Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Wütende Passagiere: Mehr als 120.000 Klagen gegen Airlines

Дата публикации: 09-08-2026 08:34:00

Immer mehr Passagiere ärgern sich über Verspätungen, Annullierungen oder miserablen Service bei Fluggesellschaften – und klagen. Die Gerichte haben viel Arbeit.

Основное содержимое страницы с новостью.

Immer mehr Passagiere beschweren sich über Verspätungen, Annullierungen oder miserablen Service bei Fluggesellschaften – und klagen. Die Gerichte können sich vor Arbeit kaum retten. Für 2026 rechnen Experten mit so vielen Rechtsstreitigkeiten wie noch nie.

Die Lufthansa wirbt mit dem Slogan „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Yes.“ Für Ralf B.* aus München wirkt ein solches Versprechen wie Hohn. Die Fluggesellschaft brachte ihn weder rechtzeitig an den richtigen Ort, noch wollte sie für die Kosten aufkommen, die dem Passagier durch seine Odyssee entstanden sind. Es geht um eine Taxiquittung über 300 Euro.

Nicht nur Lufthansa betroffen: Immer mehr Passagiere klagen

Statt ihrem Kunden das von ihm ausgelegte Geld schnell und unbürokratisch zurückzugeben, blockte die gerade 100 Jahre alt gewordene Airline unter Verweis auf interne „Richtlinien“ hartnäckig ab. Fast sechs Wochen lang musste der Mann um sein Geld kämpfen, sich erklären, E-Mails schreiben, Dokumente schicken. Ein nerviger, zeitraubender Prozess, der bei dem langjährigen Lufthansa-Kunden vor allem eines auslöste: Frust.

Damit ist er nicht allein. Immer mehr Passagiere ärgern sich über Verspätungen, Annullierungen, Nichtbeförderungen oder miserablen Service und pochen auf ihre Rechte. Nicht selten lehnen Fluggesellschaften Entschädigungszahlungen ab. Die Folge: Gerichte und Schlichtungsstellen werden jedes Jahr mit zigtausend Anfragen bzw. Klagen überflutet.

Für 2026 rechnen Experten mit Rekord an Rechtsstreitigkeiten

Nach FOCUS-online-Recherchen gingen allein in Köln, Frankfurt am Main und Erding bei München im vergangenen Jahr mehr als 52.000 Klagen von Fluggästen ein. Insgesamt liefen bei den 19 Gerichten an Standorten mit großen Flughäfen mehr als 121.000 Entschädigungsklagen von Reisenden auf, 44 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Für 2026 rechnen Experten mit so vielen Rechtsstreitigkeiten wie noch nie.

Haben auch Sie Probleme mit einer Airline? Erzählen Sie uns Ihre Geschichten rund um Verspätungen, Flugausfälle, Gepäckverlust & Co.! Sie erreichen uns unter mein-bericht@focus.de

Im Fall von Ralf B. lenkte die Lufthansa nach einem zermürbenden Hickhack schließlich ein. Man zahlte ihm die Taxifahrt im Ausland, die nur durch Flugausfälle und Verspätungen nötig geworden war. In einer E-Mail entschuldigte sich eine Mitarbeiterin des Kundenservice für die „entstandenen Unannehmlichkeiten“. Zitat: „Wir verstehen, dass das Warten auf eine Lösung frustrierend sein kann und entschuldigen uns aufrichtig für die verlängerte Bearbeitungszeit Ihres Falls.“

Amtsgerichte an Flughafen-Standorten mit Klagen überflutet

Hätte die Lufthansa nicht gezahlt, wäre Ralf B. vor das Amtsgericht Erding gezogen. Es entscheidet über finanzielle Entschädigungen von Passagieren am Flughafen München, deren Flüge verspätet waren oder kurzfristig storniert wurden. Mit den Streitigkeiten rund um Flugreisen haben die Erdinger Richter alle Hände voll zu tun. Rund 95 Prozent ihrer gesamten Zivilverfahren sind sogenannte „Fluggastrechtesachen“.

