Im Notzinger Moos nahe des Münchner Flughafens bleibt die Suche nach einem mutmaßlichen Puma bislang ohne Ergebnis. Thomas Schreder, Vorsitzender des Kreisjagdverbands Erding, erklärt gegenüber FOCUS online, was für einen Puma spricht und warum er skeptisch ist, ob das Tier gefunden wird.
Im Notzinger Moos nahe des Münchner Flughafens bleibt die Suche nach einem mutmaßlichen Puma bislang ohne Ergebnis. Thomas Schreder, Vorsitzender des Kreisjagdverbands Erding, erklärt gegenüber FOCUS online, was für einen Puma spricht und warum er skeptisch ist, ob das Tier gefunden wird.
Thomas Schreder, Vorsitzender des Kreisjagdverbands Erding und Wildbiologe, sieht sich vor Ort die Stelle noch einmal an, an der das Tier mit einer Wärmebildkamera aufgenommen wurde. Er hält einen Puma für wahrscheinlich. Auf der rund 40 bis 50 Sekunden langen Aufnahme sei eine Katze mit langem Schwanz, großen Pranken und einem massiven Kopf zu erkennen. Auch die Größe des Tieres spreche gegen eine Hauskatze. Einen Luchs schließt Schreder wegen dessen typischer spitzer Ohren und des kurzen Schwanzes aus.
Sicher bestimmen könne er die Art anhand des Videos allerdings nicht: „Ich bin leider sehr skeptisch, ob man das Tier überhaupt findet. Nachdem gestern hier Hubschrauber, Drohnen und starke Polizeiaufruhr war, ist es sehr unruhig geworden. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Tier schon längst sprichwörtlich über sieben Berge schon wieder verschwunden ist und vielleicht dahin gegangen ist, wo es auch hergekommen ist.“
Weitere Spuren wie Risse oder Hinterlassenschaften seien bislang nicht bekannt. Schreder ist deshalb skeptisch, ob das Tier überhaupt noch im Gebiet ist. Anwohnern rät der Jäger zu normalen Vorsichtsmaßnahmen: Auf den Wegen bleiben und Hunde nicht freilaufen lassen. Auch das Landratsamt Erding hatte nach der Sichtung dazu aufgerufen, Abstand zu halten, Hunde anzuleinen und Kinder nicht unbeaufsichtigt spielen zu lassen.
Woher das Tier stammen könnte, ist bislang unklar. Das Landratsamt erklärte, es gebe derzeit keine Erkenntnisse über einen Zirkus in der Region. Die Tierrechtsorganisation Peta hält allerdings auch einen Ausbruch aus privater Haltung für möglich. Peta-Fachreferentin Jana Hoger verwies darauf, dass immer wieder Großkatzen aus privater Haltung, Zirkusbetrieben oder Zoos entkommen. In Mitteleuropa kam es in der Vergangenheit ebenfalls zu Fällen, in denen privat gehaltene Großkatzen ausrissen und nach kurzer Zeit wieder eingefangen wurden. Ob dies auch im aktuellen Fall die Ursache sein könnte, ist bislang nicht bekannt.
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