Gewinnsprung bei Nokia +++ Roche legt starkes Sommerquartal hin und bestätigt den Ausblick +++ Nachholeffekte stärken Aussichten bei IBM +++ Der Newsblog.

Produktion bei Sartorius: Die Rückzahlung von US-Zöllen an die Kunden belastet das Geschäft. Foto: obs
Ein Zukauf beschert dem Bahn-Zulieferer Vossloh volle Auftragsbücher und einen Umsatzsprung, drückt aber auf den Gewinn. Der Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten dank der Übernahme des französischen Betonschwellen-Herstellers Sateba um knapp 20 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Sondereffekte aus der Übernahme sowie höhere Kosten hätten das operative Ergebnis (Ebit) jedoch um 20 Millionen auf 56,6 Millionen Euro schrumpfen lassen. Unter dem Strich halbierte sich der Konzerngewinn auf 22,9 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr bestätigte Vossloh seine Prognose, konkretisierte sie jedoch: Der Umsatz soll im mittleren Bereich der Spanne von 1,51 bis 1,61 Milliarden Euro landen, während das Ebit mit 100 bis 110 Millionen Euro eher am unteren Ende erwartet wird.
Dank starker Nachfrage im KI- und Cloud-Geschäft hat der finnische Netzwerkausrüster Nokia im dritten Quartal einen überraschend hohen Gewinn erzielt. Der vergleichbare Betriebsgewinn stieg auf 605 (Vorjahr: 448) Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 453 Millionen Euro gerechnet. Der vergleichbare Umsatz legte um zehn Prozent auf 5,15 Milliarden Euro zu und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen. An seinem Ausblick für das Gesamtjahr hielt der Konzern fest.
Die Nachfrage von Kunden aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud habe sich zu einem wichtigen Wachstumstreiber entwickelt, hieß es. Der Umsatz mit diesen Kundengruppen sei im Jahresvergleich um 123 Prozent gestiegen, der Auftragseingang um 118 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.
Der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius schraubt seine Umsatzerwartungen für das laufende Jahr wegen der Rückzahlung von US-Zöllen an seine Kunden leicht zurück. Grund sind veränderte zollbezogene Rahmenbedingungen in den USA: Nachdem der Supreme Court bestimmte Zölle für unzulässig erklärt hatte, kompensiert Sartorius seine Kunden für bereits gezahlte Aufschläge.
In den ersten neun Monaten profitierte das Unternehmen von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Laborausrüstung und Verbrauchsmaterialien. Der Umsatz stieg um knapp fünf Prozent auf rund 2,74 Milliarden Euro. Währungsbereinigt stand ein Plus von gut acht Prozent zu Buche. Das operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich um 6,9 Prozent auf 828 Millionen Euro. Die entsprechende Marge stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent.
Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat zum dritten Mal in diesem Jahr seine Prognose für den Betriebsgewinn angehoben. Als Grund nannte das Unternehmen am Donnerstag die anhaltende Stärke im Luftfrachtgeschäft und Marktanteilsgewinne in der Seefracht. Der in mehr als 100 Ländern tätige Konzern erwarte nun einen wiederkehrenden Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,5 bis 1,6 Milliarden Franken, teilte Kühne+Nagel mit. Zuletzt war die Prognose im Juli auf eine Spanne von 1,35 bis 1,55 Milliarden Franken erhöht worden. Analysten hatten im Schnitt mit einem Betriebsgewinn von 1,5 Milliarden Franken gerechnet.
Im dritten Quartal verbuchte der Konzern bei einem Umsatzplus von 22 Prozent auf 7,4 Milliarden Franken einen Anstieg des Ebit um 53 Prozent auf 435 Millionen.
Der Nahrungsmittelriese Nestlé hat sein Wachstum im dritten Quartal 2026 beschleunigt. Von Juli bis September zogen die Verkaufsmengen um 2,8 Prozent an. Im Vorquartal hatten die Volumina um 1,8 Prozent zugelegt. Dazu kamen Preiserhöhungen von 1,1 Prozent, sodass sich das organische Wachstum auf insgesamt 4,0 Prozent belief.
