Darf’s noch ein Wunsch mehr sein? In der vergangenen, mondlosen Nacht erreichte der Sternschnuppenstrom der Perseiden seinen Höhepunkt. Fast überall in Deutschland herrschte exzellente Sicht.
Der Sternschnuppenstrom der Perseiden, einer der schönsten Meteorströme des Jahres, hat in der Nacht zu Donnerstag seinen Höhepunkt erreicht. Bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde konnte man an dunklen Orten über den Himmel huschen sehen.
In diesem Jahr hatten es die Menschen, die viele Wünsche loswerden wollten, besonders leicht. Das Maximum der Perseiden fiel genau in die Neumondnacht: Kein Mondlicht störte das Erspähen der Leuchterscheinungen, und das Wetter spielte weitgehend mit. Nur über Norddeutschland waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein paar hohe Wolkenfelder vorhanden. Da könnte es lokal zu Sichteintrübungen gekommen sein, sagte ein DWD-Meteorologe.
Sternschnuppen gelten vielen als klassische Glücksbringer, denen nachgesagt wird, dass sie Wünsche erfüllen.
Selbst in Berlin waren in der Nacht bereits vor 23 Uhr Sternschnuppen zu sehen. Trotz der Lichtverschmutzung seien schon einige beobachtet worden, sagte der Direktor des Zeiss-Großplanetariums, Tim Florian Horn. Neben dem Planetarium verfolgten Gäste das Spektakel auf einer Freifläche direkt. »Jede Sternschuppe wird mit lauten Ah und Oh bestaunt«, sagte Horn.
Die Perseiden waren bereits in den Nächten vor ihrem Maximum zu beobachten. Auch in den nächsten Nächten seien bei gutem Wetter noch viele zu sehen, sagte Horn. Die Kurve flache langsam ab und ende am 24. August.
Die Sternschnuppen kommen aber aus der unmittelbaren Erdumgebung. Auf seiner Bahn um die Sonne kreuzt unser Planet alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der 1862 entdeckte Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn zurückließ.
Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel aus Kometenstaub mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein – also 216.000 Kilometern pro Stunde. In einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden. In Wirklichkeit leuchten nicht die Teilchen selbst, sondern die Luft drumherum.
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