Der Goldpreis steigt und steigt. Lohnt es sich, zu investieren? Ja, aber clever. Barren, Münzen oder Wertpapiere: Unser Vergleich zeigt, was sinnvoll und günstig ist.
Krisenzeiten gelten als gute Zeiten für die Geldanlage in Gold. Das Edelmetall ist seinem Ruf als Sicherheitsanker bei unsicherer Weltlage zumindest in den vergangenen Jahren gerecht geworden. Der Goldpreis erreichte in den vergangenen Monaten mehrfach neue Rekordstände.
Man kann geteilter Meinung sein, ob das ein guter Zeitpunkt ist, um zu investieren. Grundsätzlich halten wir Gold aber für eine sinnvolle Anlagemöglichkeit. Da seine Preisentwicklung oft zu der von Aktien oder Anleihen umgekehrt verläuft, wird ein Wertpapierdepot durch die Beimischung stabiler. Auch wenn der Goldpreis Schwankungen unterliegt und Gold keine laufenden Erträge abwirft, halten wir einen Anteil im Depot von 20 Prozent des Renditebausteins für sinnvoll. Bei einem ausgewogenen Portfolio, das zu 50 Prozent aus sicheren Anlagen und 50 Prozent aus renditestarken Anlagen besteht, wären dies 10 Prozent der Gesamtinvestition.
Entwicklung des GoldpreisesIn Krisenzeiten steigt der Goldpreis. 1979 marschierte die Sowjetunion in Afghanistan ein, ab 2009 war die Finanzkrise, 2020 die Corona-Pandemie, seit 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine.
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Sollen es Barren und Münzen sein oder lieber Wertpapiere auf den Goldpreis (Gold-ETC)? Wir sagen, welches Goldprodukt sich für welchen Anlagezweck eignet und was Sie steuerlich beachten müssen. Sie legen Wert auf ethisch-ökologische Anlagen? Die Anlagespezialisten der Stiftung Warentest erläutern, wie Sie auf verträglichere Weise in das Edelmetall investieren können.
Unser Vergleich zeigt, bei welchen seriösen Goldhändlern Sie das Edelmetall günstig kaufen können und mit welchen Aufschlägen Sie bei den verschiedenen Händlern bei einem Online-Kauf rechnen müssen.
Wertpapiere auf den Goldpreis können Sie gut in Ihr Depot integrieren. In unserem Vergleich finden Sie Gold-ETC, die sich dafür eignen. Das sind Wertpapiere, die mit Goldbarren hinterlegt sind. Für alle ETC nennen wir jährliche Kosten und die Wertentwicklung für ein Jahr und fünf Jahre.
Wir zeigen einfache Regeln, mit denen Sie den richtigen Goldanteil in Ihrem Portfolio steuern können und wann der Zeitpunkt erreicht ist, sich von Teilen Ihres Goldinvestments zu guten Preisen zu trennen.
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In Gold investieren freischalten
Gold ist kein Muss für Anlegerinnen und Anleger, kann aber eine Vermögensanlage sinnvoll ergänzen. Auch in das von Stiftung Warentest entwickelte Pantoffel-Portfolio passt Gold gut hinein: Durch eine Beimischung ließ sich das Risiko merklich verringern.
All seinen Vorzügen zum Trotz ist Gold aber keine sichere Anlage, denn sein Wert schwankte im Laufe der Jahre erheblich. Die Tatsache, dass es wohl niemals wertlos wird, ist da allenfalls ein schwacher Trost. Auf keinen Fall taugt Gold als Ersatz für Zinsanlagen wie Tagesgeld oder Festgeld. Niemand kann vorhersagen, wo der Goldpreis in ein paar Monaten oder Jahren stehen wird. Außerdem bringt das Edelmetall keine laufenden Einnahmen in Form von Zinsen oder Dividenden.
Lange hinter dem AktienmarktDie jüngste Goldrallye hat dafür gesorgt, dass Gold den Weltaktienindex MSCI World auf lange Sicht auch bei der Rendite hinter sich gelassen hat. Über lange Zeiträume war eine Investition in Aktien aber deutlich erfolgreicher.
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Viele Anlegerinnen und Anleger, die auf Gold schwören, wollen es dinglich besitzen, meist in Form von Barren oder Münzen. Sie sollten sich bewusst sein, dass dies mit Folgekosten verbunden ist, etwa für einen hochwertigen Tresor oder ein Bankschließfach. Bereits beim Kauf von Barren oder Münzen müssen Anlegende mehr oder weniger hohe Aufschläge auf den aktuellen Goldkurs hinnehmen: Je geringer ihr Gewicht, desto teurer wird der Kauf.
Gold-ETC sind praktisch und preiswertFür alle, denen der dingliche Besitz nicht so wichtig ist, eignen sich an der Börse handelbare Wertpapiere besser als Barren oder Münzen. Sogenannte Gold-ETC – das Kürzel steht für Exchange Traded Commodities, also börsengehandelte Rohstoffe – funktionieren wie ETF. Sie sind preiswert, einfach zu kaufen und zu verkaufen und lassen sich perfekt in ein Wertpapierdepot einbauen.
Zwar handelt es sich bei dieser Art von Wertpapieren rechtlich gesehen um Schuldverschreibungen, aber alle von Stiftung Warentest vorgestellten ETC sind mit echten Barren hinterlegt, sodass wir kein großes Risiko für ihre Käufer sehen.
Tipp: Wenn Sie oben unter dem Inhaltsverzeichnis auf die „Liste der 18 getesteten Produkte“ klicken, erfahren Sie die Namen aller geprüften Goldhändler und Gold-ETC.
Im Test: Wir haben 11 Goldhändler mit Online-Shops sowie 23 Wertpapierdepots bundesweiter Banken und Broker getestet, bei denen Gold-ETC gehandelt werden können. Dargestellt wird jeweils das günstigste oder für Einsteiger angebotene Depotmodell.
Die Voraussetzungen für die Aufnahme in den Test der Goldhändler sind ein breites Angebot an gängigen Goldmünzen und Barren sowie ein versicherter Versand. Bei Banken und Brokern muss ein Verrechnungskonto mit gesetzlicher Einlagensicherung vorhanden sein. Außerdem wurden nur Anbieter berücksichtigt, die anfallende Steuern von sich aus an das Finanzamt abführen.
Wir zeigen anhand von Aufpreisspannen beim Kauf sowie Abschlagsspannen beim Verkauf von Krügerrandmünzen mit einem Goldgehalt von einer Feinunze (circa 31,1 Gramm), bei welchen Anbietern mit Online-Shop diese zu welchen Konditionen gehandelt werden können.
Wir geben Aufpreise und Abschläge in den dargestellten Spannen gegenüber dem Börsenpreis in 0,5-Prozent-Schritten an. Sie wurden stichpunktartig an verschiedenen Tagen und zu unterschiedlichen Handelszeiten ermittelt. In den Filialen der Händler gelten teils abweichende Angebote.
Die Kosten für den versicherten Versand werden in der Regel vom Warenwert bestimmt. Wir nennen Mindest- und Höchstpreise. Bei Einzelverwahrung durch den Anbieter ist eine eindeutige Zuordnung zum Käufer des Goldes möglich.
Dargestellt sind Gold-ETC mit ihren Kosten sowie ihren Ein- und Fünfjahresrenditen. Wir zeigen in der Tabelle, wie viel eine Order ohne Börsen- und Fremdspesen sowie das Besparen eines Sparplans kosten.
Bei einigen der Depotangebote kommen zu den Orderkosten jährlich anfallende Verwahrkosten hinzu.
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