühjahr Leiter des Amts für Volksschule (AV) ist.
Im ersten Wahlgang erreichte keine der drei offiziellen Kandidaturen das absolute Mehr, welches bei 1076 Stimmen lag. Am meisten der 2150 massgebenden Stimmen erhielt die parteilose Luana Burgstaller-Palmisano aus Sommeri mit 993, gefolgt von Eva Tremp-Pausitz (FDP) aus Amriswil mit 716. Philipp Limacher (Mitte) aus Amriswil holte nur 402 Stimmen und zog sich zurück. (man)
Arbon: Seeufer-Revitalisierung und WinterfusswegArbon stimmt über die Renaturierung seines Seeufers im Schwimmbad- und Seeparkareal ab. Das Projekt kostet gesamthaft 6,35 Millionen Franken. Die Hauptkosten von 6,19 Millionen entfallen auf die erwähnte Revitalisierung, die von allen Parteien nicht bestritten wird. Nicht zuletzt, weil sich auch Bund und Kanton mit einem erheblichen Teil an den Kosten beteiligen.
Eine Visualisierung, wie Schwimmbad und Seepark Arbon nach der Revitalisierung und Aufwertung des Seeufers aussehen sollen.Bild: zvg
Doch höchst umstritten ist der geplante Winterfussweg durch die Badi, der 160'000 Franken kosten soll. Jedoch geht es den Gegnern nicht in erster Linie um die Kosten, sondern vielmehr darum, dass die Badi im Winter ein Rückzugsort für Vögel wie die Pfeifente ist. Die Befürworter argumentieren, dass es sich hierbei nicht um ein Naturschutzgebiet handle und dass auch der Mensch das Recht auf Seezugang habe. (man)
Bettwiesen: GesamterneuerungswahlenBettwiesens Gemeindepräsident Patrick Marcolin stellt sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Ebenfalls kandidieren die bisherigen Gemeinderatsmitglieder Sara Deschenaux, Andreas Eggenberger und Dominik Manser erneut. Nicht mehr zur Wiederwahl stellt sich Gemeinderat Mario Fust. Neu bewirbt sich Pascal Niederer um einen Sitz im Gemeinderat. (red)
Eschenz: GesamterneuerungswahlenIn Eschenz stellen sich die bisherigen Mitglieder des Gemeinderates geschlossen und ohne weitere Kandidaturen für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung: Pascal Berwert (Gemeindepräsident), Erich Studer, Christoph Frei, Manuel Hartmann und Roger Metzger (Gemeinderäte). (kuo)
Frauenfeld: Energieförderreglement, Werkhof und StadtbusdepotZur Abstimmung kommt das städtische Energieförderreglement, weil dessen Teilrevision im Gemeinderat zunächst durchgewinkt, danach jedoch das Behördenreferendum ergriffen wurde. Das Gesetz mit dem stelzigen Namen Reglement über den Fonds für erneuerbare Energien und Energieeffizienz führt denn auch zu grossen Diskussionen. So hat sich zunächst ein überparteiliches Pro-Komitee mit Vertretern von SP, CH, Grüne, Mitte, GLP, Mitte, EVP und FDP gebildet, die für ein Ja weibeln. Gegen die Teilrevision des Energieförderreglements stellt sich ein bürgerliches Nein-Komitee mit Vertretern von FDP und SVP.
Die Stimmberechtigten von Frauenfeld entscheiden zudem über einen ersten Schritt zur Aussiedlung von Werkhof und Stadtbusdepot. Die beiden städtischen Infrastrukturen befinden sich derzeit an der Gaswerkstrasse und sollen stadtauswärts an die Waffenplatzstrasse zügeln. Dafür befindet das Stimmvolk jetzt zunächst über den Landkauf zweier Parzellen, wofür ein Kredit von gesamthaft 11 Millionen Franken veranschlagt ist. Darin enthalten ist auch ein Projektierungs- und Planungskredit von 2,75 Millionen Franken enthalten, den im Gegensatz zum Landkauf mehrere Parteien ablehnen. (sko)
Die städtischen Liegenschaften mit Stadtbusdepot und Werkhof an der Frauenfelder Gaswerkstrasse nördlich vom Bahnhof SBB sowie das dafür vorgesehene Areal zwischen Waffenplatz- und Oststrasse sowie der Autobahn A7.Bild: Samuel Koch
Felben-Wellhausen: Dritter Wahlgang GemeinderatIn Felben-Wellhausen gilt es weiterhin, den vormaligen Gemeinderatssitz von Gerry Strasser wieder zu besetzen. Der erste Wahlgang brachte kein Ergebnis, der zweite lediglich eine Wahlablehnung. Im dritten Wahlgang nun stellen sich mit Karin Stüssi und Claudio Uznula gleich zwei Kandidierende zur Verfügung. (kuo)
Güttingen: Abfallreglement, Neubau Schule, SchulwahlDie Finanzierung der Abfallentsorgung in Güttingen soll umgestellt werden. Zudem wird über einen Kredit von 3,4 Millionen Franken für den geplanten Modulbau der Primarschule abgestimmt.