Allein 2025 waren in Erding 11.100 Fälle anhängig, in denen Passagiere Fluggesellschaften verklagt hatten. 2024 waren es sogar rund 13.300. „Im ersten Quartal 2026 haben wir auch schon wieder rund 2000 Verfahren“, wie Gerichtssprecher Markus Nikol gegenüber FOCUS online erklärte. Welche Airlines jeweils betroffen sind, wird in Erding nicht erfasst.

2024 gab es in Köln 41.000 Verfahren zu Problemen bei Flügen

Deutschlandweit Spitzenreiter ist das Amtsgericht Köln. 2024 gab es dort knapp 41.000 Verfahren zu Problemen bei Flugreisen, rund 35.000 davon betrafen allein die Lufthansa, so Gerichtssprecher Philipp Benz zu FOCUS online. In Köln hat die Lufthansa ihren juristischen Firmensitz. 2025 schlugen am Amtsgericht Köln rund 22.200 Verfahren zu Fluggastrechten auf, in mehr als 14.000 Fällen ging es um Probleme bei der Lufthansa.

Beim Amtsgericht Frankfurt am Main zählte man 2025 etwa 19.100 Fluggastrechte-Verfahren, knapp 5000 mehr als im Jahr zuvor, ein Plus von 34 Prozent. Wie Gerichtssprecher Karl-Stefan Konow auf Anfrage von FOCUS online mitteilte, wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits 8195 solcher Verfahren registriert.

Bei dem für den Hauptstadtflughafen BER zuständigen Amtsgericht Königs Wusterhausen summierten sich die Entschädigungsklagen von Reisenden letztes Jahr auf rund 19.200, das waren etwa 5000 Fälle mehr als im Jahr 2024.

Schlichtungsstelle Reise & Verkehr: Neue Höchststände

Eine noch drastischere Fall-Zunahme verzeichnet die Schlichtungsstelle Reise & Verkehr mit Sitz in Berlin. Im ersten Halbjahr 2026 erreichten den Verein rund 29.000 neue Anträge auf außergerichtliche Streitbeilegungen. Dies ist ein neuer Höchststand und liegt mehr als 50 Prozent über den jeweils entsprechenden Zeiträumen der beiden Vorjahre. Auf den Bereich Flug entfielen mit rund 24.000 Schlichtungsanträgen rund 83 Prozent des Gesamtaufkommens.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Schlichtungsstelle Reise & Verkehr eine „deutlich höhere“ Fallzahl als in den Vorjahren (2024: 45.634 neue Anträge, 2025: 41.996 neue Anträge). Nach eigenen Angaben können die allermeisten Streitigkeiten zwischen den Parteien gütlich gelöst werden. Die Einigungsquote im Rahmen einer Schlichtung liegt durchschnittlich bei über 85 Prozent.

Hier finden Sie einen Überblick über Ihre Rechte als Fluggast

Fluggäste können wählen, ob sie am Sitz der Gesellschaft oder am Abflugort vor Gericht ziehen. Immer mehr Menschen nutzen Internet-Portale, um ihre Ansprüche schnell und einfach durchsetzen zu können. Die Fluggastrechte sind komplex und Gegenstand zahlreicher Gerichtsentscheidungen. Einen zusammenfassenden Überblick zu den wichtigsten Rechten finden Sie hier.

*) Name von der Redaktion geändert

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Генконсульство РФ: нарушения в работе авиакомпаний затронули около 10 тыс. россиян0015-06-2025
2Что делать, если отменили или задержали рейс0004-07-2025
3Bei Überbuchung - Warum die Prämie für späteres Fliegen schrumpfen kann01030-07-2026
4Более 250 пилотов подали в суд на Ryanair из-за невыплаты отпускных011.8205-08-2026
5Роспотребнадзор: в Москве на 80% выросло число жалоб на задержки рейсов и отмены туров013.9628-07-2026
6Warten auf verspätete Passagiere: Airline zahlt trotz Störung0513-06-2026
7Ärger bei Air Baltic: Crew bekommt Vorrang vor Passagieren – Paar ausgebucht07.4317-06-2025
8Wetten auf Flugverspätungen: FlightAware lässt Klage fallen08.9312-08-2026
9Исследование: каждый десятый россиянин хотя бы раз опаздывал на самолет0002-09-2019
10Familj strider för ersättning – flygresan hem försenades med 12 timmar 0529-05-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 11.16. Источник: rss.focus.de.