Hannah aus Wellington hat ihren Master in der Tasche und möchte in der Arbeitswelt durchstarten. Doch die Jobsuche gestaltet sich kompliziert.
Hannah aus Wellington hat ihren Master in der Tasche und möchte in der Arbeitswelt durchstarten. Doch die Jobsuche gestaltet sich kompliziert.
Wie in vielen anderen Ländern auch wird es in Neuseeland immer schwieriger, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden. Der Einsatz künstlicher Intelligenz und die starke Konkurrenz durch erfahrene Arbeitskräfte erschweren den Berufseinstieg zusätzlich. Hannah Tollison aus Wellington kann ein Lied davon singen.
Sie hatte 2023 ihren Bachelor of Communications erworben und schloss kürzlich ihren Master ab. Dann begann die Jobsuche. Tollison sagte dem Sender Radio New Zealand, sie habe sich von Juli 2025 bis Juli 2026 auf 661 Stellen beworben, hatte 53 Vorstellungsgespräche und zwei Jobangebote. „Es ist sehr schwierig. Sich zu bewerben, fühlte sich ironischerweise manchmal wie eine Vollzeitstelle an.“
Nach ihrem Bachelorstudium fand sie zwar eine Stelle im öffentlichen Sektor, doch ihre Position wurde innerhalb eines Monats im Rahmen staatlicher Kürzungen wieder aufgelöst.
Bei ihren Bewerbungen verzichtet sie auf künstliche Intelligenz. „Ich nutze die Fähigkeiten, die ich während meines Studiums erworben habe. Ich habe all diese Bewerbungen mit meinem eigenen Verstand und meinen eigenen Händen geschrieben“, so Tollison zur Radio New Zealand. Sie will weitermachen und hat sich inzwischen eine Trostformel zurechtgelegt. Wenn sie eine Absage erhalte, sage sie zu sich: „Sie suchten einen Sonnenuntergang, doch ich bin ein heller, blauer Himmel.“
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Auch in Deutschland ist die Arbeitsplatzsuche schwierig. Im Jahr 2025 waren rund 1,2 Millionen Menschen zwischen 15- und 29 Jahren „weder erwerbstätig, noch in der Schule, einer Ausbildung oder einer anderen Qualifizierung“. Das geht aus einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit hervor, die Zahlen stammen aus einer Erhebung von dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat).
Die Statistik von Eurostat zeigt, dass elf Prozent der 15- bis 29-Jährigen im Jahr 2025 in der EU weder erwerbstätig, noch Studium oder Ausbildung waren. Die höchsten Zahlen konnten in Italien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien verzeichnet werden. Deutschland liegt unter dem europäischen Durchschnitt.
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