Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Waldbrände in NRW: Hunderte Feuerwehrleute in der Nacht im Einsatz

Дата публикации: 14-08-2026 18:43:00


Bis Samstagmorgen unterstützen neue Kräfte die Brandbekämpfung im Hürtgenwald. Hubschrauber bleiben wegen Dunkelheit am Boden.

Основное содержимое страницы с новостью.

Wann die Anwohner nach Hause zurückkehren können, ist bislang unklar. © Nord-West-Media TV/dpa

Bis Samstagmorgen unterstützen neue Kräfte die Brandbekämpfung im Hürtgenwald. Hubschrauber bleiben wegen Dunkelheit am Boden.

21 Min Lesezeit

14.8., 20.42 Uhr: Rund 200 frische Einsatzkräfte sind am Abend im Hürtgenwald eingetroffen, um Feuerwehrleute im Waldbrandgebiet nach einem 24-Stunden-Einsatz abzulösen. Insgesamt 46 Fahrzeuge von Einheiten aus Leverkusen, dem Rheinisch-Bergischen-Kreis und dem Oberbergischen Kreis hätten sich auf den Weg gemacht, teilte die Lagedienstführung der Feuerwehr Leverkusen mit. Auch Kräfte von Hilfsorganisationen unterstützen die Feuerwehren. Die Bereitschaftskräfte sollen bis Samstagmorgen vor Ort eingesetzt werden.

Auch Feuerwehren aus Coesfeld und Gelsenkirchen wurden mit insgesamt 37 Fahrzeugen und 165 Einsatzkräften zur Unterstützung in das Waldbrandgebiet verlegt.

Nach Angaben des Kreises Düren sind aktuell rund 400 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und dem Landesbetrieb Wald und Holz im Einsatz. Je nachdem, wie sich die Wetterlage und der Wind entwickelten, würden die Einheiten „an den unterschiedlichen Fronten auch in der Nacht angreifen“, sagte Landrat Ralf Nolten (CDU). Hubschrauber könnten erst am Samstag wieder zum Einsatz kommen, da sie bei Dunkelheit nicht fliegen.

Landesinnenministerium übernimmt Koordinierung der Einsätze

14.8., 18.03 Uhr: In Zusammenhang mit den aktuellen Waldbränden in Nordrhein-Westfalen übernimmt das Landesinnenministerium die Koordinierung. Die sogenannte Koordinierungsgruppe des Krisenstabs der Landesregierung sei aktiviert worden, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums mit. Sie steuere die Zusammenarbeit aller betroffenen Ministerien und koordiniere die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte und Spezialgeräte.

„Aktuell sind neben den Hubschraubern der Polizei Nordrhein-Westfalen auch Hubschrauber der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz sowie der Bundespolizei und der Bundeswehr zur Brandbekämpfung im Einsatz“, hieß es.

Der Brand im Hürtgenwald im Kreis Düren hatte sich seit Donnerstagnachmittag ausgebreitet. Mittlerweile geht die Landesregierung davon aus, dass es sich um den größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens handele. Auch im Sauerland kämpfen Einsatzkräfte gegen mehrere Waldbrände. Dort ist die Lage nach Einschätzung der Feuerwehren allerdings unter Kontrolle.

NRW-Umweltminister von Ausmaß der Brände schockiert

14.8., 17.30 Uhr: NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) hat sich bestürzt über das Ausmaß des Waldbrandes im Hürtgenwald geäußert. „Ich komme ja aus der Region hier, bin hier aufgewachsen und kenne diesen Wald. Und das ist schon bitter, wenn man das hier sieht, was der Brand alles weggefressen hat in einer Dimension, wie ich das nie mir hätte vorstellen können“, sagte Krischer der Deutschen Presse-Agentur.

Krischer sagte, man sehe, dass die Wetterextreme immer extremer würden. „Das zeigt eben, die Folgen des Klimawandels treffen uns hier mit voller Wucht.“ Nun sei auf der einen Seite wichtig, beim Klimaschutz nicht nachzulassen. Auf der anderen Seite müssten sich die Menschen aber auch darauf einstellen. „Wir müssen mit diesen anderen, viel extremeren Wetterbedingungen umgehen.“

Waldbrand in der Eifel könnte größter der Geschichte NRWs sein

14.8., 15.50 Uhr: Nach Angabe des Kreises brennt eine Fläche von rund 300 Hektar, möglicherweise handelt es sich um den größten Waldbrand in NRW seit Jahrzehnten. Abschließend sei das aber erst nach den Löscharbeiten zu beurteilen, lautet die erste Einschätzung des NRW-Landwirtschaftsministeriums.

Feuerwehr arbeitet mit Schneisen gegen Ausbreitung des Brandes

14.8., 13.55 Uhr: Im Kampf gegen den großen Waldbrand in der Gemeinde Hürtgenwald soll nun auch Gegenfeuer als Mittel der Brandbekämpfung zum Einsatz kommen. Diese Taktik soll Brandschneisen in die Fläche im nordrhein-westfälischen Kreis Düren schlagen, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreitet, wie Feuerwehrsprecher Peter Berndgen sagte.

„Wir haben Expertenteams vor Ort, die genau diese Taktik gerade einsetzen“, sagte er. Neben der aus Kanada und Südeuropa bekannten Methode kämen auch Panzer der Bundeswehr und Motorsägen zum Einsatz, um für meist fünfzehn Meter weite Schneisen zu sorgen. Rund 300 Hektar Wald stehen in Flammen.

Hilfsangebote im Kreis Düren

14.8., 13.34 Uhr: Angesichts des großen Waldbrandes bei Hürtgenwald-Gey hat der Kreis Düren eine Anlaufstelle für spontane Hilfsangebote eingerichtet. Wer Unterstützung benötigt oder selbst helfen möchte, kann sich über ein Formular auf der Webseite des Kreises registrieren.

