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Feuer-Hölle in Südeuropa - Was deutsche Urlauber jetzt wissen müssen

Дата публикации: 28-07-2026 07:50:33

Waldbrände zwingen viele Camper zur Flucht, doch Erstattung gibt es nur selten.

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Feuer-Hölle in Südeuropa: Was deutsche Urlauber jetzt wissen müssenVorräte, Erstattungen, Sicherheit, Flüge

Nur 15 Kilometer von Bordeaux spielen sich solche apokalyptischen Szenen ab

28.07.2026 - 09:50 Uhr

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Es sollte ein unbeschwerter Urlaub werden: Mit dem Wohnwagen, Zelt oder Wohnmobil Richtung Südfrankreich. Höchstwahrscheinlich sind tausende deutsche Camper jetzt von den verheerenden Waldbränden rund um Bordeaux oder in Spanien betroffen. Gut, wer umplanen konnte. Aber was tun, wenn man schon vor Ort ist? Und was passiert mit gebuchten Unterkünften oder Stellplätzen? BILD klärt auf.

Deutsche Camper berichteten bei RTL, wie ihnen das Feuer den Weg abgeschnitten hat: „Wir wussten nicht mehr, wohin wir sollten.“

Grundsätzlich gilt: Lieber schnell weg aus der Region. Wo heute noch keine Gefahr droht, kann sich die Lage aufgrund der Trockenheit schnell ändern. Ein Funke reicht – und ein ganzer Wald steht in Flammen. Der Rauch ist bei Waldbränden oft das eigentliche Problem, weil er Feinstaub und giftige Gase enthält und sich auch weit vom Brandherd ausbreiten kann. Besonders gefährlich ist er für Kinder, ältere Menschen, Schwangere und alle mit Asthma, Herz- oder Lungenerkrankungen.

Stellen Sie sich auf den Notfall ein
  • Für einen Waldbrand-Notfall mindestens 3 bis 4 Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Für 2 bis 3 Tage Evakuierung reichen 6 bis 12 Liter pro Person.
  • Handy mit geladenem Akku und idealerweise Powerbank, um über das Warnsystem ES-Alert Nachrichten direkt zu empfangen.
  • Ausweis, Krankenversicherungskarte/EHIC, Führerschein, Fahrzeugpapiere und etwas Bargeld. Das Auswärtige Amt empfiehlt außerdem, Dokumente getrennt und möglichst als Kopien dabei zu haben.
  • Wasser, kleine Snacks, Taschenlampe, Medikamente, persönliche Hygieneartikel und eine FFP2- oder Staubmaske gegen Rauch. Für die Maskenwirkung ist ein eng anliegender Sitz wichtig.
  • Für Spanien außerdem sinnvoll: Prüfen Sie, ob Ihr Mietwagen das vorgeschriebene Notfalllicht V-16 hat; für in Spanien zugelassene Fahrzeuge ist es seit Januar 2026 Pflicht.
Was ist mein Recht bei Naturkatastrophen?

Bei vorab gebuchten Campingplätzen und Hotels gilt vor allem: Entscheidend ist, ob die Unterkunft tatsächlich geöffnet und sicher erreichbar ist. Viele Urlauber haben schon weit im Voraus gebucht und bezahlt. Bekomme ich mein Geld zurück? Hier gilt:

  • Offizielle Evakuierung oder Schließung: Dann ist die Leistung nicht mehr erbracht, und eine Rückerstattung ist häufig möglich.
  • Nur Rauch, Geruch oder Unsicherheit, ohne offizielle Sperrung: Das reicht nach vielen Standardbedingungen nicht automatisch für eine Erstattung.
  • Entscheiden Sie sich selbst dafür, die Buchung verfallen zu lassen, ist eine Rückzahlung oft nicht drin. Und wenn, dann nur aus Kulanz. Beispiel: Die Buchung aufs nächste Jahr verschieben.
Was gilt bei Flügen?
  • Klarer Fall: Wenn wegen Rauch, Sperrung oder Sicherheitslage ein Flug gestrichen wird, gibt es Geld zurück oder eine kostenlose Umbuchung. Eine Entschädigung muss die Fluggesellschaft aber nicht zahlen, weil eine Brandkatastrophe als „außergewöhnlicher Umstand“ gilt.
  • Wenn der Flug stattfindet, Urlauber aber am Zielort wegen Evakuierung nicht sinnvoll anreisen können, wird die Airline (zu Recht) argumentieren, die Reiseleistung sei erbracht. Besser haben es da Pauschalreisende. Hier ist der Reiseveranstalter in der Pflicht, wenn die Gesamtreise erheblich beeinträchtigt ist.
  • Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) sagt dazu am Montag: „Individualreisende müssen sich mit der Fluggesellschaft, dem Hotel, der Mietwagenfirma und den jeweiligen Vertragsbedingungen auseinandersetzen. Müssen sie ihre Heimreise wegen außergewöhnlicher Umstände plötzlich früher antreten, müssen sie selbst umplanen und die Mehrkosten tragen.“
Was haben Sie in Südeuropa erlebt? Schreiben Sie an sparfochs@bild.de

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