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KI-Chatbot Claude alarmiert nach Drohungen die Polizei

Дата публикации: 06-10-2026 12:14:00

Eine US-Amerikanerin ist nach Gewaltandrohungen in einem Chatbot festgenommen worden. Die Künstliche Intelligenz selbst hatte zuvor den Ernst der Lage erkannt und die Polizei verständigt.

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Eine US-Amerikanerin ist nach Gewaltandrohungen in einem Chatbot festgenommen worden. Die Künstliche Intelligenz selbst hatte zuvor den Ernst der Lage erkannt und die Polizei verständigt.

Die 30-jährige Frau aus Florida hatte in ihrem Chatverlauf mit dem Programm Claude angekündigt, das Gebäude des Sheriffs von Lee County angreifen zu wollen. Am darauffolgenden Tag äußerte sie zudem, eine neue Waffe erworben zu haben. Die internen Sicherheitssysteme des Chatbots stuften diese Nachrichten als konkrete Bedrohung ein. Nach einer Überprüfung durch Mitarbeiter des Entwicklerunternehmens Anthropic wurde schließlich die Polizei alarmiert.

30-Jährige in Florida festgenommen

Die Beamten nahmen die Tatverdächtige am 30. September in ihrer Wohnung fest. Wegen der schriftlichen Gewaltandrohung drohen der Beschuldigten in Florida nun bis zu 15 Jahre Haft. Wie die „Bild“ berichtet, steht der entsprechende Gerichtstermin für November an. Demnach nutzte die Frau den Chatbot wie ein persönliches digitales Tagebuch.

Überwachung der Chatverläufe ist Standard

Dieser Vorfall verdeutlicht, dass Unterhaltungen mit Künstlicher Intelligenz keineswegs privat sind. Betreiber von Chatbots wie Claude, ChatGPT oder Gemini überprüfen die Chats systematisch auf Gefahrenpotenziale. Laut der „Bild“ warnt auch der zuständige Sheriff Carmine Marceno vor der Illusion einer anonymen Nutzung. Nutzer sollten sich stets bewusst sein, dass im Hintergrund auch menschliche Prüfer mitlesen können.

Eine automatisierte Erkennung und Weiterleitung solcher Daten ist unter bestimmten Voraussetzungen auch in Deutschland zulässig. Die europäische Datenschutz-Grundverordnung steht einer Datenweitergabe bei konkreten Gefahren für die Allgemeinheit nicht im Weg.

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