Die Angebote und Gesuche sollen dort gebündelt und koordiniert werden. Wegen des hohen Anfrageaufkommens könne allerdings die Bearbeitung etwas dauern, hieß es auf der Webseite. Der Kreis bittet darum, Hilfsangebote nicht an die Leitstelle zu richten, damit diese für Notfälle frei bleibt.

Löscharbeiten an Waldbränden im Sauerland laufen weiter

14.8., 12.54 Uhr: Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen haben die Waldbrände am Möhnesee und im Sauerland zwar unter Kontrolle gebracht – aber komplett gelöscht sind die Brände weiterhin nicht. Am Möhnesee und in Sundern werden die Bewässerung der Brandflächen und die Nachlöscharbeiten wohl noch den Tag über dauern, wie die Feuerwehren Soest und Sundern mitteilten. Auch bei Marsberg im Hochsauerlandkreis läuft die Brandbekämpfung noch.

Bei Sundern im Sauerland bekämpft die Feuerwehr den Waldbrand auf steilem und unwegsamem Gelände seit Mittwoch. Dort ist eine Fläche von rund 80.000 Quadratmetern verbrannt, seit Donnerstag ist das Feuer aber unter Kontrolle. Auch in der vergangenen Nacht sei die betroffene Fläche laut Feuerwehr weiterhin bewässert worden. Bei den Kontrollen zeige sich, dass im Boden punktuell noch immer sehr hohe Temperaturen vorhanden seien. Diese Stellen werden gezielt gelöscht, was noch den Tag über dauern werde.

Im Kreis Soest kämpft die Feuerwehr seit Donnerstag gegen das Feuer am Möhnesee an. Betroffen war laut Feuerwehr eine Fläche von rund 58.000 Quadratmetern. Seit Donnerstagabend sei das Feuer auch hier unter Kontrolle. In der Nacht waren 100 Einsatzkräfte damit beschäftigt, eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern – und das mit Erfolg. Wie die Feuerwehr Soest berichtete, wird nun der Waldboden teilweise umgegraben, um alle Glutnester abzulöschen. Durch die hohen Temperaturen und des steilen Geländes seien diese Arbeiten sehr kräftezehrend. Die Brandbekämpfung ziehe sich sicher noch bis zum Mittag oder Nachmittag, wie ein Sprecher der Polizei Soest mitteilte.

Hürtgenwald: Spezialfahrzeuge bei Waldbrand im Einsatz

14.8., 12.45 Uhr: Bei der Bekämpfung des Feuers im Hürtgenwald ist ein gerade erst in Dienst gestelltes Spezialfahrzeug des Landesbetriebs Wald und Holz im Einsatz. Der in der Region stationierte „Fire Fighter“ helfe bei den Löscharbeiten, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums.

Das Spezialfahrzeug kann sich mit 10.000 Litern Löschwasser den Weg auch durch schwieriges Gelände bahnen, wie der Landesbetrieb Wald und Holz Mitte Juli bei dessen Vorstellung demonstriert hatte. Dazu gehören auch steile Hänge. Das Löschwasser befindet sich in einem großen Tank, der auf einer Holzerntemaschine montiert ist. Die Wasserspritze ist um 360 Grad drehbar.

Das Speziallöschfahrzeug "Fire Fighter" des Landes Nordrhein-Westfalen fährt bei einer Übung durch schwieriges Gelände im Wald. (Archivbild)Das Speziallöschfahrzeug „Fire Fighter“ des Landes Nordrhein-Westfalen fährt bei einer Übung durch schwieriges Gelände im Wald. (Archivbild)© Thomas Banneyer/dpa

Das Spezialfahrzeug ist im Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde stationiert worden, um örtliche Feuerwehren bei Löscharbeiten im Wald zu unterstützen. Seit längerem ist im Sauerland ein erster „Fire Fighter“ stationiert. Dieser ist laut Ministerium im Arnsberger Wald im Einsatz und hilft bei Nachlöscharbeiten.

1.800 Menschen in Hürtgenwald evakuiert

14.8., 12.21 Uhr: Der Eifel-Waldbrand rückt an die Gemeinde Hürtgenwald heran. Das Feuer sei näher an den Ortsteil Gey gerutscht, sagte Landrat Ralf Nolten (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben einer Kreissprecherin sei das Feuer noch rund 150 bis 200 Meter von der Ortschaft entfernt.

Solange das Feuer nicht in die Baumkronen schlage, seien die Meterangaben allerdings noch nicht entscheidend, erläuterte Nolten. „Wir haben unten Löschzüge im Einsatz, die auch versuchen, den nassen Riegel davorzuschieben.“

Ein Helikopter der Bundespolizei nimmt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter Wasser aus einem großen Wassertank zum Löscheinsatz beim Waldbrand im Hürtgenwald auf.Ein Helikopter der Bundespolizei nimmt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter Wasser aus einem großen Wassertank zum Löscheinsatz beim Waldbrand im Hürtgenwald auf.© picture alliance/dpa

Zahlreiche Einsatzkräfte auch aus anderen Regionen sind vor Ort. Löschhubschrauber bekämpfen das Feuer aus der Luft, Wasserwerfer der Polizei sollen das Feuer von der Seite aus eindämmen. Zuvor war die Bundeswehr bereits mit zwei Panzern im Einsatz, um Schneisen in den Wald zu schlagen. Land- und Forstwirte unterstützen.

Die nächsten Stunden gelten als entscheidend für den Erfolg der schwierigen Brandbekämpfung. Im NRW-Landwirtschaftsministerium lief am Vormittag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf eine Krisensitzung mit Fachleuten.

