Wer morgens nur kurz ein Handtuch auf die Liege legt, um sich den Platz zu sichern, könnte beim Zurückkommen überrascht werden. Zahlreiche Strandorte greifen durch und beschlagnahmen rigoros.
Wer morgens nur kurz ein Handtuch auf die Liege legt, um sich den Platz zu sichern, könnte beim Zurückkommen überrascht werden. Zahlreiche Strandorte greifen durch und beschlagnahmen rigoros.
Morgens am Meer kaum ein Mensch – dafür jede Menge reservierte Strandliegen. Adria-Urlauber kennen dieses Bild nur zu gut. Wer erst später zum Strand kommt, hat kaum noch eine Chance auf einen Platz im Schatten. In Supetar auf der Insel Brač in Kroatien geht Bürgermeisterin Ivana Marković (47) nun gegen diese Praxis vor.
In einer offiziellen Mitteilung der Stadt stellt sie klar: „Es ist nicht gestattet, Handtücher, Liegestühle, Sonnenschirme und andere persönliche Ausrüstung zurückzulassen, um den Platz für die spätere Nutzung zu ‚reservieren‘.“
Die sozialdemokratische Politikerin begründet ihre Entscheidung mit dem kroatischen Gesetz: Öffentliche Strände in Kroatien stehen der Allgemeinheit zur Verfügung und müssen für alle zugänglich bleiben. Deshalb kontrollieren die Stadtmitarbeiter in Supetar die Strände bereits am Morgen.
Wer seine Sachen zurücklässt, bekommt zunächst einen schriftlichen Hinweis und eine Frist, um sie selbst zu entfernen. Erst danach werden die Gegenstände beschlagnahmt. Die Stadt kündigt weitere Kontrollen an und setzt zunächst auf Prävention.
Supetar ist mit dem Vorgehen nicht allein. Auch in Makarska an der dalmatinischen Küste und in Sveti Filip i Jakov nahe Biograd gehen Gemeinden gegen reservierte Strandplätze vor. Mitarbeiter von Stadt und Polizei entfernen dort zurückgelassene Handtücher und Liegen. Abtransportiert wird im Mülllaster.
Noch konsequenter geht die Gemeinde Tučepi neben Makarska vor. Dort kann seit 2024 für ein zurückgelassenes Handtuch laut dem Kurier ein Bußgeld von 130 Euro fällig werden.
In Supetar bleibt es zunächst bei Hinweisen und anschließendem Einsammeln der Gegenstände. Die Stadt macht in einer Mitteilung zu den ersten Kontrollen Ende Juli jedoch deutlich, dass die Kontrollen fortgesetzt werden.
„Sehr richtig - endlich diese Unsitte zu verbieten”
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