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Pariser Geschäfte verwüstet: Plündererbanden kapern Proteste – Luxusgüter im Visier

Дата публикации: 18-10-2026 17:16:37

Geschäftsinhaber und Passanten flehen vermummte Randalierer an, als Demonstrationen gegen die hohen Lebenshaltungskosten in Gewalt umschlagen.

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Stand: 18.10.2026, 19:16 Uhr

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Geschäftsinhaber und Passanten flehen vermummte Randalierer an, als Demonstrationen gegen die hohen Lebenshaltungskosten in Gewalt umschlagen.

Paris – Gewaltsame Proteste sind in ganz Frankreich in massenhafte Plünderungen ausgeartet, bei denen Banden Luxusgeschäfte verwüsteten. Aufnahmen zeigten, wie Geschäftsinhaber Randalierer mit Kapuzen und Masken anflehten, ihre Läden zu verschonen. Die Plünderer hatten es auf Lebensmittel, Telefone und hochwertige Waren abgesehen. Luxusboutiquen, Banken und inhabergeführte Geschäfte wurden bei den Ausschreitungen überfallen. Private Sicherheitskräfte säumten die Straßen, um Modehäuser wie Dior zu schützen, während es der Polizei nicht gelang, die Übergriffe zu verhindern.

Protesttag in Frankreich

Bei den Protesten in Frankreich kam es erneut zu Sachbeschädigungen und Zusammenstößen von Krawallmachern mit der Polizei. © Thibaud Moritz/AFP/dpa

Landesweit seien mehr als 1800 Menschen festgenommen worden, sagte Innenminister Laurent Nunez am Sonntag. Schätzungsweise 800.000 Menschen beteiligten sich an Demonstrationen, die von der „Gelbwesten“-Bewegung organisiert wurden, einem Zusammenschluss von Gewerkschaftern, Schülern und Studierenden. Was als friedlicher Protest gegen die steigenden Lebenshaltungskosten, den Zustand der öffentlichen weiterführenden Schulen und den Abbau öffentlicher Dienstleistungen in Frankreich begonnen hatte, schlug am Samstag in Gewalt und Chaos um.

In Limoges stürzte der Uhrturm des 143 Jahre alten Rathauses ein, nachdem Randalierer ihn in Brand gesetzt hatten. Am schwersten betroffen war Paris. Videos zeigten, wie Randalierer mit Kapuzen und Masken mithilfe von Barrikaden und roher Gewalt in Geschäfte eindrangen, sie plünderten und verwüsteten. Dabei hatten sie es auf Luxuswaren, Mobiltelefone, Lebensmittel und pharmazeutische Produkte abgesehen.

Proteste in Paris eskalieren: Geschäftsinhaber beklagen Zerstörung und gefährdete Arbeitsplätze

Thierry Guibert, Vorstandschef des Lacoste-Eigentümers Maus, sagte: „Wenn unsere Lacoste- und Aigle-Geschäfte geplündert werden, wie so viele andere Unternehmen in ganz Frankreich, dann werden nicht nur Schaufenster eingeschlagen. Es werden Arbeitsplätze, jahrelange Arbeit, Fachwissen und das Engagement Tausender Frauen und Männer aufs Spiel gesetzt.“

Am Sonntagmorgen erklärte der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire: „Ganze Straßen sind systematisch zerstört worden.“ Ariel Weil, Bürgermeister von Paris Centre, bezeichnete die Gewalt vom Samstag als eine „beispiellose Situation in der Pariser Innenstadt – eine, wie wir sie selbst während der Gelbwesten-Proteste nie erlebt haben“.

Randale in Paris bei Protesten: Verzweifelte Versuche, die Plünderer aufzuhalten

Ein Geschäftsinhaber wurde dabei gefilmt, wie er mit dem Kopf in den Händen auf der Stufe seines geplünderten Telekommunikationsgeschäfts in Paris saß. Eine andere Aufnahme zeigte einen Ladenbesitzer, der schrie und die Randalierer anflehte, aufzuhören.

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(Dieser Artikel von Vivian Song entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk.

Der Mann wurde schließlich zurückgehalten und musste aus dem Schutz eines Kosmetikgeschäfts auf der gegenüberliegenden Straßenseite zusehen, wie Randalierer in seinen Handyladen einbrachen und ihn plünderten. Ein weiteres Video zeigte eine Frau, die versuchte, maskierte Randalierer daran zu hindern, ein Lebensmittelgeschäft zu plündern. Sie rief: „Warum tut ihr das? Hört auf! Warum tut ihr das? Darum geht es doch nicht.“ Die Frau wurde schließlich von Plünderern beiseitegestoßen, die anschließend die Regale durchwühlten und mit gestohlenen Getränken flohen.

Scham über Frankreichs Bild im Ausland und Vorwürfe von Vance

Thierry Véron, Präsident des Verbands der Pariser Einzelhändler und Handwerker, sagte, er „schäme“ sich für das Bild, das Frankreich international abgebe. „Wir befinden uns in einer desolaten Lage; es ist eine Schande. Wir schämen uns, wenn wir mit großen europäischen Städten sprechen, die uns fragen: ‚Was um alles in der Welt ist in Frankreich los?‘ Es ist eine Katastrophe. Es ist unfassbar“, sagte er dem Sender France Info.

Dass die Lage am Samstag im Chaos versank, erregte auch die Aufmerksamkeit von JD Vance, der die Gelegenheit nutzte, die Einwanderung für die Unruhen verantwortlich zu machen. „Westliche Liberale haben im Namen von Vielfalt und Mitgefühl die Dritte Welt nach Frankreich und in andere Länder importiert. Sie haben grundlegende Fragen der Assimilation und Vereinbarkeit ignoriert“, erklärte er auf X.

Unruhen lösen politischen Schlagabtausch aus

Auch Kirill Dmitrijew, der als Verbindungsmann zwischen Wladimir Putin und der US-Regierung fungiert, nutzte die Gelegenheit, sich Vances Äußerungen anzuschließen. Er erklärte: „Linke Globalisten säen migrationsbedingtes Chaos.“ Die Ausschreitungen lösten zudem einen verbalen Schlagabtausch zwischen Premierminister Sébastien Lecornu und dem linken Präsidentschaftsaspiranten Jean-Luc Mélenchon aus, die sich gegenseitig vorwarfen, die Gewalt anzuheizen.

Nachdem Lecornu dem Vorsitzenden der linksradikalen Partei La France insoumise politische Verantwortungslosigkeit vorgeworfen hatte, schlug Mélenchon zurück. Er bezeichnete den Premierminister als „erbärmlichen Politiker“ und warf ihm vor, „für das Chaos verantwortlich zu sein, das er systematisch herbeigeführt hat, sei es durch Inkompetenz oder durch eine Strategie, die Lage so schlimm wie möglich werden zu lassen“.

Marine Le Pen, die Kandidatin des rechtsaußen angesiedelten Rassemblement National, verurteilte „die Randalierer“ und behauptete, La France insoumise habe „die Gewalt legitimiert“. Sie versprach, die Franzosen „vor der Gewalt der extremen Linken“ zu schützen. Der britische Historiker Simon Schama sagte, die Gewalt mache „[die Präsidentschaft] für Le Pen so gut wie sicher“.

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