Warnung vor Rauch und Brandgeruch in Bochum und Düren

14.8., 11.10 Uhr: Die Warn-App NINA meldet aktuell einen verbreiteten Rauch- beziehungsweise Brandgeruch im Bochumer Stadtgebiet. Die Ursache seien Waldbrände in NRW. Durch die aktuelle Windrichtung werde der Rauch bis nach Bochum getragen. Die zuständigen Behörden würden die Lage fortlaufend beobachten. Es bestehe allerdings keine Gefahr. Anwohner werden bei stärkerer Geruchs- oder Rauchbelästigung gebeten vorsorglich ihre Fenster und Türen zu schließen.

Wegen des Brandes in Hürtgenwald werden die Bewohner mehrerer Stadtteile in Düren gebeten, sofort geschlossene Räume aufzusuchen. Durch das Feuer gebe es aktuell eine Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag, teilte der Kreis Düren mit.

Waldbrand: Betreuungsstellen für Anwohner verlegt

14.8., 11 Uhr: Zwei Betreuungsstellen für Betroffene des Waldbrandes in Hürtgenwald werden verlegt. Es gebe eine starke Rauchentwicklung und Ascheaustrag, sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen. Die bisherigen Anlaufstellen in einer Grundschule im Ortsteil Straß sowie einem nahen Sport- und Schützenheim im selben Ortsteil müssten deshalb geräumt werden, teilte der Kreis mit. Neue Anlaufstelle sei eine Förderschule in Düren. Betroffene würden dorthin gebracht.

Hürtgenwald: Munitionsbelastung erschwert Löscheinsatz

14.8., 10.09 Uhr: Beim Waldbrand in Hürtgenwald kommen immer mehr Hubschrauber auch aus anderen Bundesländern zum Einsatz. Nach Angaben des Innenministeriums von Nordrhein-Westfalen sind aktuell schon fünf Hubschrauber mit ihren Besatzungen bei dem Einsatz eingebunden.

Dabei handele es sich im Detail um einen Hubschrauber der NRW-Polizei, einen Hubschrauber der Bundespolizei sowie drei Hubschrauber aus Rheinland-Pfalz und Hessen, sagte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums der dpa.

Ein zweiter Hubschrauber der NRW-Polizei werde für den Einsatz bei dem Waldbrand vorbereitet. Polizeihubschrauber können mit einem Wassertank versehen werden. Außerdem würden Wasserwerfer der Polizei für einen möglichen Einsatz bei dem Waldbrand vorbereitet. „Sie sind aber noch nicht angefordert“, sagte die Ministeriumssprecherin. Ob sie in dem Waldgebiet zu Einsatz kommen werden, hänge von der Einschätzung der Feuerwehr ab.

Beim Kampf gegen den großen Waldbrand in Hürtgenwald im Kreis Düren sind dem Landrat zufolge die nächsten Stunden entscheidend. „Wenn wir in Gey gelöscht haben, kommt es auf die nächsten Stunden an, ob wir die Hauptglutnester erkennen und auch ablöschen können“, sagte Ralf Nolten (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Im Laufe des Nachmittags sei wegen der steigenden Temperaturen mit einer Thermik zu rechnen, die die Feuer wieder anfachen könne. „Die Zeit bis Mittag ist für uns die entscheidende.“

Die Löscharbeiten des großen Waldbrandes in Hürtgenwald werden durch Weltkriegsmunition auf dem Gelände erschwert. „Das Gelände ist doch sehr schwierig und durch die hohe Munitionsbelastung können wir auch keine einzelnen Feuerwehrleute mit Löschrucksäcken reinschicken“, sagte Ralf Nolten (CDU), Landrat des Kreises Düren, der Deutschen Presse-Agentur. Im Laufe der Nacht sei auf dem Brandgelände bereits Munition hochgegangen. „Wir haben auch die Schläge gehört.“

Hürtgenwalder Bürgermeister: Hoffentlich keine weitere Evakuierung

14.8., 9.26 Uhr: Die Landesregierung hat den Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei beim Waldbrand in Hürtgenwald gedankt. „Dieser Waldbrand droht die Menschen vor Ort hart zu treffen“, schreibt die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) auf der Plattform X. „Ich danke den Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei, die seit Donnerstag mit großem Einsatz gegen die Flammen kämpfen und die Evakuierung besonnen durchführen“, erklärte die NRW-Wirtschaftsministerin weiter.

Vor dem Hintergrund der Evakuierung des Gemeindeteils Gey hofft Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen, dass die Menschen aus dem benachbarten Ortsteil Großhau nicht auch in Sicherheit gebracht werden müssen. „Hoffen wir mal nicht“, sagte Cranen (parteilos) dazu am Morgen der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gemeinde Hürtgenwald sei von viel Wald umgeben. „Ich hatte schon immer Angst bei diesen Temperaturen, dass was passiert“, sagte Cranen weiter.

Die Menschen seien alle sehr verständig gewesen und der Aufforderung der Polizei gefolgt, ihre Häuser zu verlassen. Wer nicht gehen konnte, sei mit Rettungswagen abgeholt worden. Aus einem Haus seien 15 Pflegebedürftige abgeholt worden, schilderte Cranen weiter. „Das ist alles sehr gut organisiert gewesen, und daher hat man das, glaube ich, gut aufgenommen, dass man den Eindruck hatte, man kümmert sich um uns.“

Hürtgenwald: Evakuierung des Ortsteiles Gey abgeschlossen

14.8., 8.26 Uhr: Die Evakuierung des Ortsteiles Gey der nordrhein-westfälischen Gemeinde Hürtgenwald ist abgeschlossen. Alle Bewohner des Gemeindeteils hätten ihre Häuser und Wohnungen verlassen, teilte eine Sprecherin des Kreises Düren mit.

Flammen an einem Waldweg in unmittelbarer Nähe zum Ort Hürtgenwald.Flammen an einem Waldweg in unmittelbarer Nähe zum Ort Hürtgenwald.© Jan Ohmen/dpa Hubschrauber hilft bei Waldbrand nahe Hürtgenwald

14.8., 7.59 Uhr: Mindestens ein Hubschrauber soll die Feuerwehr beim Löschen des Waldbrandes nahe Hürtgenwald unterstützen. Die Hilfe sei angefordert, sagte die Sprecherin des Kreises Düren. Feuerwehrleute versuchen zu verhindern, dass die Flammen den Ort erreichen.

