Mit viel Hoffnung auf eine Wende in der globalen Öko-Krise haben die Staaten der Erde 2022 das Weltnaturabkommen verabschiedet. Nun wird bei einer Konferenz in Armenien Zwischenbilanz gezogen.
Mit viel Hoffnung auf eine Wende in der globalen Öko-Krise haben die Staaten der Erde 2022 das Weltnaturabkommen verabschiedet. Nun wird bei einer Konferenz in Armenien Zwischenbilanz gezogen.
15.10.2026
10 Minuten

Es ist das größte Naturschutz-Versprechen der Geschichte: Im Dezember 2022 beschlossen die Staaten der Erde mit dem Weltnaturabkommen von Montreal, bis zum Jahr 2030 die Zerstörung von Ökosystemen zu beenden und das Artensterben zu stoppen. Vier Jahre nach dem historischen Beschluss und ebenso lange vor dem gesetzten Zieldatum ziehen die Staaten vom 19. bis zum 30. Oktober in der armenischen Hauptstadt Jerewan eine Zwischenbilanz. Im Folgenden eine Analyse zu Ausgangslage, den wichtigsten Inhalten und den Stimmen wichtiger Akteure.
Worum geht es in Jerewan?Das wichtigste Thema ist die Halbzeitbilanz für das Weltnaturabkommen Global Biodiversity Framework (GBF), das die UN-Vertragsstaaten der Konvention zum Schutz der Biodiversität (CBD) im Dezember 2022 verabschiedet haben. Auf der sogenannten COP15 verpflichteten sich alle Staaten der Erde mit Ausnahme der USA und des Vatikans auf einen Katalog von 23 einzelnen Umwelt- und Transformationszielen. Zusammen sollen sie erreichen, dass Artensterben und der Verlust der natürlichen Ökosysteme bis 2030 gestoppt und die Natur auf einen Pfad der Erholung gebracht wird.
„Harmonie mit der Natur“ bis 2050?Das wiederum ist eine Zwischenetappe hin zum großen Ziel der UN für die Jahrtausendmitte – einem „harmonischen Miteinander von Mensch und Natur“. Die COP17 in Jerewan soll eine Halbzeitbilanz ziehen. Diesen sogenannten „Stocktake“ hat man sich bei den Weltklimaverhandlungen abgeschaut: Indem die Staaten Probleme rechtzeitig erkennen und Maßnahmen ergreifen können, soll eine böse Überraschung ausbleiben. Warnendes Beispiel sind die sogenannten „Aichii-Ziele“ für Biodiversität, die bis 2020 galten und von denen kein einziges voll erreicht wurde.

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