Der Umsatz des Schweizer Konzerns erreichte 22,8 Milliarden Franken. Analysten hatten einer vom Unternehmen selbst erhobenen Umfrage zufolge mit einem Umsatz von 22,5 Milliarden Franken und einem organischen Wachstum von 3,4 Prozent gerechnet.
Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im dritten Quartal dank stark gefragter Medikamente und einer Erholung im Diagnostik-Geschäft weiter zugelegt. Erstmals seit Längerem profitierte der Konzern dabei wieder von günstigen Wechselkursen.
Der Umsatz stieg in Franken um acht Prozent. Währungsbereinigt wuchsen die Erlöse um sieben Prozent. In den ersten neun Monaten setzte Roche dabei insgesamt 46,5 Milliarden Franken um. Analysten hatten mit einem Plus gerechnet, da der stärkere Dollar den sonst starken Schweizer Franken etwas ausglich.
Roche bestätigte seinen Ausblick für das Gesamtjahr und rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich und einem Gewinnwachstum im hohen einstelligen Bereich. Zum Gewinn im dritten Quartal macht das Unternehmen traditionell keine Angaben.
Tesla-Investoren, die sich von der Quartalskonferenz des Autobauers Details zur am Vortag in Aussicht gestellten Fusion mit SpaceX erhofft hatten, wurden am Mittwoch enttäuscht. Konzernchef Elon Musk erklärte, der mögliche Zusammenschluss mit seinem Weltraumkonzern stehe heute nicht zur Diskussion.
Nachdem der Milliardär am Dienstag noch verkündet hatte, beide Unternehmen hätten „Sonderausschüsse“ gebildet, um über eine mögliche Fusion zu sprechen, blieb er am Mittwoch wortkarg. „Ich glaube, ich habe gestern alles gesagt, was es dazu zu sagen gibt“, so Musk. „Das ist, als würde man auf einem Minenfeld Stepptanz tanzen.“
Auch ansonsten blieb die Quartalskonferenz vergleichsweise ereignislos. Tesla konnte seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal nicht steigern, hat die Erwartungen der Analysten aber dennoch leicht übertroffen.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bekräftigt seine Wette auf die Künstliche Intelligenz (KI). Sein Meta-Konzern wird in diesem Jahr mindestens 135 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur investiert haben, wie er am Mittwoch bei der Vorlage der Quartalszahlen erklärte. Meta hob zudem das untere Ende der Spanne der Ausgabenprognose erneut um fünf Milliarden Dollar an.
In der Spitze geht Meta nach wie vor von 145 Milliarden Dollar an Investitionen aus. Zuckerberg baut damit die teuren KI-Rechenzentren im Wettbewerb mit Vorreitern wie dem ChatGPT-Entwickler OpenAI und dem mit Amazon verbandelten Start-up Anthropic aggressiv aus.
Das Geld für den KI-Ausbau liefert nach wie vor das boomende Werbegeschäft des Konzerns. Im vergangenen Quartal steigerte Meta den Umsatz im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 64,6 Milliarden Dollar. Unterm Strich stand ein Gewinn von 9,8 Milliarden Dollar (nach schwarzen Zahlen von 2,7 Milliarden Dollar vor einem Jahr).
Kräftiges Wachstum im Zukunftsgeschäft und eine höhere Profitabilität: SAP hat im dritten Quartal die Erwartungen der Börse übertroffen. Der Softwarehersteller steigerte den Umsatz um 13 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro, wie er am Mittwochabend mitteilte. Im nachbörslichen Handel stieg der Aktienkurs zunächst deutlich auf bis zu 214 Euro.
Der Konzern beweise, dass er Umsatz und Gewinn zugleich steigern könne, erklärte Finanzchef Dominik Asam. Er verwies auf „diszipliniertes Kostenmanagement und anhaltende Wachstumsdynamik in der Cloud“. Vorstandschef Christian Klein sprach von einem „ausgezeichneten dritten Quartal“.
Das Geschäft mit Cloudprodukten, die Kunden in der Regel als Abodienst beziehen, wuchs um 26 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand für die nächsten zwölf Monate – festgehalten im Current Cloud Backlog (CCB) – wuchs sogar um 28 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Die Kennzahl gilt als wichtiger Indikator für die künftige Geschäftsentwicklung.
