Die Spritpreise sind teils auf Rekordniveau. Wer Preise vergleicht, zur richtigen Uhrzeit tankt und den Fahrstil anpasst, kann den Geldbeutel zumindest ein wenig entlasten.
Berlin · Die Spritpreise sind teils auf Rekordniveau. Wer Preise vergleicht, zur richtigen Uhrzeit tankt und den Fahrstil anpasst, kann den Geldbeutel zumindest ein wenig entlasten.
15.09.2026 , 10:30 Uhr
Damit's an der Zapfsäule nicht ganz so weh tut: Mit Apps, Timing und Fahrstil lässt sich beim Sprit etwas sparen.
Foto: Christin Klose/dpa-tmnDie Spritpreise erreichen Rekordhöhen, die Politik diskutiert Gegenmaßnahmen. Viele Autofahrer stehen aber jetzt zähneknirschend an der Zapfsäule. Was hilft? Das Auto stehen lassen, können vermutlich die wenigsten. Mit ein paar Kniffen kann man immerhin etwas Geld sparen. Hier sind die fünf Ratschläge, die einfach zu beherzigen sind:
1. Apps checken
Wo ist der Sprit in der Umgebung am günstigsten? Preisvergleich-Apps wie „ADAC Drive“, „ACE-App“, „Clever Tanken“, „mehr-tanken“ oder „PACE Drive“ geben einen Überblick - es gibt eine Vielzahl zugelassener Dienste, die ihre Preise von der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beziehen, so das Bundeskartellamt. Sie sind auf der Website der Behörde aufgelistet.
Auch die verbreitete Kartenapp „Google Maps“ zeigt Tankstellen und deren aktuelle Preise für einen Liter Superbenzin an. (Was E10, Diesel oder Super Plus kosten, wird mit einem Fingertipp auf die einzelne Tankstelle eingeblendet.)
Bestenfalls checkt man die Preise vor dem Losfahren. Auf längeren Fahrten kommt man um den Vergleich unterwegs aber nicht herum.
2. Vor dem Mittag tanken
Auch die Uhrzeit spielt eine wichtige Rolle. In Deutschland gilt seit April die 12-Uhr-Regel: Das bedeutet, die Tankstellen dürfen nur einmal am Tag - um 12.00 Uhr - die Preise anheben, in der restlichen Zeit sind nur Preissenkungen erlaubt. Heißt: Bestenfalls vor der Mittagszeit tanken. Und dann wieder Richtung später Nachmittag bis Abend, denn erst ab etwa 17.30 Uhr liegen die Preise wieder unter Tagesdurchschnitt, wie Auswertungen etwa des ADAC nahelegen.
3. Kurze Umwege in Kauf nehmen - bei längeren genau rechnen
Ob sich ein Umweg fürs Tanken lohnt, hängt davon ab, wie viel man tanken möchte, wie viel Geld man pro Liter an der günstigeren Tankstelle spart und wie viel Kraftstoff das Auto für die mehr gefahrene Strecke dorthin verbraucht.
Einfach gesagt, gilt: Je länger die Strecke ist, desto niedriger muss der Preis an der anderen Tankstelle sein:
4. Früh schalten und die Motorbremse arbeiten lassen
Auch mit der Fahrweise lässt sich der Verbrauch positiv beeinflussen. Der ADAC rät: flott beschleunigen, rechtzeitig hochschalten - und zwar schon bei einer Drehzahl von circa 2.000 Umdrehungen pro Minute. Dann mit möglichst niedriger Drehzahl das Wunschtempo halten.
Beim Abbremsen gilt: möglichst lange die Motorbremswirkung nutzen. Wer auf eine rote Ampel zurollt, sollte also den Gang drin lassen.
5. Richtgeschwindigkeit statt Lichtgeschwindigkeit
Gerade auf der Autobahn macht es sich bemerkbar: Wer schnell fährt, verbraucht wesentlich mehr. Denn der Luftwiderstand steige schneller als die Geschwindigkeit, so der ADAC. Auch bei Strecken ohne Tempolimit drückt man aus Spritsparsicht nicht ganz so sehr aufs Gas und bleibt im Bereich von 130 km/h, also der Richtgeschwindigkeit, rät der Verkehrsclub.
Weitere kleine Stellschrauben: regelmäßig den Reifendruck kontrollieren und lieber am oberen Bereich der Empfehlung bleiben (steht im Tankdeckel oder der Bedienungsanleitung). Unnötige Ladung aus dem Auto räumen. Dachboxen und andere Aufbauten abmontieren, wenn sie den Dienst erfüllt haben. Klimaanlage und Standheizung mit Bedacht nutzen - auch sie steigern den Verbrauch.
© dpa-infocom, dpa:260915-930-686968/1
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