Lange war sie angekündigt, jetzt gibt sie Auskunft über kühle und schattige Plätze: Die Stadtverwaltung hat eine Karte der kühlen Orte veröffentlicht. Die rund 50 Einträge verteilen sich auf fast alle Stadtteile. Weitere sollen folgen.
Die Karte der kühlen Orte in Meerbusch ist online. Hier sind der Ausschnitt für das Osterather Zentrum und die Legende der Symbole zu sehen.
Foto: Anna KirstenMeerbusch · Lange war sie angekündigt, jetzt gibt sie Auskunft über kühle und schattige Plätze: Die Stadtverwaltung hat eine Karte der kühlen Orte veröffentlicht. Die rund 50 Einträge verteilen sich auf fast alle Stadtteile. Weitere sollen folgen.
Die letzte Hitzewelle ist gerade vorbei und bei Regenwetter sowie etwa 20 Grad fällt es schwer, sich das nächste Extremwetter vorzustellen. Doch auch wenn in den nächsten Tagen keine besonders hohen Temperaturen vorhergesagt sind: Auch in Meerbusch wird es wieder Hitzewellen geben, sie werden in den kommenden Jahren häufiger, prognostizieren Experten. Kostenpflichtiger Inhalt Darauf will sich die Stadt Meerbusch vorbereiten, hat 2023 ein entsprechendes Schutzkonzept entwickelt. Die Opposition hatte zuletzt mehr Tempo gefordert, weil zentrale Maßnahmen aus dem Konzept noch nicht umgesetzt sind. Nun präsentiert die Stadt eine solche Maßnahme aus dem Hitzeaktionsplan: eine Karte der kühlen Orte.
Auf einer Online-Karte sind nun zahlreiche kühle oder klimatisierte Orte sowie Schattenplätze verzeichnet. „Rund 50 Orte im gesamten Stadtgebiet bieten so bei Hitze die Möglichkeit, sich abzukühlen – darunter städtische Einrichtungen und Kirchen – aber auch schattenspendende Orte wie Spielplätze, Friedhöfe, Parkanlagen oder Waldgebiete“, zählt Stadtsprecher David Burkhardt in einer Mitteilung am Dienstag auf. Auch sogenannte Refill-Stationen – Orte, an denen Bürger kostenlos ihre Wasserflaschen auffüllen können – sind in der Karte zu finden. Die Übersicht ist auf der städtischen Website www.meerbusch.de hinterlegt und unter folgenden Unterkategorien zu finden: „Leben in Meerbusch“, „Umwelt und Klima“, „Hitze“, wo schließlich unter „Kühle Orte und Schattenplätze“ die Karte hinterlegt ist.
Ein erster Test der neuen Karte am Dienstag zeigt, dass in fast jedem Stadtteil ein kühler oder schattiger Ort zu finden ist. Einzige Ausnahme ist Ilverich, wo es keinen Eintrag gibt. In Langst-Kierst und Nierst sind jeweils nur die katholischen Kirchen verzeichnet. Wer sich dort abkühlen will, muss sich jedoch erst noch bei der Gemeinde informieren oder auf gut Glück vorbeigehen: Hier sind keine Öffnungszeiten hinterlegt. Das ist auch bei weiteren der eingezeichneten Kirchen und teils auch bei Verwaltungsgebäuden wie dem Erwin-Heerich-Haus in Osterath zu beobachten. An anderen Stellen – den Kirchen in Osterath und zwei in Büderich, der VHS oder der Stadtbibliothek – sind dagegen bereits konkrete Öffnungszeiten angegeben.
Eine hilfreiche Gestaltung der Karte ist nicht nur der mögliche Fokus auf einen Bereich oder Stadtteil. Auch können die angezeigten Orte gefiltert werden. Suchende können zum Beispiel nur Kirchen und kommunale Einrichtungen anwählen oder sich ausschließlich verschattete Spielplätze und Wälder anzeigen lassen.
„Um die Seite weiter auszubauen, nehmen wir aber auch gerne weitere Hinweise und Angebote zu kühlen Orten entgegen“, sagt Denise Pottbäcker von der Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz. Diese könnten unter Angabe des Betreffs „Kühler Ort“ per E-Mail an umwelt@meerbusch.de gemeldet werden. Die Karte werde in regelmäßigen Abständen aktualisiert, heißt es online.
In dem Zusammenhang hat die Stadt auch ihre allgemeine Website zum Thema Hitze ausgebaut und kündigt an, hier sukzessive weitere Informationen und Tipps zu sammeln. Dort sollen auf einen Blick neben Hitzewarnungen und Verhaltensempfehlungen des Deutschen Wetterdienstes auch Kostenpflichtiger Inhalt Informationen zur Hitzevorsorge, Tipps für Risikogruppen sowie ein Hitzeknigge mit Empfehlungen für das richtige Verhalten bei Hitze zu finden sein, sagt Stadtsprecher David Burkhardt.
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