Bereits am Donnerstag hatte ein Hubschrauber über dem Wald Löschwasser abgeworfen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Mit Einbruch der Dunkelheit konnte der Pilot aber nicht mehr fliegen.

Hürtgenwald: Krisenstab des Kreises Düren einberufen

14.8., 6.33 Uhr: Weil sich ein Waldbrand immer weiter auf die Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen zubewegt, ist der Krisenstab des Kreises Düren einberufen worden. Das sagte eine Sprecherin des Kreises der Deutschen Presse-Agentur. Der Krisenstab werde nun die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen besprechen.

Am frühen Morgen hat die Evakuierung des Ortsteils Gey begonnen, in dem gut 1.800 Menschen leben.

Waldbrand bedroht NRW-Ortsteil in Hürtgenwald: Evakuierung

14.8., 6.10 Uhr: Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen wird ein Ortsteil evakuiert. Der Ortsteil Gey, in dem gut 1.800 Menschen leben, ist „sofort zu evakuieren“, teilte die Gemeinde in der Eifel am frühen Morgen mit. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet.

Die Warn-App Nina zeigt die höchste Warnstufe „Extreme Gefahr“ an. Nach Angaben der Gemeinde bewegt sich das Feuer immer weiter auf den Ortsteil zu. Inzwischen sind die Flammen nur noch etwa 400 Meter von dem Ort entfernt. Bei der Evakuierung ist es bislang zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagte eine Polizeisprecherin am frühen Morgen.

Betroffene sollen nur die nötigsten privaten Gegenstände sowie Ausweisdokumente und Medikamente mitnehmen, hieß es weiter. Wer bei der Evakuierung Hilfe benötigt, kann sich unter der Telefonnummer 02429 3090 melden. Bewohner sollen gegebenenfalls Mund und Nase etwa mit einem Stofftuch, Kleidung oder einer Maske bedecken. Eine Anlaufstelle werde laut Gemeinde in der Grundschule Straß eingerichtet.

In der Nacht waren die Flammen zunächst noch gut 500 Meter von dem Ort entfernt. Dann drehte sich der Wind und das Feuer rückte weiter vor. Um kurz vor 4.00 Uhr entschied sich die Feuerwehr für die Evakuierung, hieß es weiter.

Nach Angaben der Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch die Flammen gefährdet. Eine Evakuierungsaufforderung gibt es dort bislang nicht. Die Menschen werden aber aufgefordert, den Bereich zu meiden.

Insgesamt stehen seit Donnerstagnachmittag rund 25 Hektar Wald bei der Gemeinde Hürtgenwald in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer „Großschadenslage“.

Acht Hektar Wald im Sauerland verbrannt – Feuer am Möhnesee

14.8. 6 Uhr: Seit Mittwoch bekämpft die Feuerwehr im Sauerland bei Sundern einen Waldbrand auf steilem und unwegsamem Gelände. Dort sei eine Fläche von rund 80.000 Quadratmetern verbrannt, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr. Das Feuer sei inzwischen zwar unter Kontrolle, aber noch immer nicht gelöscht. Rund 100 Einsatzkräfte seien weiterhin vor Ort, um immer wieder aufflammende Glutnester zu löschen. Ein Ende der Arbeiten sei noch nicht absehbar.

Das Feuer war am Mittwoch gegen 14.30 Uhr in einem steilen und schwer zugänglichen Bereich des Waldes ausgebrochen. Bis die Löscharbeiten beginnen konnten, habe die Fläche in voller Ausdehnung gebrannt, so der Sprecher.

Waldbrand im Saarland dauert an

13. 8., 22.33 Uhr: Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen seit dem Nachmittag einen Waldbrand bei Ottweiler im Landkreis Neunkirchen. Nach derzeitiger Einschätzung seien maximal rund zehn Hektar betroffen, teilte das saarländische Innenministerium mit. „Bei 33 Grad Celsius und starker Rauchentwicklung ist der Einsatz besonders belastend.“ Vier Einsatzkräfte wurden verletzt. Sie werden aufgrund von Rauch- und Hitzeeinwirkungen medizinisch versorgt.

Vorsorglich wurden eine Gaststätte und ein Wohnmobilstellplatz evakuiert. An den Seiten des Brandes mit angrenzender Wohnbebauung sichern Einheiten aus dem Landkreis St. Wendel einen Bereich mit eigener Wasserversorgung, wie es hieß.

Der Sprecher der Feuerwehren Landkreis Neunkirchen, Andreas Kuhn, sagte, es seien Kräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz aus mehreren Landkreisen im Einsatz. Es sei inzwischen gelungen, eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes zu stoppen. „Der Einsatz wird die Kräfte voraussichtlich noch längere Zeit beschäftigen“, sagte Kuhn.

Rhein-Pegel fällt unter 50 Zentimeter

13.8., 14.30 Uhr: Auf dem Rhein bei Köln fahren nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein wegen des historischen Niedrigwassers kaum noch Schiffe. „Die Schifffahrt wird sich von selbst einstellen“, sagte der Außenbezirksleiter Markus Neumann der dpa. Schiffe dürften zwar immer noch fahren. Es lohne sich aber so gut wie für gar keinen mehr, noch zufahren.

Es sei extrem auffällig, wie lang die Pausen zwischen den Schiffen auf dem sonst vielbefahrenen Strom am Donnerstagmorgen gewesen seien, sagte Neumann. Ein dpa-Reporter berichtete, dass es kaum noch Schiffsverkehr gebe. Laut Neumann ist an den Eichmarken der Schiffe außen zu erkennen, dass fast alle der wenigen noch fahrenden Schiffe bei Köln leer seien.