Eine wieder anziehende Nachfrage verhilft IBM zu einem überraschend starken Quartalsergebnis. Auf dieser Basis hob der IT-Konzern am Mittwoch sein Wachstumsprognose für das Softwaregeschäft etwas an. Es dürfte um sieben bis acht Prozent zulegen, sagte FinanzchefJames Kavanaugh der Nachrichtenagentur Reuters. Bislang hatte er ein Plus von sechs bis acht Prozent vorhergesagt. Die IBM-Aktie stieg nachbörslich um 2,3 Prozent. Die Konzernerlöse stiegen im dritten Quartal den Angaben zufolge um 4,7 Prozent auf 17,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn wuchs um rund elf Prozent auf 2,95 Dollar je Aktie. Etwa ein Viertel des Wachstums sei auf verschobene Aufträge zurückzuführen, erläuterte Kavanaugh. Der Rest sei Neugeschäft.
IBM hatte im Sommer enttäuschende Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Das Unternehmen begründete dies mit kurzfristigen Umschichtungen in den IT-Budgets der Kunden. Sie wollten sich angesichts drohender weiterer Preiserhöhungen schwer erhältliche Hardware sichern. Als Reaktion darauf senkte das Unternehmen seine Prognose für den Konzernumsatz. Dieser werde voraussichtlich nur um vier bis fünf statt um mehr als fünf Prozent zulegen.
Der Onlinebroker Flatexdegiro sieht sich nach Zuwächsen im dritten Quartal auf Kurs zu seinem im Sommer angehobenen Jahresgewinnziel. Bei einem Umsatzwachstum um 14 Prozent auf 150 Millionen Euro stieg das Konzernergebnis im dritten Quartal im Jahresvergleich um fast 30 Prozent auf 50 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte. Dabei lieferte neben dem Wachstum des Brokerage-Geschäfts vor allem das Zinsergebnis Rückwind auf der Gewinnseite.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt die Unternehmensführung weiterhin einen Umsatz von rund 650 Millionen Euro sowie ein Konzernergebnis von 200 bis 230 Millionen Euro an.
Der Energieinfrastruktur-Anbieter Friedrich Vorwerk hat nach einem Gewinnsprung im dritten Quartal seine Prognose für 2026 angehoben. Beim Umsatz peile der Vorstand nun 760 bis 790 Millionen Euro an statt 730 bis 780 Millionen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) würden 220 bis 230 Millionen Euro anvisiert statt 180 bis 200 Millionen Euro.
Im dritten Quartal schnellte das Ebitda um 58 Prozent auf 80,9 Millionen Euro, während der Umsatz um 13 Prozent auf 228,3 Millionen Euro zulegte. Als Gründe für die gestiegene Profitabilität nannte der Vorstand unter anderem geringere Materialkosten.
Netflix hat einen überraschend hohen Quartalsgewinn verbucht. Der weltgrößte Streamingdienst gab am Dienstag jedoch einen verhaltenen Ausblick, nachdem das Umsatzwachstum auf den niedrigsten Stand seit knapp drei Jahren gesunken war. Darüber hinaus belasteten die Kosten für den Stellenabbau die Bilanz.
Die Erlöse stiegen in den vergangenen drei Monaten um knapp zwölf Prozent auf 12,87 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatten sie um 17,2 Prozent zugelegt. Eine Beschleunigung des Wachstums ist vorerst nicht in Sicht. Der US-Konzern erwartet für das Schlussquartal 2026 ein Plus von zwölf Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar.
Der Reingewinn sprang zwar um knapp 30 Prozent auf 0,87 Dollar je Aktie, der Hauptgrund hierfür waren jedoch verschobene Ausgaben. Im vierten Quartal dürfte das Nettoergebnis bei 0,67 Dollar je Aktie liegen. Analysten hatten mit 0,73 Dollar je Aktie gerechnet.
Dank eines boomenden KI- und Satellitengeschäfts hat SpaceX seinen Quartalsumsatz mehr als verdoppelt. Die Ausgaben für neue Rechenzentren hätten sich in den vergangenen Monaten jedoch nahezu verdreifacht.
