Heute beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher im Mord an Hip-Hop-Legende Tupac. Sein Bruder Mopreme Shakur ist vorsichtig optimistisch. Echte Gerechtigkeit werde es aber nie geben.
Vor 30 Jahren hat Mopreme Shakur, 58, seinen kleinen Stiefbruder Tupac verloren. Ein Prozess soll jetzt den Mord an dem Rapper aufklären, zumindest teilweise. Gerechtigkeit werde das aber nicht bringen, sagt Shakur. »Ich möchte meinen Bruder zurück«, sagte Shakur im Interview mit der BBC .
Der 25-jährige Tupac Shakur wurde 1996 in Las Vegas unter mysteriösen Umständen auf offener Straße erschossen. Er war in der Tatnacht am 7. September mit Suge Knight, Mitbegründer des für Gangsta-Rap bekannten Labels Death Row Records, unterwegs. Shakur starb sechs Tage nach der Tat im Krankenhaus.
Mopreme Shakur sei »vorsichtig optimistisch«, was den Prozess angehe – er habe ja gerade erst begonnen. Der BBC sagte er: »Die Gerechtigkeit, die ich mir wünsche, werde ich niemals bekommen.« Sein Bruder, den er Pac nennt, werde nie wieder zurückkommen. »Pac bekam keinen Prozess, er wurde einfach zum Tode verurteilt.« Das Ausmaß des Schmerzes und des Leids und des Kummers, das seine Familie und seine Fans durchmachten, sei unermesslich. Aufgeben sei aber keine Option: »Wir werden niemals aufhören, Gerechtigkeit für Pac zu fordern.«
Das Verfahren wird voraussichtlich etwa einen Monat dauern. Es gilt als unwahrscheinlich, dass dabei auch aufgeklärt wird, wer auf Shakur geschossen hat. Die Staatsanwaltschaft will jedoch beweisen, dass Davis der Drahtzieher des Mordes war und die Tatwaffe zur Verfügung stellte. Davis’ Anwälte sagten hingegen, es gebe keine Beweise, dass er den Mord angeordnet habe.
Shakur gehörte zu den erfolgreichsten Rap-Künstlern der Neunzigerjahre. Der Hip-Hop-Star war zeitweise in Drogenhandel und andere Kriminalität verwickelt, er kam auch ins Gefängnis. Millionen Fans weltweit verehren den Rapper und seine Musik noch immer.