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Canon EOS R6 V: Test der Vollformat-Systemkamera

Дата публикации: 08-08-2026 17:00:00

Die Canon EOS R6 V kommt mit der Technik der EOS R6 Mark III, ist aber auf Videos ausgelegt. Doch nicht nur da punktet die Systemkamera im Test.

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Mit der Technik der EOS R6 Mark III, aber voll auf Videos ausgelegtCanon EOS R6 V: Test der Vollformat-Systemkamera

Die Canon EOS R6 V ist mit ihrem eckigen Gehäuse, dem großen Griff und dem integrierten Lüfter konsequent auf Videoaufnahmen ausgelegt.

Foto: COMPUTER BILD / Sven Schulz

Die Canon EOS R6 V kommt mit der Technik der EOS R6 Mark III, ist aber auf Videos ausgelegt. Doch nicht nur da punktet die Systemkamera im Test.

Testfazit

Für Videofans ist die Canon EOS R6 V top. Sie liefert dank Vollformatsensor, schnellem Autofokus, vielen Profi-Zusatzfunktionen und guter Ausstattung sehr schnell tolle Ergebnisse. Fotos sehen bei der EOS R6 V auch richtig aus. Für Fotofans, die nur selten (oder nie) filmen, ist die EOS R6 Mark III trotzdem die bessere Wahl – denn nur die bringt einen großen und detailreichen Sucher mit.

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Pro

  • Top-Bildqualität bei Videos
  • Extrem viele Videozusatzfunktionen
  • Sehr schneller und genauer Autofokus
  • Filmt bis zu sechs Stunden am Stück

Kontra

  • Kein Sucher eingebaut

Systemkameras zum Filmen baut Canon schon viele Jahre. Allerdings waren die Kameras der EOS-C-Serie lange Zeit meist richtig teure Profimodelle. Inzwischen geht es auch etwas günstiger mit den Kameras der V-Serie. Nach der Kompaktkamera

Canon Powershot V1

und der Systemkamera

Canon EOS R50 V

kommt jetzt das zweite Systemkameramodell: Die EOS R6 V überzeugte im Test mit hoher Bildqualität und sehr vielen Videofunktionen. Damit sicherte sie sich eine Top-Platzierung in der Bestenliste der Vlogging-Kameras.

Box mit Griff

Typisch für viele auf Video ausgelegte Kameras: Das Gehäuse der EOS R6 V fällt ziemlich eckig aus (siehe Bild unten). Nur an der rechten Seite sorgt ein großzügig dimensionierter Griff für guten Halt. Für eine Vollformat-Systemkamera fällt die EOS R6 V recht leicht, aber etwas dicker als üblich aus. Sie wiegt mit Speicherkarte und Akku 681 Gramm, zusammen mit dem getesteten Kitobjektiv RF 20-50mm f4 L IS USM PZ sind es 1.098 Gramm.

Für das Extra an Dicke sorgt das eingebaute Kühlsystem: Zwischen dem eigentlichen Gehäuse und dem Display hat Canon einen Lüfter eingebaut, der die Kamera kontinuierlich kühlt und so eine Überhitzung verhindern soll. Das sorgt für eine lange Aufnahmedauer, auch bei rechenintensiven Videoaufnahmemodi. Die EOS R6 V nimmt bis zu sechs Stunden am Stück auf. Danach schaltet die Kamera automatisch ab. Technisch wäre auch eine deutlich längere Aufnahme möglich, Canon beschränkt die Aufnahmedauer aber in der Software der Kamera.

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Mit der Technik der EOS R6 Mark III

Die Bildelektronik übernimmt die EOS R6 V zu großen Teilen vom Schwestermodell

EOS R6 Mark III

. Das machen viele Hersteller, damit für eine Videokamera nicht unbedingt ein neuer Sensor entwickelt werden muss, Sony beispielsweise bei der

Alpha 7S III

und

FX3

, Nikon bei der

Z6 III

und der

ZR

. Der Sensor der EOS R6 V bietet mit einer Auflösung von 32 Megapixeln (6960x4640) eine gute Kombination aus feiner Detailwiedergabe und überzeugender Lichtstärke. Noch detailreicher sind meist nur deutlich teurere Kameras mit höherer Auflösung wie die

EOS R5 Mark II

, die

Panasonic Lumix S1R II

oder die

Sony Alpha 7R VI

. Selbst bei sehr hohen ISO-Einstellungen sehen die Aufnahmen der EOS R6 V richtig gut aus. Ab ISO 6400 sind aber Kameras mit geringerer Auflösung etwas besser, etwa die Nikon ZR mit 24 Megapixeln.

Ansicht des Gehäuses der Canon EOS R6 V von oben. Die Kamera liegt auf der Rückseite auf einem weißen Tisch.

Das Gehäuse der Canon EOS R6 V fällt etwas dicker aus – das liegt am eingebauten Lüfter.

