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Nach monatelangem Stillstand: An der Essinger Parkschule geht’s weiter

Дата публикации: 24-09-2026 08:00:00

Wochenlang wurde an der Parkschule Essingen nicht gebaut, Gemeinde und Baufirma gaben sich gegenseitig die Schuld. Wie es jetzt weitergeht.

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Stand: 24.09.2026, 10:00 Uhr

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Die Westseite des Anbaus an der Parkschule in Essingen ist von den Folgen des langen Baustillstands besonders betroffen. Das Dämmmaterial hat durch die Witterung gelitten und muss nach Angaben der Gemeinde komplett erneuert werden.

Die Westseite des Anbaus an der Parkschule in Essingen ist von den Folgen des langen Baustillstands besonders betroffen. Das Dämmmaterial hat durch die Witterung gelitten und muss nach Angaben der Gemeinde komplett erneuert werden. © Jan Sigel

Wochenlang wurde an der Parkschule Essingen nicht gebaut, Gemeinde und Baufirma gaben sich gegenseitig die Schuld. Wie es jetzt weitergeht.

Essingen. Nach monatelangem Stillstand kommt wieder Bewegung in die Baustelle an der Parkschule in Essingen. Die Arbeiten am Anbau mit Aula und Mensa sollen wieder aufgenommen und noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Darauf haben sich die Gemeinde, das beauftragte Bauunternehmen und das Architekturbüro bei einem rund 90-minütigen Gespräch verständigt. Zuletzt waren die Arbeiten an der Außenfassade ins Stocken geraten – Gemeindeverwaltung und Bauunternehmen hatten sich gegenseitig dafür verantwortlich gemacht. 

Ein Rechtsstreit ist vom Tisch

Nach Informationen dieser Redaktion verlief das Treffen von Beginn an sachlich. Gegenseitige Schuldzuweisungen habe es demnach nicht gegeben. Stattdessen sei es allen Beteiligten darum gegangen, „die Vergangenheit hinter uns zu lassen und nach vorne zu schauen“. Das gemeinsame Ziel: Der Anbau an die Parkschule soll so schnell wie möglich fertiggestellt werden. Nach aktuellem Zeitplan sollen die Arbeiten bis kurz vor Weihnachten abgeschlossen sein. Die Bauabnahme ist für den 22. Dezember vorgesehen. 

Die Ergebnisse des Gesprächs und der gemeinsamen Besichtigung der Baustelle wurden zudem schriftlich festgehalten: „Wir haben ein zeitliches Protokoll erstellt, das alle Beteiligten unterschrieben haben“, so das Architekturbüro. Damit ist ein möglicher Rechtsstreit vom Tisch.

Fassade wird erneut untersucht

Bereits kurz nach dem Gespräch, das am vergangenen Freitag (18.09.) stattfand, nahm das Bauunternehmen die Arbeiten an der Außenfassade wieder auf. In den kommenden Tagen werden die Bauarbeiter nun zunächst den Zustand des bereits angebrachten Dämmmaterials genau unter die Lupe nehmen. Anschließend soll entschieden werden, welche Stellen der Außenfassade lediglich ausgebessert werden müssen und wo ein Austausch nötig ist. 

An der Süd- und Ostseite des Anbaus ist das Material nach bisheriger Einschätzung nicht flächendeckend beschädigt, weshalb dort möglichst gezielt nur an den betroffenen Stellen nachgebessert werden soll. Anders sieht es an der Westseite aus: Sie muss nach Einschätzung der Gemeinde komplett neu gemacht werden. Das Dämmmaterial sei dort durch die Witterung der vergangenen Monate bereits „sehr in Mitleidenschaft gezogen“ worden, hatte Bauamtsleiter Uwe Fänger dieser Redaktion bereits vor dem klärenden Gespräch der Beteiligten erklärt – eine Einschätzung, an der sich seither nichts geändert hat.

Kosten bleiben bei 4,72 Millionen Euro

Noch lässt sich nicht abschätzen, wie umfangreich die Arbeiten an der Fassade tatsächlich werden. Erst nach der Prüfung des Dämmmaterials wird feststehen, wie viel ausgetauscht werden muss. Entsprechend offen sind auch die finanziellen Folgen der Verzögerungen und die Frage, wer mögliche Mehrkosten trägt.

Nach Angaben des Architekturbüros sollen sich die Gesamtkosten für den Anbau dennoch nicht erhöhen. Zwar entstehen durch die Verzögerungen und die notwendigen zusätzlichen Arbeiten weitere Kosten. In anderen Bereichen seien die Ausgaben allerdings niedriger ausgefallen als ursprünglich erwartet. Unterm Strich soll es deshalb beim bislang kalkulierten Gesamtvolumen von 4,72 Millionen Euro für den Anbau von Aula und Mensa bleiben.

Ob diese Rechnung am Ende tatsächlich aufgeht, wird sich erst im weiteren Bauverlauf zeigen. Entscheidend ist zunächst, dass die Arbeiten ohne weitere Verzögerungen vorankommen – und der Essinger Parkschule und der Musikschule damit endlich die lang ersehnten neuen Räume ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen.

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