Die Stadt Meerbusch ist recht jung – und hat doch eine vielfältige Geschichte. Acht sehr unterschiedliche Stadtteile machen das Leben hier abwechslungsreich.
Das Rathaus an der Dorfstraße in Büderich.
Foto: RP/Dominik SchneiderMeerbusch · Die Stadt Meerbusch ist recht jung – und hat doch eine vielfältige Geschichte. Acht sehr unterschiedliche Stadtteile machen das Leben hier abwechslungsreich.
Meerbusch, ist das nicht die „Stadt der Millionäre“? Dieser Vorort von Düsseldorf? Vom Namen her bekannt vom Autobahnkreuz? Wer Meerbusch nicht näher kennt, hat vielleicht zunächst diese Assoziationen. Doch wer Meerbusch nicht näher kennt, verpasst etwas. Denn die Stadt hat viel zu bieten. 1970 wurde Meerbusch gegründet. Acht Gemeinden, teils mit jahrhundertealter Geschichte, schlossen sich zusammen. Heute sind es die acht Stadtteile Büderich, Ilverich, Langst-Kierst, Lank-Latum, Nierst, Ossum-Bösinghoven, Osterath und Strümp. In einem kleinen Stadtporträt alle Stadtteile aufzuzählen, mag ungewöhnlich sein. Doch Meerbusch zeichnet genau diese Zusammensetzung der acht Orte aus.
Landwirtschaft trifft auf Industrie, Naherholung am Rhein auf Party auf dem Areal Böhler. Zu Meerbusch gehört die Rheinfähre, die nach Kaiserswerth und in vielen Jahren zur Rheinkirmes pendelt. Ebenso wie eine vielerorts starke Gastronomie samt Sterneküche. Zu Meerbusch gehört der vielleicht längste Rosenmontagszug der Region, der rund neun Stunden durch Nierst zieht. Genauso wie öffentliche Kunst, etwa von Ewald Mataré, der hier lebte.
Diese Mischung kommt gut an: Inzwischen leben fast 60.000 Menschen in Meerbusch. Wie auch die Stadtteile sind die Bewohner unterschiedlich. Viele identifizieren sich nicht nur mit der Stadt, sondern auch mit ihrem Stadtteil. Eins verbindet sie jedoch: ihr Engagement. Zahlreiche Vereine halten die Stadtgesellschaft lebendig, setzen sich füreinander und für eine lebenswerte Stadt ein.
Der Name „Meerbusch“ geht dabei auf das Haus Meer zurück. Im 9. Jahrhundert ein Kastell, später Herrensitz und Kloster, das im 12. Jahrhundert von Hildegund von Meer gestiftet und geleitet wurde. „Meer“ oder „Maar“ meint im Mittelhochdeutschen nicht nur den Ozean, sondern auch ein Sumpfgebiet, die es in Nähe des Rheins reichlich gab. Der nahe gelegene Wald wurde zum „Meerer Busch“, von dort war es nicht mehr weit zu „Meerbusch“.