US-Unternehmen tragen nach Berechnungen der New Yorker Notenbank fast 90 Prozent der zusätzlichen Zolllast. Zugleich treiben höhere Ölpreise infolge des Iran-Kriegs die Transportkosten in die Höhe.
Stand: 15.10.2026, 15:58 Uhr

US-Unternehmen tragen nach Berechnungen der New Yorker Notenbank fast 90 Prozent der zusätzlichen Zolllast. Zugleich treiben höhere Ölpreise infolge des Iran-Kriegs die Transportkosten in die Höhe.
New York - Die Zölle von US-Präsident Donald Trump verteuern einer Untersuchung der Federal Reserve Bank of New York zufolge sowohl importierte als auch in den USA hergestellte Waren. Der zollbedingte Preisanstieg beträgt demnach insgesamt rund 2,9 Prozentpunkte. Etwa ein Drittel davon entfällt auf Produkte aus amerikanischer Herstellung, berichtet BBC.
Nach Berechnungen der New Yorker Notenbank tragen in den USA ansässige Unternehmen nahezu 90 Prozent der zusätzlichen Zolllast. Ausländische Exporteure senkten ihre Preise als Reaktion auf die höheren Abgaben nur geringfügig.
Neuer weltweiter ZollDer Oberste Gerichtshof hatte im Februar die meisten der noch bestehenden zusätzlichen weltweiten Abgaben aus Trumps vorheriger Amtszeit aufgehoben. Daraufhin leitete der Präsident die Einführung eines neuen weltweiten Zolls von zehn Prozent ein.
Das Weiße Haus verteidigt die Maßnahmen als Mittel, um das Handelsdefizit zu verringern und die heimische Industrie zu stärken. Davon sollten amerikanische Arbeitnehmer, Landwirte und Produzenten profitieren, erklärte Sprecherin Taylor Rogers laut BBC. Die Regierung hält daran fest, dass ausländische Exporteure letztlich die Kosten tragen würden. Zudem sollen die Zölle Staatseinnahmen erhöhen und den Kauf amerikanischer Produkte fördern.
Höhere FrachtkostenUnternehmen berichten unterdessen von einer zusätzlichen Belastung durch steigende Energie- und Transportpreise. Im Zuge des US-Iran-Kriegs, der das Rohölangebot verknappt, stieg der Ölpreis von etwas mehr als 70 auf über 100 US-Dollar pro Barrel. Lieferanten verlangten Aufschläge von bis zu 6.500 US-Dollar pro Container, berichtet die Los Angeles Evening Despatch.
Höhere Dieselpreise verteuern auch den Transport innerhalb der USA. Damit steigen die Kosten für Materialien, Verpackungen und Lieferungen zusätzlich zu den Einfuhrabgaben. Hersteller erklären, dies belaste ihre Budgets und erschwere Investitionspläne.
Doug Rende, Vorstandschef von Shapes Unlimited, bezifferte die zusätzlichen jährlichen Kosten seines Unternehmens durch Zölle und höhere Frachtgebühren auf 4,5 bis fünf Millionen US-Dollar. „Frustrierend wäre ein Wort“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Er beklagte zudem schwindendes Vertrauen in die Regierung und die Kontrolle der Exekutive durch den Kongress, berichtet die Los Angeles Evening Despatch. Weitere Quellen: SSBCrack News. (Redaktion)
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