Aktuell werde jeden Tag ein neuer historischer Tiefpunkt des Wasserstandes am Pegel Köln gemessen. Am Donnerstagmittag ist ein Pegelstand von 49 Zentimeter gemessen worden. Nach der weiteren Abschätzung des Amtes könnte der Pegelstand in Köln an diesem Sonntag 47 Zentimeter erreichen. Das wären 22 Zentimeter weniger als der alte historische Tiefststand vom 23. Oktober 2018 vor der starken Trockenheit in diesem Sommer.

Waldbrand im Sauerland: Hilfe per Hubschrauber aus dem Kreis Unna

13.8., 14.20 Uhr: Ein rund acht Hektar großer Waldbrand zwischen Arnsberg und Sundern hat seit Mittwochnachmittag die Einsatzkräfte beschäftigt. Am Donnerstagmorgen war das Feuer unter Kontrolle. Unterstützung kam dabei auch aus dem Kreis Unna: Ein Wasserförderzug der Feuerwehren Unna und Kamen brachte ein Hochleistungsfördersystem mit leistungsfähiger Pumpe und Schläuchen ins Sauerland, um Löschwasser näher an den Brandherd zu transportieren.

Auch aus der Luft wurde der Brand bekämpft. Ein Hubschrauber der Landespolizei war mit einem sogenannten „Bambi Bucket“ unterwegs, der bis zu 820 Liter Wasser fasst. Der Helikopter nahm mehrfach Wasser aus dem Sorpesee auf und flog zum Auftanken zum Dortmunder Flughafen, wobei er unter anderem über Fröndenberg, Schwerte und Holzwickede zu sehen war.

Waldbrand in Hagen gelöscht

13.8., 7.50 Uhr: Waldbrand in Hagen: In Hagen-Haspe hat sich am Mittwochabend ein Feuer von einem Holzstapel auf einen Hang ausgebreitet. Rund 70 Einsatzkräfte waren bei dem Waldbrand vor Ort. Noch vor Mitternacht brachte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Die Feuerwehr Hagen war gegen 20.45 Uhr alarmiert worden, nachdem Anrufer eine starke Rauchentwicklung gemeldet hatten.

Als die ersten Feuerwehrleute das schwer zugängliche Gelände erreichten, kamen ihnen bereits meterhohe Flammen entgegen. Mehrere Hundert Quadratmetern Wald stand in Flammen. Zur Brandbekämpfung griffen die Einsatzkräfte das Feuer von zwei Seiten an. Noch vor Mitternacht hatte die Feuerwehr den Waldbrand nach Angaben der Westfalenpost unter Kontrolle. Die Löscharbeiten und weitere Kontrollen wurden anschließend noch über Stunden fortgesetzt.

Bahnstrecke bei Krefeld nach Böschungsbrand weiter gesperrt

13.8., 6.58 Uhr: Nach einem rund zwei Kilometer langen Böschungsbrand ist die Bahnstrecke zwischen Krefeld und Neuss am Morgen weiter gesperrt. Das Feuer sei gelöscht. Aktuell untersuchten Fachleute die Strecke auf mögliche Schäden, sagte ein Bahn-Sprecher am Morgen. Von dem Ergebnis hänge es ab, wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden könne. Laut dem Portal „Zuginfo.NRW“ sind die Linien RE 7, RE 10 und RB 37 betroffen. Zwischen Krefeld und Düsseldorf wurde demnach ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Ein Feuerwehrmann ist bei Löscharbeiten eines Böschungsbrands an Bahngleisen im Einsatz. Wegen Schäden durch Böschungsbrände ist die Bahnstrecke zwischen Krefeld und Neuss aktuell gesperrt. Mittlerweile seien die Brände unter Kontrolle.Zahlreiche Feuerwehrleute kämpfen über Stunden gegen den Böschungsbrand.© –/Feuerwehr Meerbusch/dpa

Zahlreiche Feuerwehrleute hatten bis in die Nacht gegen die Flammen gekämpft. Die Trockenheit habe die Ausbreitung des Brandes begünstigt, erklärte die Feuerwehr. Durch die Flammen sei die Bahntrasse mitsamt Kabelkästen in Mitleidenschaft gezogen worden, erläuterte eine Feuerwehrsprecherin am Abend. Die Feuerwehr vermutet, dass der Brand durch von einem Güterzug ausgehende Funken ausgelöst wurde.

Waldbrände in mehreren Regionen – wo es in Deutschland gerade brennt

12.8., 12.38 Uhr: In Deutschland stehen in Folge von Trockenheit und Hitze weiterhin Tausende Quadratmeter Wald in Flammen. Die Waldbrände sind nach Angaben der jeweiligen Einsatzkräfte aber unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauerten allerdings noch an:

Im niedersächsischen Lingen (Landkreis Emsland) sind rund 3.000 Quadratmeter Wald abgebrannt. „Die Glutnester sind massiv“, sagte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr. Das Löschen werde noch Stunden dauern, Landwirte helfen demnach mit Güllefässern bei der Wasserversorgung. Niemand sei verletzt. Das Feuer war am frühen Morgen ausgebrochen. Die Einsatzkräfte dort haben den Brand nach eigenen Angaben unter Kontrolle und gehen nicht davon aus, dass sich das Feuer weiter ausbreitet.

Unter Kontrolle ist derzeit auch ein Waldbrand bei Plauen im Vogtlandkreis in Sachsen. Die Stadtverwaltung meldete am Morgen Erfolge bei der Brandbekämpfung. Das Feuer im Gebiet „Schwarzes Holz“ hat eine Fläche von etwa sieben Hektar erfasst, die mit einer Hanglage und viel Unterholz sehr schwer zugänglich sind, wie die Verwaltung mitteilte. Sieben Hektar entspricht etwa der Größe von knapp zehn Fußballfeldern. Die Löscharbeiten werden den Angaben zufolge voraussichtlich noch länger andauern – mindestens den gesamten Mittwoch sowie voraussichtlich die Nacht zur Kontrolle, hieß es.

