Symbolisch aufgeladener kann es kaum sein: Wenn in Berlin am Mittwoch der Opfer des Hamas-Terrors gedacht wird, wollen Linke, Grüne und SPD ihre Vorgespräche abschließen. Das lässt den Druck weiter steigen.
Seit Donnerstag laufen in Berlin Vorgespräche zwischen Linken, Grünen und SPD, um auszuloten, ob man überhaupt in Sondierungen geht. Hauptthema: Wie geht die Linke konkret mit Antisemitismus in den eigenen Reihen um?
Jetzt soll es ausgerechnet am 7. Oktober, bei der dritten Runde dieser Gespräche, zu Ergebnissen kommen. Es ist wohl nur eine zufällige Parallelität der Ereignisse, aber die symbolische Aufladung und die damit verbundene Erwartung könnten kaum größer sein.
Am kommenden Mittwoch jährt sich das Hamas-Massaker in Israel zum dritten Mal. In Berlin wird an verschiedenen Orten den Opfern des brutalen Angriffs gedacht.
SPD und Grüne können sich an so einem Tag erst recht nicht mit Lippenbekenntnissen zufriedengeben.
Es wird aber auch jener Tag sein, an dem auf sogenannten „pro-palästinensischen“ Demonstrationen wieder das Leid in Gaza, das durch die israelischen Angriffe als Reaktion auf den Hamas-Terror entstanden ist, instrumentalisiert wird – für schlimmste antisemitische Propaganda.
So ist beispielsweise auf einem Demo-Aufruf eine Planierraupe zu sehen, die einen Stacheldraht durchbricht. Genau so ist die Hamas am 7. Oktober 2023 nach Israel eingedrungen, hat über 1000 Menschen getötet und etliche verschleppt.
In dem Aufruf wird dieses Massaker als „Befreiung“ und als „Leuchtfeuer der Standhaftigkeit“ der Palästinenser gefeiert. Das Landeskriminalamt Berlin ermittelt wegen Gewaltverherrlichung.
In dieser Gemengelage kommen die Vertreterinnen und Vertreter eines möglichen Links-Bündnisses in der Hauptstadt zu finalen Vorgesprächen zusammen. SPD und Grüne können sich an so einem Tag erst recht nicht mit einem dünnen Lippenbekenntnis der Linken zufriedengeben.
Die Verantwortung ist noch einmal gewachsen. Kommen sie am 7. Oktober ohne handfeste Resultate aus dem Gespräch raus, machen sie sich lächerlich.
Und sollte es wirklich konkrete Maßnahmen geben, stehen die direkt auf dem Prüfstand. Denn es ist möglich, dass die Linke an dem Tag schon mit den nächsten antisemitischen Ausfällen in den eigenen Reihen konfrontiert wird und sich bereits am selben Tag zeigen wird, was das dann vielleicht Vereinbarte wert ist.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Коалиция в Берлине: SPD, «Зелёные» и Die Linke возобновляют переговоры после конфликта | 0 | 9.27 | 15-10-2026 |
| 2 | В Германии три партии достигли прорыва на переговорах о коалиции | 0 | 12.22 | 17-10-2026 |
| 3 | DPA: Левая партия, "Зеленые" и СДПГ достигли прорыва на переговорах о коалиции | 0 | 10 | 17-10-2026 |
| 4 | 7-Octobre: que savait réellement Benjamin Netanyahu ? | 0 | 13.6 | 07-10-2026 |
| 5 | Schlechtes Handwerk, fehlende Führung: Die Sondierungspause ist ein strategisches Totalversagen von Linken, Grünen und SPD | 0 | 8.56 | 14-10-2026 |
| 6 | Левые, «Зеленые» и СДПГ приблизились к коалиции в Берлине | 1 | 7.1 | 18-10-2026 |
| 7 | Koalitionsbildung in Berlin: Die SPD steht vor einer Zerreißprobe | 0 | 9.2 | 21-09-2026 |
| 8 | В ФРГ требуют спецзаседания комитета Бундестага из-за теракта в Берлине | 0 | 14.17 | 29-07-2026 |
| 9 | Коалиция в Берлине: «Зелёные», SPD и «Левые» готовятся к переговорам | 0 | 9.85 | 27-09-2026 |