Fährt Deutschland den Ausbau erneuerbarer Energien langfristig zurück, drohen laut Modellrechnung hohe Folgekosten. Allerdings rät das Gutachten, den Ausbau noch etwas zu verschieben.

Windräder vor Braunkohlekraftwerk Niederaußem: Die falsche Strategie kann Deutschland in der Energiewende viel Geld kosten. Foto: Henning Kaiser/dpa
Düsseldorf. Der aktuelle politische Kurs für die Energiewende könnte hohe, unnötige Kosten verursachen. Das zeigt eine Modellrechnung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI), die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Demnach könnten Steuerzahler und Unternehmen bis zum Jahr 2045 rund 70 Milliarden Euro einsparen, wenn die Energiewende anders verläuft als zurzeit geplant.
Auftraggeber des Gutachtens ist der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW). Obwohl der Verband die Interessen des Erneuerbaren-Sektors vertritt, kommt die Untersuchung nicht zu dem Ergebnis, dass Deutschland schlicht mehr erneuerbare Energien zubauen muss als bisher vorgesehen. Stattdessen soll der Ausbau von Photovoltaik und Windkraft sogar zunächst sinken.
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