Im baden-württembergischen Ortenaukreis haben Feuerwehren stundenlang gegen gleich mehrere Waldbrände gekämpft. Dann gab es die vorsichtige Entwarnung: Zwei Brände in Steinach und Nordrach wurden demnach gelöscht, beim dritten in Zell am Harmersbach dauern die Nachlöscharbeiten an, wie ein Polizeisprecher am frühen Morgen sagte. Am Dienstagnachmittag waren zwei Brände nahe Biberach ausgebrochen, später ein dritter in Nordrach. Rund 16 Hektar Wald – was etwa der Fläche von gut 22 Fußballfeldern entspricht – standen in Zell am Harmersbach in Flammen. Die Einsatzkräfte hätten die Lage im Griff, erklärte der Kreisbrandmeister in der Nacht. Laut einem Polizeisprecher gab es am Morgen noch Glutnester, die Nachlöscharbeiten dauern an.

Dürre macht Sprit teurer – lokale Engpässe möglich

11.8., 12.58 Uhr: Inzwischen bekommen auch Autofahrer zu spüren, dass im Rhein zu wenig Wasser ist: Es macht den Sprit teurer. „Das derzeitige Niedrigwasser am Rhein wirkt preistreibend“, sagt der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer. Es sei aber nur einer von mehreren Einflussfaktoren auf die aktuellen Spritpreise. Hintergrund ist, dass der Rhein auch für Öl, Benzin und Diesel als Transportweg genutzt wird. In großen Tankschiffen ist dies in der Regel deutlich günstiger als mit vergleichsweise kleinen Lkw. Nach Angaben des Experten steigen durch das aktuelle Niedrigwasser „die Logistikkosten für den Transport von Kraftstoffen und einzelnen Vorprodukten teilweise deutlich an.“

Die höheren Kosten machen sich auch in der regionalen Spritpreisverteilung bemerkbar, wir auf dem Spritpreisportal „Tankerkönig“ zu sehen ist. Die teuersten Bundesländer bei Benzin sind – zum Stand Dienstagmorgen – Nordrhein-Westfalen und Hessen vor Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Bei Diesel liegen NRW und Hessen auf Platz zwei. Und auch auf Landkreisebene fällt auf, dass sich – insbesondere bei Benzin – die teuren Gegenden in der westlichen Hälfte Deutschlands ballen, während es in Bayern – vor allem in seiner südlichen Hälfte – am günstigsten ist. Die Unterschiede betragen dabei einige Cent – bei Benzin sind es zwischen Bayern und NRW beziehungsweise Hessen rund 7 Cent, bei Diesel rund 8.

Verband warnt: Rhein bald nicht mehr durchgängig befahrbar

10.8., 13.11 Uhr: Wegen des anhaltenden Niedrigwassers schlagen die Binnenschifffahrer Alarm. An dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub werde im Laufe der Woche erstmals ein nur noch einstelliger Wert erwartet, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), Jens Schwanen, der „Rheinischen Post“. Die gewerbliche Schifffahrt werde bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gelte für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt, warnte er.

„Im Prinzip ist der Rhein damit nicht mehr durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt“, sagte Schwanen. Zwischen den ARA-Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen sowie Nordrhein-Westfalen bis etwa Köln könne der Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet weiterhin stattfinden. Weiter südlich gebe es Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel und Main sowie auf dem Main-Donau-Kanal.

Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nie

10.8., 7.50 Uhr: Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. Die Durchschnittstemperatur in der Region, zu der auch Deutschland zählt, betrug in dem Zeitraum 21,62 Grad, wie der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mitteilte. Damit lag sie 2,79 Grad über dem langjährigen Juni-Mittel von 1991 bis 2020.

Für Gesamteuropa war der vergangene Monat mit einer Mitteltemperatur von 20,49 Grad nur der elftwärmste Juli. Weltweit war er – zusammen mit 2024 – mit etwa 16,90 Grad der zweitwärmste. Rekordhalter bleibt der Juli 2023 mit nach damaligen Angaben 16,95 Grad. Der vergangene Monat lag global um 1,47 Grad über dem vorindustriellen Juli-Niveau.

Auch die Weltmeere heizten sich auf Rekordniveau auf. Die Meeresoberflächentemperatur war im Juli den Angaben zufolge so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in diesem Monat. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,96 Grad. Der bisherige Höchstwert von 20,89 Grad stammt aus dem Juli 2023.

Fahrverbot ausgesetzt – erste Laster rollen am Sonntag

9.8., 12.05 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist das Fahrverbot für bestimmte Lkw an Sonn- und Feiertagen vorübergehend aufgehoben. Am ersten Sonntag seit Inkrafttreten der Ausnahmegenehmigung sind bereits einige Laster auf den Autobahnen in NRW zu sehen, wie dpa-Reporter berichten.

Ein Lastwagen fährt auf der Autobahn 3. Zur Bewältigung der Folgen des Niedrigwassers am Rhein hebt Nordrhein-Westfalen das Fahrverbot für bestimmte Lkw an Sonn- und Feiertagen vorübergehend auf.Die Ausnahmeregelung gilt in NRW zunächst bis zum 31. August.© Roberto Pfeil/dpa

Das NRW-Verkehrsministerium hatte das Fahrverbot am Freitag „für Beförderungen sowie Leerfahrten, die unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang mit der Bewältigung der Folgen des Niedrigwassers am Rhein stehen“ ausgesetzt. Wegen des anhaltenden Niedrigwassers können viele Frachtschiffe derzeit nur mit einem Bruchteil der üblichen Ladung fahren.