Nach dem Rücktritt von Reto Leugger aus der Schulbehörde Güttingen stellt sich Markus Gsell für die restliche Legislatur bei der Abstimmung vom 27. September zur Verfügung. Markus Gsell ist 48 Jahre alt, verheiratet und Vater eines 10-jährigen Sohnes. Er ist parteilos und lebt seit 17 Jahren in Güttingen. Seit 30 Jahren ist er im Bauwesen tätig als selbstständiger Plattenleger, zertifizierter Baugutachter und technischer Berater bei der Sika Schweiz AG. (red)
Hefenhofen: Neubau Gemeindehaus mit SchuleDas gemeinsame Neubauprojekt der Gemeinde Hefenhofen mit der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri im Weiler Sonnenberg muss gleich zwei Hürden nehmen. Beide Körperschaften müssen Ja zum 14-Millionen-Projekt sagen, das neues Gemeindehaus wie auch Ergänzungsbau zum bestehenden Schulhaus Sonnenberg unter einem Dach vereinen soll. (man)
Grosses Interesse am Infoanlass zum gemeinsamen Projekt der Schule und der Gemeinde Hefenhofen.Bild: Manuel Nagel
Herdern: Keine Kandidatur fürs PräsidiumIn Herdern verzichtet Gemeindepräsident Ulrich Marti nach fast 20 Jahren im Gemeinderat und über zehn Jahren im Präsidium auf eine Wiederwahl. Für seine Nachfolge ging fristgerecht keine Kandidatur ein. Aus dem Gemeinderat tritt zudem Mario Manhart nicht mehr an. Weitermachen wollen hingegen Thomas Horn, Roger Mathis und Silvia Butti. Neu kandidiert Christoph Bösch. (red)
Kemmental: Neuwahl GemeinderatZur Gesamterneuerungswahl des Kemmentaler Gemeinderats treten alle Amtsinhaber an. Es sind dies Gemeindepräsidentin Raffaella Strähl (SVP) und sowie Janine Ammann (Gesundheit und Soziale Sicherheit, Kultur, Sport und Freizeit), Jan Dubsky (Volkswirtschaft, Werke und Energie), Ralf Hahn (Vize-Gemeindepräsident, Verkehr) und Christoph Forster (Bauverwaltung, Öffentliche Ordnung und Sicherheit) . Weitere Kandidaten gibt es keine. (red)
Kesswil: Werkhof und GemeindepräsidiumKesswil stimmt über den Kauf des kantonalen Werkhofs auf Gemeindegebiet ab. Dieser kostet 2,5 Millionen Franken und soll zum neuen Feuerwehrdepot umgebaut werden für die designierte Feuerwehr Oberthurgau Nord. Diese soll aus den beiden Feuerwehren Dozwil-Kesswil-Uttwil sowie Hefenhofen-Sommeri entstehen. Alle fünf Gemeinden befinden Ende November über die geplante Fusion.
Kesswil wählt auch eine neue Gemeindepräsidentin. Einzige Kandidatin ist Stefanie Langner. Die 40-Jährige ist Mutter von Drillingen und wird Nachfolgerin von Rolf Steiger, der nicht mehr für eine weitere Amtsperiode kandidiert. (man)
Kreuzlingen: Geld für Museen und StadtratswahlZur Abstimmung steht eine Erhöhung des jährlich wiederkehrenden Betriebsbeitrags um 220’000 Franken, von 380’000 Franken auf 600’000 Franken für die kommenden 10 Jahre an die drei Institutionen Seemuseum, Museum Rosenegg sowie Bodensee Planetarium und Sternwarte.
