General Mete Kuş verliert nach einem umstrittenen F-16-Flug über ein Fußballstadion seinen Posten endgültig. Ankara ordnet die Spitze der Streitkräfte neu.
General Mete Kuş verliert nach einem umstrittenen F-16-Flug über ein Fußballstadion seinen Posten endgültig. Ankara ordnet die Spitze der Streitkräfte neu.
Der türkische Generalmajor Mete Kuş wird mit Wirkung zum 30. August in den Ruhestand versetzt. Zuvor war er nach dem umstrittenen Überflug von Kampfflugzeugen und Militärhubschraubern bei einem Fußballspiel bereits von seinem Posten als Kommandeur des strategisch wichtigen 3. Haupt-Jet-Stützpunkts in Konya abgezogen worden.
Das türkische Nachrichtenportal „Memurlar“ berichtet, die Entscheidung sei nach einer Sitzung des Hohen Militärrats YAŞ unter Vorsitz von Präsident Recep Tayyip Erdoğan bekanntgegeben worden.
Während des Viertelfinalspiels im türkischen Fußballpokal zwischen Konyaspor und Fenerbahçe am 21. April ließ Kuş F-16-Kampfjets und Sikorsky-Hubschrauber im Tiefflug direkt über das Stadion fliegen. Diese Aktion war nicht autorisiert.
Nur wenige Tage später, am 30. April, wurde er offiziell von seinem Posten in Konya enthoben und in das Hauptquartier der Luftstreitkräfte nach Ankara zurückgezogen. Das Verteidigungsministerium erklärte damals, die Streitkräfte prüften alle Vorgänge nach den Regeln der Disziplin und handelten „im Einklang mit den einschlägigen Vorschriften“.
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Bei der nun abgehaltenen Sitzung in Ankara wurden auch zahlreiche andere Personalentscheidungen getroffen. 25 Generäle und Admiräle stiegen in den nächsthöheren Rang auf, 69 Oberste wurden zu Generalen oder Admirälen befördert.
Die Luftwaffe bekommt eine neue Spitze. Luftwaffenkommandeur Ziya Cemal Kadıoğlu geht in den Ruhestand, sein Nachfolger wird Rafet Dalkıran. Der Chef der Marine, Ercüment Tatlıoğlu, bleibt dagegen ein weiteres Jahr im Amt. Für ihn ist es bereits die dritte Verlängerung.
Zu den Beförderten gehört auch Kemal Turan, bisher Leiter der türkischen Militärvertretung bei der Nato in Genf. Er steigt zum Generalleutnant auf. Der erste türkische Astronaut Alper Gezeravcı, bislang Oberst der Luftwaffe und F-16-Pilot, wird Brigadegeneral.
Eine historische Personalie betrifft Özlem Karapınar. Die Pilotin wird zum Brigadegeneral befördert und ist damit die erste Frau in der Geschichte der türkischen Luftwaffe mit Generalsrang, berichtet die Tageszeitung „Hürriyet“.
Zusammen mit der Heeresfliegerin Armağan Özel, die ebenfalls Brigadegeneral wird, steigt die Zahl der Frauen in den Generalsrängen der türkischen Streitkräfte auf zwei.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
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