Bilger kündigt Sofortmaßnahmen gegen Niedrigwasser-Folgen an

7.8., 11.30 Uhr: Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat nach einer Niedrigwasser-Fachkonferenz in Bonn mehrere kurzfristige Maßnahmen angekündigt. Sie sollen der Wirtschaft helfen, Lieferketten auf den wichtigen Wasserstraßen wie Rhein, Donau und Elbe aufrechtzuerhalten. „Wir können das Wetter nicht beeinflussen, aber wir könnten dafür sorgen, dass unsere Wirtschaft besser durch diese schwierigen Wochen kommt“, sagte Bilger nach dem Spitzentreffen mit Wirtschaftsvertretern und Verbänden.

So werde man mit den Ländern über Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw für besonders betroffene Güter sprechen. Das Gleiche gelte auch für die schnellere Genehmigung von Schwertransporten, die auf die Straße verlagert werden müssen. „Ich habe bereits mit den Ländern gesprochen und große Bereitschaft dazu erkennen können“, so Bilger.

Rhein wird vermessen

4.8., 6.30 Uhr: Der schmale Rhein wird nach Rekord-Tiefständen neu vermessen. An mehreren Orten starten heute für diese Aktion Schiffe des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein. Bei der gleichzeitigen Fahrt stromabwärts werde der Wasserspiegel des Rheins über die gesamte Flussstrecke erfasst, sagte Sprecher Moritz Axt.

Rhein-Pegel sinkt weiter

3.8., 16.38 Uhr: Immer weniger Wasser in Europas größter Wasserstraße: Das Rekord-Niedrigwasser des Rheins hat in Nordrhein-Westfalen seinen tiefsten Stand wahrscheinlich noch nicht erreicht. Laut Prognose des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein werden Donnerstag und Freitag noch drastischere Tiefstände für Köln, Düsseldorf, Duisburg-Ruhrort und Emmerich erwartet. „Es spitzt sich alles voraussichtlich noch stärker zu“, sagte Sprecher Moritz Axt.

Am Pegel Köln werden für Freitag nur noch 63 Zentimeter erwartet. Dabei ist der alte historische Tiefstand von 69 Zentimetern vom 23. Oktober 2018 gerade erst unterschritten worden. Der Pegelstand wurde am Samstag bei 67 Zentimetern abgelesen – zwei Zentimeter weniger als der alte Tiefstwert. Montagmittag waren es zwar 71 Zentimeter. Danach könnte sich aber der Abwärtstrend fortsetzen.

Am Pegel Düsseldorf sind für Freitag 17 Zentimeter vorhergesagt. Hier war erst am Sonntag ein Pegelstand von 20 Zentimetern gemessen worden. Das waren drei Zentimeter weniger als der alte historische Tiefstand von 23 Zentimetern vom 23. Oktober 2018. Auch hier ging es danach leicht hoch auf 24 Zentimeter.

Niedrigwasser-Konferenz mit dem Bundesverkehrsminister

3.8., 13.40 Uhr: Wegen des historischen Niedrigwassers am Rhein lädt Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für Donnerstag zu einer „Fachkonferenz“ nach Bonn ein. Das kündigte ein Sprecher seines Ministeriums in Berlin an. Wer an dem kurzfristig anberaumten Treffen teilnehmen wird, ist allerdings noch unklar. Die Einladungsliste werde gerade erstellt, hieß es aus dem Ministerium.

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hat aufgrund des Niedrigwassers und dem eingeschränkten Güterverkehr bereits die Einrichtung einer nationalen Taskforce angemahnt, bei der Vertreter von Bundesregierung, Ländern, Kommunen und der Logistikbranche zusammenkommen sollen.

Rheinpegel erreicht historischen Tiefstand Spaziergänger stehen am Ufer des Rhein, und schauen sich an, was der Fluss aufgrund von Niedrigwasser freigegeben hat. Die Meteorologen rechnen am Ende der nächsten Woche mit Regen, der die Situation beim Niedrigwasser lindern soll. Auch die Temperaturen werden angenehmer erwartet.Die Flüsse Nordrhein-Westfalens haben den Regen dieser Woche dringend nötig.© Roberto Pfeil/dpa

1.8., 15 Uhr: Das Niedrigwasser des Rheins hat in Nordrhein-Westfalen teils historische Tiefstwerte erreicht. Am Rhein-Pegel Köln wurden am Mittag 67 Zentimeter gemessen – das ist der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen, wie aus den Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht. Der bisherige Rekord-Tiefstand in Köln hatte am 23. Oktober 2018 bei 69 Zentimetern gelegen. Im weiteren Tagesverlauf und am Sonntag soll das Wasser laut Prognose wieder leicht steigen.

ZDF-„Politbarometer“: Mehrheit hält Hitzeschutz für unzureichend

31.7., 8.59 Uhr: Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland hält den Schutz vor großer Hitze für unzureichend. Im ZDF-„Politbarometer“ stimmten 83 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass hierzulande nicht genug getan werde – bei der Begrünung, Trinkbrunnen, kühlen öffentlichen Räumen und baulichen Maßnahmen gebe es noch Verbesserungsbedarf. Nur 13 Prozent halten die derzeitigen Vorkehrungen für ausreichend. Politische Überzeugungen sind dabei nachrangig: Unter den Anhängern aller Parteien gibt es der Umfrage zufolge klare Mehrheiten, die den Hitzeschutz für unzureichend halten.

Rund drei Viertel der Befragten (74 Prozent) machen sich zudem Sorgen, dass es in den nächsten Jahren viel häufiger zu extremen Wetterereignissen wie Hitzewellen, großer Trockenheit und Hochwasser kommen könnte. Ein Viertel (25 Prozent) teilt diese Befürchtung nicht.

Die Umfrage führte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durch. Befragt wurden vom 28. bis 30. Juli 1.405 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online. Die Erhebung ist nach Angaben der Forschungsgruppe repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.

Trockenster Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

30.7., 15.45 Uhr: Der Monat Juli war in Nordrhein-Westfalen nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der trockenste seit Beginn der Messgeschichte im Jahr 1881. Demnach wurde der Tiefstwert von 26 Litern Niederschlag auf den Quadratmeter aus dem Jahr 2018 mit nur 18 Litern nochmals deutlich unterboten.

