Der Zusammenbruch von Vincent Kompany überschattet beim FC Bayern alles – auch die Verleihung des Ballon d'Or und das Topspiel in Freiburg. Wie lange der 40-Jährige ausfällt, ist offen.
23.10.2026 · 19:05 Uhr
Brach nach dem Training zusammen und musste ins Krankenhaus gebracht werden: Bayern-Trainer Vincent Kompany.
Foto: AFP/KARL-JOSEF HILDENBRANDMünchen · Der Zusammenbruch von Vincent Kompany überschattet beim FC Bayern alles – auch die Verleihung des Ballon d'Or und das Topspiel in Freiburg. Wie lange der 40-Jährige ausfällt, ist offen.
Vor dem Topspiel beim SC Freiburg drehte sich beim FC Bayern zunächst fast alles um den goldenen Abend von Harry Kane - doch die Verleihung des Ballon d'Or rückte am Freitagabend in München ganz schnell in den Hintergrund. Vielmehr machte sich der Rekordmeister große Sorgen um Trainer Vincent Kompany.
Der 40-Jährige musste am Freitag mit dem Krankenwagen in eine Münchner Klinik gebracht werden. Der Belgier war nach dem Training für die Partie am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) in Freiburg auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße zusammengebrochen, als er einer Einheit der FCB-Amateure zuschauen wollte. „Kompany wird im Krankenhaus eingehend untersucht und in medizinischer Obhut bleiben“, teilte der Klub mit.
„Die Gesundheit von Vincent Kompany hat für uns höchste Priorität. Wir werden beim FC Bayern alles tun, damit er sich schnell erholt“, sagte Sportvorstand Max Eberl besorgt. Kompany erhalte „alle notwendige medizinische Betreuung und Unterstützung und alle Zeit, die er benötigt. Sein Trainerteam, dem wir voll und ganz vertrauen, übernimmt seine Aufgaben. Wir alle beim FC Bayern wünschen Vinnie eine schnelle Genesung.“ In Freiburg wird Kompany von seinem Assistenten Aaron Danks vertreten.
Der Bayern-Coach hatte schon am vergangenen Wochenende beim 6:1 über Leipzig sichtbar mit Problemen nach einer Virusinfektion zu kämpfen gehabt. Auch beim Abschlusstraining und bei der Pressekonferenz am Dienstag vor dem Champions-League-Gipfel gegen Arsenal hatte der Belgier deshalb gefehlt und war von den Bayern-Ärzten um den Team-Internisten Prof. Dr. Roland Schmidt noch einmal ausführlich untersucht worden. Am Mittwoch war Kompany aber wie gewohnt an der Seitenlinie dabei gewesen.
„Als Trainer will man immer alles tun und alles machen. Ich habe einen ziemlich saftigen Virus bekommen letzte Woche, habe dann natürlich nicht auf meinen Körper gehört und dann hat der Körper irgendwann gesagt: Jetzt hör mal auf!“, hatte Kompany noch nach dem 2:2 gegen die Gunners gesagt.
Die Nachricht von Kompanys Zusammenbruch überschattete natürlich auch das bisher größte Gesprächsthema bei den Münchnern: Erhält Superstar Kane am Montagabend im Palladium Theatre von London wirklich die Auszeichnung zum Weltfußballer?
Er versuche, betonte Kane, „nicht zu viel daran zu denken“. Aber es sei „schon sehr aufregend für alle“, berichtete Kane vor der „riesengroße Veranstaltung“, in die er als Topfavorit geht - Weltmeister Lamine Yamal hin, WM-Rekordtorschütze Kylian Mbappé oder „Messias“ Lionel Messi her.
Sich selbst und seiner Frau hat Kane verordnet: „Wir sollten es einfach genießen und uns nicht so viel Stress machen.“ Den hat der 33-Jährige ohnehin genug. Nach Arsenal (2:2) ist vor Freiburg ist vor Magdeburg (Pokal) ist vor dem Klassiker gegen Dortmund ist vor dem nächsten Champions-League-Hit bei Atlético Madrid. „Wir haben so viele wichtige Spiele vor uns“, sagte er.
Und die Bayern müssen nicht nur den Ausfall von Kompany verkraften. Zwar kehrt Michael Olise nach seiner Europacup-Sperre zurück. Luis Díaz (Muskelbündelriss) aber fällt für all die Top-Spiele und länger aus. Jamal Musiala steht frühestens für Magdeburg bereit. Zu Joshua Kimmich (familiärer Trauerfall) gibt es noch keine Auskunft, Min-Jae Kim ist angeschlagen.
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