Tief unter der Erde im Schweizer Kanton Obwalden entsteht ein außergewöhnliches Bauprojekt. Wohlhabende Kunden können sich hier bald eigene Felshöhlen kaufen, um wertvolle Besitztümer vor globalen Gefahren zu schützen.
Tief unter der Erde im Schweizer Kanton Obwalden entsteht ein außergewöhnliches Bauprojekt. Wohlhabende Kunden können sich hier bald eigene Felshöhlen kaufen, um wertvolle Besitztümer vor globalen Gefahren zu schützen.
Inmitten des Schweizer Brünig-Massivs entsteht derzeit ein hochgesichertes unterirdisches Depot für wohlhabende Menschen. Wie der Westschweizer Sender RTS berichtet, baut das Unternehmen Brünig Mega Safe dafür riesige Höhlen, auch Kavernen genannt, tief im Fels der Gemeinde Lungern. Die Anlage liegt mehr als einhundert Meter unter der Oberfläche und soll einen Schutz bieten, der mit der Schweizerischen Nationalbank vergleichbar ist. Dort sollen künftig unter anderem teure Kunstwerke, Edelmetalle und Oldtimer gelagert werden.
Wer Zutritt zu den rund 20 Tresorräumen sucht, muss laut dem Initiator des Projekts, Thomas Gasser, strenge Sicherheitsbarrieren überwinden. In dem Beitrag von RTS erklärte Gasser den genauen Ablauf beim Einlass. „Man muss zuerst eine Schleuse passieren. Es wird nötig sein, aus dem Fahrzeug auszusteigen. Es wird verschiedene Kontrollen geben, die wir der Öffentlichkeit natürlich nicht verraten“, so der Unternehmer.
Die Nachfrage nach solchen Schutzräumen ist wegen weltweiter geopolitischer Krisen stark gestiegen. Nach Ansicht von Gasser suchen viele Menschen nach neuen Zufluchtsorten für ihr Eigentum. Er betont: „Lange Zeit galt Dubai als sicher. Heute wird diese Sicherheit infrage gestellt. Die Menschen wollen einfach einen Teil ihres Vermögens in Sicherheit bringen.“
Die reichen Kunden können die einzelnen Kavernen für eine Dauer von 99 Jahren nutzen. Einstiegspreis: circa eine Million Schweizer Franken. Die ersten Tresorräume sollen bereits 2027 fertiggestellt werden. Das Vorhaben im beschaulichen Lungern stößt bei den Anwohnern allerdings auf geteilte Meinungen.
Die Schweiz ist nicht zufällig ein Standort für die Vermögen der Superreichen. Laut Präsenz Schweiz, einer Einheit des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, gehört das Land zu den führenden und stabilsten Finanzzentren der Welt. Mehr als ein Fünftel des weltweiten grenzüberschreitenden Vermögens wird von Schweizer Banken verwaltet. Allein 2024 verwalteten sie ein Vermögen von rund 9,3 Billionen Franken (rund 10,1 Billionen Euro), etwa die Hälfte davon stammte aus dem Ausland.
Gleichzeitig setzt die Schweiz auf stabile und international anerkannte Regeln für ihren Finanzplatz. Diese Kombination aus internationalem Kapital, einem etablierten Finanzplatz und dem Ruf für Stabilität schafft ein Umfeld, in dem auch ungewöhnliche Angebote für sehr vermögende Kunden ihren Platz finden können.
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