Freiburg führt, spielt lange auf Augenhöhe und verliert am Ende doch. Trainer Julian Schuster sieht neben der Niederlage und den Gegentoren vor allem bei den eigenen Fans Anlass zur Kritik.
Leverkusen · Freiburg führt, spielt lange auf Augenhöhe und verliert am Ende doch. Trainer Julian Schuster sieht neben der Niederlage und den Gegentoren vor allem bei den eigenen Fans Anlass zur Kritik.
19.10.2026 , 05:03 Uhr
Die erste Saisonniederlage und der Verlust der Tabellenführung waren für Freiburgs Trainer Julian Schuster nicht die einzigen Ärgernisse beim 1:2 (1:1) bei Bayer Leverkusen. Vor allem das Verhalten der eigenen Fans stieß dem 40-Jährigen sauer auf. Diese hatten zu Beginn der Partie Tennisbälle auf den Rasen geworfen und damit eine mehrminütige Unterbrechung verursacht.
„Ich bin maximal offen für Proteste. Ich höre gerne zu und kann Verständnis entwickeln. Worüber ich kein Verständnis entwickeln kann, ist dann eben, Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Das geht für mich zu weit“, sagte Schuster nach Abpfiff zu der Aktion der Fans, die während der Würfe der Tennisbälle mit einem Transparent gegen Materialverbote in der BayArena, darunter etwa Fan-Utensilien wie Fahnen, protestiert hatten.
„Ich unterstütze gerne unsere tollen Fans. Wenn es etwas gibt, mit dem sie nicht zufrieden sind, bin ich zu Gesprächen bereit. Aber nicht, dass man Einfluss auf das Spiel nimmt. Das geht für mich definitiv zu weit und das ist nicht in Ordnung“, ergänzte der Coach. Bereits während der Unterbrechung war der Trainer in Richtung des Freiburger Fanblocks geeilt und hatte seinen Unmut über die Aktion deutlich zum Ausdruck gebracht.
Sportlich ärgerte Schuster vor allem, dass sich seine Mannschaft für eine über weite Strecken gute Leistung nicht belohnt hatte. „Es stört mich, dass wir heute mit leeren Händen dastehen, nachdem wir über weite Teile eine gute Leistung gegen einen sehr guten Gegner gezeigt haben. Es muss unterm Strich nicht so sein, dass Leverkusen den Platz als Sieger verlässt“, sagte der Freiburger Coach und betonte, dass ein Remis verdient gewesen wäre.
Derry Scherhant hatte den Sport-Club in Führung gebracht (14. Minute), doch Ibrahim Maza glich nur fünf Minuten später aus. In einer intensiven und ausgeglichenen Partie gelang es Freiburg anschließend lange, Leverkusen Paroli zu bieten. In der 76. Minute traf Patrik Schick nach Vorlage von Maza jedoch zum 2:1 für die Gastgeber. „Die beiden Gegentore sind definitiv zu einfach“, analysierte Schuster.
Mit Blick auf die nächste internationale Aufgabe am Donnerstag in der Conference League bei AS Monaco stimmte Schuster der Auftritt seiner Mannschaft dennoch zuversichtlich. „Das gibt uns Mut, Kraft und Zuversicht, dass wir auswärts bei einer starken Mannschaft mindestens mithalten und über Strecken das Spiel auch kontrollieren können. Das wird uns für die weiteren Aufgaben sicherlich helfen“, sagte der Freiburger Trainer.
© dpa-infocom, dpa:261019-930-859604/1
Langfristiger Plan mit Langeneke
Die Formulierung rund um Fortunas Trainerwechsel von Alexander Ende zu Langeneke sorgt durchaus für Unklarheiten, wie lange die Vereinslegende befördert wird. Dahinter steckt eine nachvollziehbare Strategie der Verantwortlichen. Langfristiger Plan mit Langeneke
Unberechenbarkeit kostet Ende den Job
Nach einem halben Jahr als Trainer in Düsseldorf muss Alexander Ende seinen Hut nehmen. Nach dem Komplett-Umbruch im Sommer durfte der 47-Jährige helfen, seinen Kader zusammenzustellen. Letztlich wurde er der zentralen Probleme aber nicht mehr Herr. Unberechenbarkeit kostet Ende den Job