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BYD verkauft in Deutschland bald mehr als Dacia und Citroën

Дата публикации: 07-08-2026 11:42:00

E-Autos Stromer feiern dank Subventionen und Spritpreis-Hoch erneut Verkaufsrekorde. Am meisten profitieren chinesische Marken.

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Deutschland wird Elektro-Land: Stromer feiern dank Subventionen und Spritpreis-Hoch erneut Verkaufsrekorde. Am meisten profitieren davon chinesische Marken. Eine Analyse.

Batterie-Autos (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) erreichten im Juli 2026 zusammen einen Anteil von 40,7 Prozent an den Neuzulassungen in Deutschland. Dies stelle einen neuen Rekordwert in dar, so das Center of Automotive Management (CAM) in einer aktuellen Analyse. Die Zunahme attraktiver Modelle, neue Subventionen sowie hohe Kraftstoffpreise infolge des Irankrieges haben die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zusätzlich belebt.

Für das Gesamtjahr 2026 erhöht das CAM daher seine Prognose leicht. Erwartet werden nun 825.000 bis 850.000 neu zugelassene BEV in Deutschland. Dies entspräche einem reinen BEV-Anteil von rund 28 Prozent an allen Neuzulassungen.

Fast jedes dritte Auto ein reiner Stromer

Was für die Verbreitung der Emobilität gut ist, bedeutet allerdings nicht nur positive Nachrichten für Deutschlands kriselnde Autohersteller. „Die deutschen Konzernmarken dominieren den heimischen BEV-Markt zwar nach wie vor, ihr gemeinsamer Marktanteil ist im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedoch von 63,5 Prozent auf 54,2 Prozent spürbar zurückgegangen“, erklärt Stefan Bratzel vom CAM.

Denn tatsächlich profitieren chinesische Hersteller überproportional vom Elektro-Trend und damit auch von den neuen Subventionen für E-Fahrzeuge. Auch dass die E-Auto-Prämie vor allem Familien zugute kommt, wie es die Bundesregierung in Aussicht gestellt hatte, bewahrheitet sich in Marktdaten nicht.

  • BYD verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut KBA-Daten ein Plus von 322 Prozent bei den Zulassungen (Marktanteil jetzt 2,0 Prozent). Dafür sorgten nicht nur E-Autos, sondern auch Hybridmodelle wie der bald als Taxi eingesetzte BYD 6-DMi. Von Januar bis Juli wurden in Deutschland 31.492 BYD-Neuwagen zugelassen. Damit haben die Chinesen fast schon Citroën eingeholt (31.904 Zulassungen) und befinden sich zudem in Schlagdistanz zu Dacia (40.844 Zulassungen). Denn die Billig-Marke Dacia kann wegen weniger Elektro-Modelle kaum von den aktuellen Elektro-Subventionen profitieren und verzeichnet sogar ein leichtes Minus bei den Zulassungen. Im Gesamtjahr 2026 dürfte BYD also Dacia ganz sicher überholen.
  • Leapmotor kann sich über ein Plus von 311 Prozent freuen und 11.138 Neuzulassungen im ersten Halbjahr. Die Marke gehört zum Stellantis-Konzern.
  • MG Roewe, bekannt geworden vor allem durch den Stromer MG4, musste seine Pole Position mittlerweile an BYD abtreten. Trotzdem reichte es für knapp 20.000 Neuzulassungen bei einem Plus von 47 Prozent.
  • XPeng verzeichnet ein Pus 246 Prozent (4610 Neuzulassungen).

Alle China-Hersteller bringen in rasanter Abfolge immer neue Modelle auf den deutschen Markt. Die Erfolgsmeldungen sollten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele China-Autobauer bislang noch gar nicht erfolgreich sind. Teilweise sagt das zwar nichts aus, etwa bei Geely, wo der große Verkaufs-Push mit Autos wie dem E2 und E5 erst noch ansteht.

Doch auch schon länger bei uns vertretene Marken wie Great Wall Motors (GWM) oder Lynk & Co dümpeln mit schlechten Verkaufszahlen eher dahin. Das größte Plus aller Marken in der KBA-Statistik verzeichnet übrigens die türkische Elektro-Marke TOGG mit 23.000 Prozent (!). In absoluten Zahlen bedeutet das aber nur, dass von Januar bis Juli 233 Autos zugelassen wurden.

Der klimapolitische Effekt der E-Autos

Die Elektro-Welle nützt also vor allem chinesischen Herstellern, wenn auch nicht allen gleichermaßen. Und sie hat einen Nebeneffekt, der etwas politischen Druck von der deutschen Autoindustrie wegnimmt. Denn da der CO2-Ausstoß eines E-Autos immer mit null Gramm in die Statistik eingeht, egal wie der Strom zum Aufladen tatsächlich produziert wird, fördert das die Emissionsreduzierungsziele im Verkehrssektor. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller neuen PKW ging im Juli um 15,1 Prozent zurück und lag bei 91,2 g/km. Für die Hersteller sinkt bei steigendem E-Anteil in ihren Flotten die Gefahr, Klima-Strafen an die EU abführen zu müssen.

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