Nach dem Aufstieg in die Bundesliga bauen die Gelsenkirchener ihren Kader um. Deshalb stehen mehrere Akteure auf der Streichliste – und an einem davon waren auch die Düsseldorfer interessiert. Zu einem Wechsel kommt es aber nicht.
Ein Bild aus der vorletzten Saison: Schalke-Mittelfeldakteur Janik Bachmann (blauer Dress) im Spiel gegen Fortuna.
Foto: Moritz MuellerDüsseldorf · Nach dem Aufstieg in die Bundesliga bauen die Gelsenkirchener ihren Kader um. Deshalb stehen mehrere Akteure auf der Streichliste – und an einem davon waren auch die Düsseldorfer interessiert. Zu einem Wechsel kommt es aber nicht.
Auf sonderlich viel Spielzeit war Janik Bachmann in der vergangenen Saison nicht gekommen, doch zumindest den größten Moment des Jahres hatte er im Trikot auf dem Rasen erlebt. Kurz bevor Schiedsrichter Patrick Ittrich im Mai die Partie gegen Fortuna abpfiff und nicht nur den 1:0-Sieg des FC Schalke 04 besiegelte, sondern zugleich die Bundesliga-Rückkehr des Traditionsklubs, war Bachmann eingewechselt worden. Auch beim zentralen Mittelfeldspieler kannte der Jubel keine Grenzen, dabei hätte er sich die vorangegangenen Monate aus persönlicher Sicht gewiss anders vorgestellt.
Der 30-Jährige absolvierte zwar 23 Zweitliga-Begegnungen und zwei Duelle im DFB-Pokal, kam in diesen 25 Spielen insgesamt allerdings nur auf 533 Einsatzminuten. Der Grund: Bachmann gilt als jemand, dessen Stärken eher im kämpferischen als im fußballerischen Bereich liegen – und an der Seite von Soufiane El-Faouzi, dem Vorkämpfer des Aufsteigers, setzte Schalke-Coach Miron Muslic auf andere Profile. Bachmann blieb also nur die Reservistenrolle, weshalb er in Gelsenkirchen trotz seines noch ein Jahr laufenden Vertrags zuletzt als Wackelkandidat galt.
Wie die „Bild“ berichtet, gab es sogar drei ganz konkrete Interessenten für den Mittelfeldspieler: Holstein Kiel, den SV Darmstadt 98 – und Fortuna. Allen drei Klubs erteilte Bachmann demnach allerdings eine Absage, weil die Verantwortlichen auf Schalke dem 30-Jährigen offenbar deutlich signalisiert haben, ihm in der Bundesliga wieder eine deutlich wichtigere Rolle zuzutrauen. Während er mit seiner positiven Art erstens für die Kabine ein wichtiger Faktor bleiben soll, könnten den Gelsenkirchener nach dem Aufstieg zweitens auch seine Kämpferqualitäten wieder stärker helfen.
Die Bachmann-Absage an Fortuna hatte darüber hinaus aber auch einen weiteren Grund: den Abstieg der Düsseldorfer. Die Kontaktaufnahme zum Mittelfeldspieler war dem Bericht zufolge vor dem Sturz in die Dritte Liga erfolgt, noch unter der Ägide von Ex-Sportvorstand Sven Mislintat. Doch selbst in der Zweiten Liga wäre es nach den neuesten Entwicklungen nichts mit einem Bachmann-Transfer an den Rhein geworden.