Das US-Unternehmen steigerte die Erlöse den Angaben zufolge überraschend deutlich um 161 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar. Das stärkste Wachstum verzeichnete dabei die Sparte KI mit einem Plus von 830 Prozent. Sie erwirtschaftete 7,56 Milliarden Dollar und löste die Satellitentochter Starlink als wichtigsten Umsatzbringer ab. Dieser Geschäftsbereich verdient sein Geld hauptsächlich mit der Vermietung von Rechenkapazitäten für KI-Entwickler wie Anthropic oder Reflection AI.
In den vergangenen drei Monaten steckte SpaceX 16,4 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Dies war der Löwenanteil der konzernweiten Investitionen von 19,6 Milliarden Dollar.
Hohe Kerosinpreise dämpfen bei United Airlines trotz einer starken Ticketnachfrage die Gewinnaussichten für das Jahresende. Die US-Fluggesellschaft stellte am Dienstag für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn von 50 Cent bis 1,50 Dollar je Aktie in Aussicht. Der Mittelwert von einem Dollar liegt damit deutlich unter den Erwartungen von Analysten, die LSEG-Daten zufolge im Schnitt mit 1,76 Dollar gerechnet hatten. Zwar geht United im Schlussquartal von einem Umsatzplus von mehr als 20 Prozent aus, die rasant gestiegenen Treibstoffkosten schmälern die Gewinne jedoch. Das Unternehmen geht davon aus, im vierten Quartal 4,80 Dollar pro Gallone (etwa 3,8 Liter) Kerosin zahlen zu müssen.
Im abgelaufenen dritten Quartal verfehlte United mit einem bereinigten Gewinn von 2,54 Dollar je Aktie die Analystenschätzungen von 2,57 Dollar knapp.
Eine angehobene Prognose treibt die Aktien des US-Spielzeugherstellers Hasbro nach oben. Die Papiere des Anbieters von Spielen wie „Dungeons & Dragons“ und „Monopoly“ rücken im vorbörslichen US-Handel um rund drei Prozent vor. Hasbro rechnet nach einem starken dritten Quartal mit einem währungsbereinigten Jahresumsatzwachstum von sieben bis neun Prozent, nach zuvor fünf bis sieben Prozent.
Getragen wurde das Wachstum dem Unternehmen zufolge vor allem von der Sparte für digitale Spiele, deren Umsatz um 31 Prozent zulegte. Das Geschäft mit dem Sammelkartenspiel „Magic: The Gathering“ entwickelte sich seit sieben Quartalen in Folge erfolgreich. Zudem habe Hasbro von einer gestiegenen Nachfrage nach traditionellem Spielzeug und Sammlerstücken, etwa zu den Marken Marvel und Transformers, profitiert.
Der US-Autobauer General Motors GM (GM) hat im dritten Quartal dank einer robusten Nachfrage nach profitablen Pickups und SUVs die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Dies entsprach einem Gewinn von 3,70 Dollar je Aktie. Analysten hatten laut LSEG-Daten im Schnitt mit 3,63 Dollar gerechnet.
Der Umsatz erhöhte sich um 2,9 Prozent auf 50 Milliarden Dollar. GM profitierte unter anderem davon, dass weniger Elektrofahrzeuge verkauft wurden, die tendenziell eher Verluste einbringen. Neue E-Autos sind in den USA kaum noch gefragt, seit die US-Regierung von Donald Trump staatliche Kaufanreize im vergangenen Jahr gestrichen hat.
Der Triebwerksbauer GE Aerospace hat seine Erwartungen für das laufende Jahr dank der starken Nachfrage im Wartungs- und Ersatzteilgeschäft nach oben geschraubt. GE erwartet nun einen Gewinn je Aktie von 8,00 bis 8,10 Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bisher lag die Prognose bei 7,65 bis 7,85 Dollar je Aktie, Analysten rechneten im Schnitt mit 7,92 Dollar. Im dritten Quartal steigerte GE Aerospace den Umsatz im Kerngeschäft mit Triebwerken und deren Wartung um 21 Prozent auf 10,34 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn schnellte auf 2,25 (1,66) Dollar je Aktie, die Analystenprognosen hatten nur bei 2,01 Dollar gelegen.