Auch ungewöhnlich hohe Temperaturen und die vielen Sonnenstunden trugen zur hohen Verdunstung und damit zur verschärften Trockenheit im Westen von Nordrhein-Westfalen bei. Im Juli lag die Temperatur im Mittel bei 19,6 Grad (klimatologischer Mittelwert 16,9) und es gab 262 Sonnenstunden. Das waren 75 Sonnenstunden mehr als üblich.

Eine Person wird in einem Rollstuhl durch einen Flur geschoben. Im Vordergrund ist ein Ventilator.Besonders ältere Menschen sind laut RKI von den Hitzewellen betroffen. Sie machen einen großen Teil der hitzebedingten Todesfälle aus.© Christoph Reichwein/dpa RKI meldet fast 10.000 Hitzetode

In diesem Jahr sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) deutschlandweit bereits fast 10.000 Menschen wegen hoher Temperaturen gestorben. Die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle bis zum 19. Juli liegt bei 9.800, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität hervorgeht. Das ist mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren gab es demnach 2018 – damals waren es im gesamten Jahr rund 9.000.

Der Großteil der hitzebedingten Sterbefälle 2026 – mehr als 5.000 – geht dem RKI zufolge auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück, als es im Zuge einer Hitzewelle deutschlandweit vielerorts zu Temperaturen um 40 Grad kam. Laut RKI gab es 2026 in der Zeit von Anfang April bis zum 12. Juli schätzungsweise 7.900 Hitzetote. Innerhalb der nun betrachteten Woche vom 13. bis 19. Juli kamen demnach 1.900 hinzu.

Was hohe Temperaturen für den Menschen bedeuten

Typischerweise gibt es laut RKI in Wochen mit einer mittleren Temperatur über 20 Grad deutlich höhere Sterblichkeitswerte als in kühleren Sommerwochen. Die Auswertung basiert auf 52 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). In der Woche vom 13. bis 19. Juli lag die Wochen-Mitteltemperatur laut RKI bei 20,9 Grad. In zwölf Bundesländern seien mittlere Temperaturen über 20 Grad gemessen worden.

Große Hitze ist besonders für ältere Menschen gefährlich. Von den Todesopfern durch die Hitze zählten 5.420 zur ältesten Altersgruppe ab 85 Jahren. In der Gruppe von 75 bis 84 Jahren starben 2.460 Menschen, in der von 65 bis 74 Jahren waren es 1.260 Menschen und jünger als 65 Jahre waren 630 Menschen. Teilweise führt ein Hitzschlag zum Tod, meist sei die Ursache jedoch eine Kombination aus Hitzeexposition und bestehenden Vorerkrankungen, heißt es vom RKI.

Debatte über Hitzeschutz dauert an

Rund um die Extrem-Hitze Ende Juni gab es eine Debatte über mehr Hitzeschutz. Vor allem aus der Opposition im Bundestag kam die Forderung nach mehr Investitionen, damit zum Beispiel Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Kitas bei künftigen Hitzewellen gekühlt werden. Nach Einschätzung von Pflegeschützern und Medizinern sind viele Einrichtungen auf Hitzewellen bislang unzureichend vorbereitet. Die Bundesregierung verwies auf die Zuständigkeit von Ländern und Kommunen.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) sieht dagegen den Bund beim Hitzeschutz stärker in der Pflicht. „Extremhitze ist längst kein Ausnahmeereignis mehr, sondern eine der größten sozialen und gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit“, sagte die Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier. „Besonders ältere Menschen, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranke, Kinder sowie Beschäftigte in der Gesundheits- und Sozialversorgung sind auf wirksamen Schutz angewiesen.“ Deshalb brauche Deutschland einen flächendeckenden und verbindlichen Hitzeschutz für alle Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge und der kritischen Infrastruktur.

Bund, Länder und Kommunen müssten die notwendigen Investitionen gemeinsam finanzieren und Hitzeschutz verbindlich in der Krisenvorsorge verankern. „Der Bund darf die Verantwortung dafür nicht länger auf Länder, Kommunen oder einzelne Träger abschieben“, sagte Engelmeier.

dpa

Oliver Berg/dpa 1/1 Ein Binnenschiff fährt bei niedrigem Pegelstand unter der Südbrücke über den Rhein. (zu dpa: „Niedrigwasser-Konferenz mit dem Bundesverkehrsminister“) © Oliver Berg/dpa

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Löscharbeiten im Hürtgenwald gehen in der Nacht weiter039.5514-08-2026
2Großeinsatz gegen Waldbrand: Löschhubschrauber unterstützen Kampf gegen Feuer in NRW07.3514-08-2026
3Liveticker zum Waldbrand in Hürtgenwald: Löscharbeiten gehen in der Nacht weiter08.1414-08-2026
4Waldbrand im Saarland sorgt für Evakuierung: Mehrere Feuerwehrmänner verletzt034.8113-08-2026
5Waldbrände nahe Arnsberg und Möhnesee: Rauchgeruch zog nach Unna und Fröndenberg028.5213-08-2026
6Waldbrand bei Düren: Leverkusener Feuerwehr unterstützt Einsatz in Hürtgenwald09.2314-08-2026
7Längerer Einsatz: Feuerwehren aus Erkrath, Mettmann und Wülfrath helfen bei Waldbrand im Kreis Düren08.9314-08-2026
8Waldbrand in NRW - Über 2000 Menschen evakuiert - Feuer noch nicht unter Kontrolle013.7814-08-2026
9Waldbrände: Waldbrände bei Bordeaux: Wieder Tausende Touristen evakuiert011.0728-07-2026
10Drei Waldbrände nach Gewitter: Feuerwehr kämpft gegen Flammen011.8202-08-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 34.44. Источник: www.ruhrnachrichten.de.