Foto: COMPUTER BILD / Sven Schulz

Videofunktionen im Gros

Die EOS R6 V bietet sehr viele Videofunktionen: Sie filmt mit bis zu 7K und nutzt dabei im Open-Gate-Format (fast) den ganzen Sensor (Auflösung 6912x4608 Pixel). Das ist praktisch, wenn beispielsweise eine Videoaufnahme später sowohl im Breitbildformat 16:9 für YouTube als auch im Hochformat für Instagram oder TikTok gezeigt werden soll. In 4K (3840x2160 Pixel) filmt die Kamera mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde. Die Videos sehen schon mit den Standardeinstellungen richtig gut aus. Bei kontrastreichen Motiven lohnt es sich, mit der Funktion "Custom Picture" ein Farbprofil zu wählen – am einfachsten ist da HLG, das können viele Fernseher direkt abspielen. Es gibt auch noch fünf weitere Farbprofile, darunter auch Profi-Formate wie Canon Log 3 oder BT.709. Zusätzlich lassen sich 14 weitere Farbprofile erstellen und anpassen. Zusätzliche Videofunktionen der EOS R6 V sind beispielsweise eine Aufnahme im RAW-Format oder mit 10 Bit Farbtiefe im 4:2:2-Farbschema (siehe Bild unten).

Ansicht der Rückseite der Canon EOS R6 V auf einem weißen Tisch. Auf dem Display sind die Videoaufnahmeeinstellungen zu sehen.

Die Canon EOS R6 V bietet fünf Videoformate an, darunter auch eine Aufnahme im RAW-Format.

Foto: COMPUTER BILD / Sven Schulz

Der Autofokus ist richtig gut

Mit der Bildelektronik übernimmt die EOS R6 V von der EOS R6 Mark III auch den Autofokus. Der überzeugt auch im V-Modell mit einer sehr aufwendigen Motiverkennung, die bereits im Automatikmodus sehr schnell und sehr genau arbeitet. Sie lässt sich auf Wunsch in drei Kategorien festlegen: Personen, Tiere und Fahrzeuge. Damit macht die EOS R6 V bei Actionaufnahmen eine richtig gute Figur. Den entscheidenden Moment fängt sie dabei mit bis zu 41 Bildern pro Sekunde bei Serienaufnahmen ein. Größter Nachteil der EOS R6 V hier: Über den Schwenk-Monitor lässt sich das Motiv in heller Umgebung nicht so leicht verfolgen. Dafür ist es nicht hell genug. Zudem lenken die Spiegelungen auf dem Display ab. Da ist der Sucher im Schwestermodell EOS R6 Mark III die bessere Wahl. Gut: Bei Videos führt der Autofokus der EOS R6 V die Schärfe schön gleichmäßig nach. Das sieht bei Videos meist besser aus, selbst wenn das Motiv dann mal kurz etwas unscharf ist.

Ansicht der Canon EOS R6 V von schräg hinten. Auf der Kamera ist ein externes Mikrofon aufgesetzt.

In den Zubehörschuh der Canon EOS R6 V passen auch digitale Mikrofone.

Foto: COMPUTER BILD / Sven Schulz

Besserer Ton mit Zubehör

Der Ton klingt bei der EOS R6 V über das eingebaute Mikrofon wie bei den meisten Digitalkameras etwas hallern. Wer ihn schon beim Videodreh aufnehmen möchte, sollte ein externes Mikrofon verwenden. Dafür bietet die EOS R6 V zwei Anschlüsse: einmal analog über eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse, einmal digital über den Zubehörschuh. Da passen beispielsweise das

Canon DM-E1D

und Mikrofonadapter für Profi-Mikrofone mit XLR-Anschluss rein (gibt es von Canon und Tascam). Die sorgen für hörbar besseren Ton. Bei der Audioaufzeichnung erlaubt die EOS R6 V Formate mit 16 Bit (Standard) oder 24 Bit (für flexiblere Nachbearbeitung). Auf das moderne Profi-Format mit 32-Bit-Float, das noch größere Dynamikreserven bietet, verzichtet Canon allerdings.

Testergebnisse Canon EOS R6 V

Kommt ohne Verschluss

Typisch Videokamera: Die EOS R6 V hat keinen mechanischen Verschluss – der wird bei Videoaufnahmen nicht gebraucht. Davon merken Fotografen und Fotografinnen in der Praxis aber nur wenig, denn der Sensor der EOS R6 V wird sehr schnell ausgelesen – das klappt sogar ohne aufwendige Zusatzelektronik oder Zusatzspeicher auf dem Bildsensor. Ab der Firmware-Version 1.10 ist auch mit dem elektronischen Verschluss Blitzen möglich (mit einer kürzesten Belichtungszeit von einer Sechzigstelsekunde). Gut: Störende Verzerrungen durch das zeilenweise Auslesen des Sensors sind nur bei sehr schnellen Querbewegungen zu sehen.

Externe Verlinkung

Canon

EOS R6 V

  • Top-Bildqualität bei Videos
  • Extrem viele Videozusatzfunktionen
  • Sehr schneller und genauer Autofokus
  • Filmt bis zu sechs Stunden am Stück
  • Kein Sucher eingebaut

2.399,00 EUR

Test-Fazit Canon EOS R6 V

Für Videofans ist die Canon EOS R6 V top. Sie liefert dank Vollformatsensor, schnellem Autofokus, vielen Profi-Zusatzfunktionen und guter Ausstattung sehr schnell tolle Ergebnisse. Fotos sehen bei der EOS R6 V auch richtig gut aus. Für Fotofans, die nur selten (oder nie) filmen, ist die EOS R6 Mark III trotzdem die bessere Wahl – denn nur die bringt einen großen und detailreichen Sucher mit.

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