Der 1. FC Normannia Gmünd trifft am Dienstag um 18.30 Uhr im Achtelfinale des WFV-Pokals auf den noch ungeschlagenen SGV Heilbronn-Freiberg. Die Rollen sind klar verteilt.
Stand: 21.09.2026, 16:05 Uhr

Der 1. FC Normannia Gmünd trifft am Dienstag um 18.30 Uhr im Achtelfinale des WFV-Pokals auf den noch ungeschlagenen SGV Heilbronn-Freiberg. Die Rollen sind klar verteilt.
Schwäbisch Gmünd. Es könnte kaum einen größeren Kontrast geben: Während der 1. FC Normannia Gmünd in der Oberliga Baden-Württemberg nach acht Spieltagen noch immer ohne Punkt am Tabellenende steht, reist am Dienstagabend ein Regionalligist nach Schwäbisch Gmünd, der in dieser Saison noch kein einziges Ligaspiel verloren hat. Im Achtelfinale des WFV-Pokals empfängt die Normannia den SGV Heilbronn-Freiberg. Anpfiff im WWG Sportpark ist um 18.30 Uhr.Die Ausgangslage spricht auf dem Papier deutlich für die Gäste. Der SGV hat in der Regionalliga Südwest bislang sieben Spiele absolviert, vier davon gewonnen und drei weitere unentschieden gespielt. Am vergangenen Spieltag setzte sich der SGV zudem mit 3:2 beim VfR Aalen durch – und bewies dabei eindrucksvoll, warum die Mannschaft in dieser Saison noch ungeschlagen ist.
Spiel in zehn Minuten gedrehtDenn lange sah es im Aalener Rohrwang überhaupt nicht nach einem Erfolg der Gäste aus. Der VfR führte bis in die Schlussphase mit 2:0. Doch innerhalb von gerade einmal zehn Minuten drehte Freiberg die Partie komplett. Justin Steinkötter verkürzte in der 77. Minute, Gwang-in Lee sorgte vier Minuten später für den Ausgleich, ehe Marlon Mustapha in der 87. Minute den 3:2-Siegtreffer erzielte.
Pokal als AbwechslungGanz anders ist die Stimmungslage bei der Normannia. Acht Spiele, acht Niederlagen, 5:25 Tore und damit der letzte Tabellenplatz – der Saisonstart ist für die Gmünder äußerst schwierig verlaufen. Auch am vergangenen Samstag blieb die Mannschaft ohne Erfolg: Gegen den FC Holzhausen gab es im heimischen WWG Sportpark eine 0:2-Niederlage.Der WFV-Pokal ist damit eine willkommene Abwechslung vom Liga-Alltag. In den bisherigen Runden hat die Normannia gezeigt, dass sie in diesem Wettbewerb durchaus für Tore sorgen kann. Nach einem Freilos in der ersten Runde setzte sich die Mannschaft von Trainer Patrick Faber in Runde zwei beim Landesligisten GSV Maichingen allerdings nur knapp mit 1:0 durch. Nils Staiger erzielte den entscheidenden Treffer in der 74. Minute.
Neun Tore in Runde dreiDeutlich torreicher wurde es in der dritten Runde. Beim Bezirksligisten SV Ebersbach/Fils gewann die Normannia mit 9:2 und machte bereits frühzeitig alles klar. Zur Pause führte der Oberligist mit 5:0. Damit zog die Mannschaft als erstes Ostalb-Team ins Achtelfinale ein.Nun wartet allerdings eine ganz andere Hausnummer. Der SGV Heilbronn-Freiberg musste ebenfalls erst in der zweiten Runde in den Wettbewerb einsteigen und gab sich bislang keine Blöße. Beim SV Salamander Kornwestheim gewann der Regionalligist mit 8:0. In der dritten Runde folgte ein 4:1 bei der TSG Backnang.
Neues Selbstvertrauen tankenFür die Normannia geht es deshalb um mehr als nur den Einzug ins Viertelfinale. Der Pokal bietet die Gelegenheit, die Sorgen der Oberliga auszublenden und gegen einen höherklassigen Gegner wieder Selbstvertrauen zu sammeln. Dass die Rollen klar verteilt sind, macht die Aufgabe nicht kleiner – vielleicht aber auch den Reiz aus.Denn das Aalen-Spiel hat gezeigt, dass der SGV trotz seiner beeindruckenden Bilanz verwundbar sein kann. Der VfR hatte den Regionalligisten lange im Griff und führte sogar mit zwei Toren. Was anschließend fehlte, war allerdings die Fähigkeit, die Partie über die Ziellinie zu bringen. Genau das könnte für die Normannia am Dienstag zum entscheidenden Punkt werden: Sie wird vermutlich nur wenige Chancen bekommen – muss diese dann aber konsequent nutzen und darf sich auch nach Rückschlägen nicht aus dem Spiel bringen lassen.
Der SGV dürfte dagegen mit breiter Brust nach Gmünd kommen. Noch ungeschlagen, mit einer stabilen Defensive, einer starken Offensive und dem jüngsten Comeback in Aalen im Rücken geht der Regionalligist als höherklassiger Gegner in das Achtelfinale.Für die Normannia bleibt damit die Hoffnung auf jenen Pokalabend, an dem einmal nicht die Tabelle zählt, sondern rein das Ergebnis 90 oder vielleicht auch 120 Minuten auf dem Platz.
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