Werders Nummer eins Karl Hein verpasst wegen einer Verletzung den Auftakt im DFB-Pokal. Stattdessen wird Alexander Schlager im Tor stehen – eine dauerhafte Lösung?
Werders Nummer eins Karl Hein verpasst wegen einer Verletzung den Auftakt im DFB-Pokal. Stattdessen wird Alexander Schlager im Tor stehen – eine dauerhafte Lösung?
Alexander Schlager wird am Samstag im DFB-Pokal das Werder-Tor hüten. Andreas Gumz
Die Zeit wird nicht reichen, das steht fest. Karl Hein verpasst definitiv den Pflichtspielstart des SV Werder Bremen, muskuläre Beschwerden verhindern, dass der estnische Schlussmann seinem Status als Nummer eins der Norddeutschen direkt an diesem Wochenende gerecht werden kann. Das Pech des einen, ist das Glück des anderen: Denn nun kommt Alexander Schlager zum Zug.
Thiounes Pläne werden durchkreuztUnd das war so eigentlich nicht vorgesehen. "So ehrlich will ich sein: Ich hätte erst einmal ausgeschlossen, dass Alex im Pokal im Tor steht. Der Plan war, dass Karl spielt", sagte Trainer Daniel Thioune vor dem Duell mit Oberligist Lüneburger SK (Samstag, 15.30 Uhr). Ob der österreichische Nationalkeeper nun womöglich zu Werders offiziellem Pokaltorhüter ernannt wird, ließ der Coach allerdings offen.
"Wenn man zwei Torhüter von dieser Qualität hat, dann muss man sich Gedanken machen. Es gibt ein klares Commitment zu Karl Hein, weshalb ich mich auch schwer damit tue, festzulegen, ob es einen Pokaltorhüter gibt oder nicht", sagte Thioune. Daran ändere auch die jetzige Verletzung nichts. Darüber hinaus müssen die Bremer in diesem Wettbewerb nach allerlei unliebsamen Erfahrungen in der ersten Runde überhaupt erst einmal weiterkommen – wenngleich auch Thioune betonte, dass es sich um eine Pflichtaufgabe gegen die Lüneburger handele.
"Wir werden jetzt die Entwicklungen der nächsten Wochen abwarten und die Position in der kommenden Runde neu bewerten. Ich will nicht ausschließen, dass Karl am ersten Spieltag im Tor steht und Alex dann im Pokal der Torhüter sein kann." Doch da muss eben auch die Gesundheit mitspielen, sonst steht Letzterer beim Bundesliga-Auftakt in Freiburg (30. August, 15.30 Uhr) womöglich erneut in der Startelf. Aber bis dahin hat Hein noch etwas Zeit. Der Trainer garantiert dem 24-Jährigen jedenfalls: "Sollte Karl nächste Woche das Training vollumfänglich absolvieren und keine Beschwerden haben, wird er in Freiburg im Tor stehen."
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