Sieben Kandidierende – drei Bisherige und vier Neue – stellen sich am 27. September zur Wahl für den fünfköpfigen Kreuzlinger Stadtrat. Es kandidieren die Bisherigen Thomas Niederberger (FDP/Stadtpräsident), Daniel Moos (FL), Markus Brülmann (SP) sowie die Neuen Judith Ricklin (SVP), Susan Danubio (FDP), Elina Müller (SP) und der Parteilose Georg Schulthess (auch als Stadtpräsident). (red)
Matzingen: Neuer Gemeindepräsident
Gemeinderat Roger Wegmüller ist der einzige Kandidat für das Matzinger Gemeindepräsidium.Bild: Olaf Kühne
In Matzingen verzichtet Gemeindepräsident Peter Schellenberg altershalber auf eine Wiederwahl, er geht zum Ende der laufenden Legislatur in den Ruhestand. Für seine Nachfolge kandidiert einzig der bisherige Gemeinderat Roger Wegmüller. Für den Gemeinderat kandidieren die beiden Bisherigen Walther Lanz und Martina Lehmann sowie neu Markus Bührer und Nicole Iselin. (kuo)
Münchwilen: Nachtragskredit für alte MehrzweckhalleSchule und Gemeinde Münchwilen unterbreiten in zwei Abstimmungsvorlagen einen gemeinsamen Nachtragskredit für Sanierung und Erweiterung der Mehrzweckhalle Oberhofen. Der Schulanteil beträgt 1,82 Millionen Franken, auf die Gemeinde entfallen 780'000 Franken, total also 2,6 Millionen Franken.
Die 1941 eingeweihte Mehrzweckhalle Oberhofen ist stark sanierungsbedürftig.Archivbild: Donato Caspari
Hintergrund der Vorlage ist, dass die 2024 an der Urne bewilligten 9,4 Millionen Franken zu tief kalkuliert waren. Entsprechend hat sich gegen den Nachtragskredit denn auch ein Komitee gebildet. Auch die Ortsparteien unterstützen die Vorlage nicht. Grüne und FDP sind dagegen, die SVP hat Stimmfreigabe beschlossen. (kuo)
Münsterlingen: Friedhof- und BestattungsreglementDie geltenden Bestimmungen für den Friedhof und Bestattungen in Münsterlingen sind seit dem 1. Januar 2019 in Kraft. Die dazugehörige Tarif- und Gebührenordnung wurde letztmals per 1. Januar 2022 angepasst. Erfahrungen aus dem Vollzug der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass einzelne Bestimmungen des Reglements präzisiert, aktualisiert und den heutigen Bedürfnissen angepasst werden müssen. (red)
Rickenbach: Ein Neuer im GemeinderatIn Rickenbach treten mit Gemeindepräsident Michael Bebie sowie den Gemeinderäten Kevin Bögli, Jeannette Egli und Walter Rotach vier der fünf Bisherigen wieder an. Neu kandidiert Konrad Streckeisen. (kuo)
Sirnach: Zweiter Wahlgang Ersatzwahl GemeinderatNoch vor den Gesamterneuerungswahlen vom 29. November führt Sirnach am 27. September den zweiten Wahlgang einer Ersatzwahl für zwei vakante Gemeinderatssitze durch. Im ersten Wahlgang vom 14. Juni wurde Claude Gremaud als einziger Kandidat klar gewählt. Beim noch verbleibenden Sitz buhlen hingegen gleich fünf Kandidaten um die Wählergunst: Christian Blank, Ivan Bosshart, Simon Fritschi, Patrick Huber und Ulrich Siegfried. Fritschi ist FDP-Mitglied, die anderen vier Kandidaten sind parteilos. (kuo)
Plötzlich doch noch begehrt: Ein Sitz im Sirnacher Gemeindrat.Archivbild: Olaf Kühne
Wängi: Zwei Neue im GemeinderatAus dem siebenköpfigen Wängemer Gemeinderat treten fünf Mitglieder zu den Gesamterneuerungswahlen wieder an: Gemeindepräsident Thomas Goldinger (FDP) sowie die Gemeinderäte Marco Breitenmoser (SVP), Annette Cao (parteilos), Andreas Manser (SVP) und Daniel Meier (GLP). Neu kandidieren Claudia Josef (Mitte) und Stefan Schärer (FDP). (kuo)
Wigoltingen: Ein Neuer will in den GemeinderatBei den Erneuerungswahlen vom 27. September kandidiert Karl Paul Zwick nicht mehr für den Gemeinderat. Neu tritt Peter Locher an, während sich die sechs Bisherigen wieder zur Wahl stellen. Es sind Gemeindepräsidentin Franca Burkhardt sowie die Gemeinderätin Katharina Meienberg und die Gemeinderäte Josua Heubi, Dominik Lenherr, Jörg Sedleger und David Keller. (red)
Wilen: Zwei Neue im GemeinderatIn Wilen stellen sich Gemeindepräsident Michael Gieseck sowie die Gemeinderätinnen Sonja Lanistanin und Angela Rombach wieder zur Verfügung, Roger Staub und Roger Dierauer verzichten auf eine Wiederwahl. Neu kandidieren Silvia Gschwend und Oliver Gehrer. (kuo)