Die US-Kommunikationsbehörde FCC geht zunehmend gegen chinesische Technik vor. Peking reagiert mit eigenen Exportkontrollen, trotz geplanter Gespräche zwischen Trump und Xi.
Die US-Kommunikationsbehörde FCC geht zunehmend gegen chinesische Technik vor. Peking reagiert mit eigenen Exportkontrollen, trotz geplanter Gespräche zwischen Trump und Xi.
Die Federal Communications Commission war lange vor allem für Frequenzversteigerungen und Rundfunklizenzen bekannt. In Donald Trumps China-Politik ist sie inzwischen zu einem wichtigen Instrument geworden. Die FCC schränkt unter ihrem Vorsitzenden Brendan Carr zunehmend den Zugang von Technologie aus China zum US-Markt ein.
In den vergangenen neun Monaten untersagte die Behörde die Einfuhr neuer Modelle chinesischer Drohnen, Router, Wechselrichter und Roboter. Außerdem leitete sie ein Verfahren ein, um chinesische Prüf und Zertifizierungslabore auszuschließen. Solche Labore testen elektronische Geräte wie Smartphones, Kameras und Computer, bevor sie in den USA zugelassen werden.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters arbeitet die FCC zudem an möglichen Beschränkungen für neue chinesische Komponenten in US-Rechenzentren. Damit will Washington nach eigener Darstellung die Infrastruktur schützen, auf der unter anderem der Boom bei künstlicher Intelligenz beruht.
Die Maßnahmen sollen chinesische Produkte aus wichtigen Technologielieferketten verdrängen und zugleich die Produktion in den USA stärken. Ein US-Regierungsvertreter erklärte gegenüber Reuters, die jüngsten FCC-Entscheidungen seien weltweit angelegt und richteten sich nicht ausdrücklich gegen ein bestimmtes Land.
Tatsächlich nennt die Behörde China in ihren Regeln nicht immer direkt. Stattdessen schließt die Behörde bestimmte ausländische Technologien aus, während Unternehmen aus anderen Ländern Ausnahmen erhalten können. Nach Einschätzung früherer US-Regierungsmitarbeiter soll dieser Ansatz den politischen und wirtschaftlichen Druck auf Peking erhöhen. Auch die Beziehungen will man damit nicht vollständig eskalieren lassen.
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China hat inzwischen Gegenmaßnahmen angekündigt. Nach monatelanger Zurückhaltung verschärfte Peking seine Exportkontrollen für Drohnen und Technologien in Richtung USA. Zudem verhängte die chinesische Regierung Sanktionen gegen ein US-Unternehmen aus dem Bereich Prüfung und Zertifizierung.
China kritisiert die FCC-Maßnahmen als diskriminierend und warnt vor Folgen für globale Lieferketten. Versuche chinesischer Vertreter, mit der US-Behörde über deren Vorgehen zu sprechen, sollen laut Reuters jedoch ohne Erfolg geblieben sein.
Trump plant für September ein Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping. Zugleich geht seine Regierung bei strategischer Technologie weiter gegen Peking vor. Experten erwarten deshalb, dass der Druck trotz möglicher Gespräche anhält. „Nur weil die Chinesen reagieren, bedeutet das nicht, dass dies plötzlich aufhören wird“, sagte Chris McGuire, ein früherer Mitarbeiter des Weißen Hauses, laut Reuters.
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