Die österreichische Bank Bawag hat im dritten Quartal 2026 dank höherer Zinserträge und Kostensenkungen den Gewinn gesteigert. Der Nettogewinn kletterte im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 248 Millionen Euro, wie das Geldhaus am Montag mitteilte.
Der Nettozinsertrag stieg um acht Prozent auf 497 Millionen Euro. Die operativen Aufwendungen sanken unterdessen dank realisierter Synergien und Effizienzsteigerungen um zehn Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 bekräftigte die Bank ihr Ziel eines Nettogewinns von mehr als 960 Millionen Euro.
Das Wiener Finanzinstitut bereitet sich auf die Übernahme der irischen PTSB vor, deren Aktionäre der Transaktion bereits zugestimmt haben. Der Abschluss wird für das vierte Quartal 2026 oder das erste Quartal 2027 erwartet.
Der Logistik-Riese DHL hat dank Zuwächsen im Expressgeschäft seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben. Das Konzern-Ebit werde nunmehr über 7,0 Milliarden Euro betragen, teilte das Unternehmen am Freitagabend mit. Bisher lag die Prognose bei über 6,5 Milliarden Euro. Die Erwartung für die DHL-Bereiche wurde auf ein Ebit von über 6,4 Milliarden Euro erhöht, nach bisher 5,9 Milliarden Euro.
Der französische Elektronikkonzern Schneider Electric profitiert von der hohen Nachfrage nach Rechenzentren. Der Siemens-Rivale hob seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr am Freitag bereits zum zweiten Mal nach oben an: Der Umsatz soll 2026 um zwölf bis 14 Prozent zulegen, bisher hatte Schneider Electric einen Zuwachs von zehn bis 13 Prozent in Aussicht gestellt.
Das operative Ergebnis (Ebitda) soll - Zukäufe nicht eingerechnet - sogar um 18 bis 21 (bisher 14 bis 19) Prozent wachsen. Im dritten Quartal stieg der Umsatz organisch um 17 Prozent auf den Rekordwert von 11,46 Milliarden Euro und übertraf damit die von Analysten erwarteten 11,13 Milliarden. „Wir haben das stärkste Quartal in der Geschichte von Schneider abgeliefert“, sagte Finanzchef Nathan Fast.
Beim Windanlagenbauer Nordex haben sich die Geschäfte im dritten Quartal besser entwickelt als gedacht. Die Prognose für das Gesamtjahr werde deshalb angehoben, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstagabend mit. Erwartet werde nun eine Ergebnis-Marge (Ebitda) im Bereich von 11,5 bis 12,5 Prozent, nach bislang vorhergesagten 8,0 bis 11,0 Prozent. Alle anderen Kennzahlen der Prognose blieben unverändert.
Das vorläufige, ungeprüfte Ergebnis (Ebitda) im dritten Quartal 2026 liege voraussichtlich bei rund 278 Millionen Euro, nach 136 Millionen Euro vor Jahresfrist. Das entspreche einer Ebitda-Marge von 12,7 (3. Quartal 2025: 8,0) Prozent. Der vorläufige, ungeprüfte Umsatz im Quartal liege voraussichtlich bei rund 2,187 Milliarden Euro nach 1,706 Milliarden vor Jahresfrist.
Beim Chipanlagenbauer Aixtron hat sich die Geschäftserholung im dritten Quartal fortgesetzt. Mit rund 275 (Vorjahresquartal 124) Millionen Euro habe der Auftragseingang deutlich über dem Analystenkonsens von 214,6 Millionen Euro gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Umsatz sei auf 184 (119,6) Millionen Euro gestiegen, das vorläufige operative Ergebnis (Ebit) auf rund 57 (15,4) Millionen Euro. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bleibe unverändert. Nach schwachem Jahresstart hatte das MDax-Unternehmen schon im Sommer wieder bessere Geschäfte mit Anlagen für optoelektronische Anwendungen wie etwa Laser oder LEDs gemacht.
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