Nach der Scheidung von seiner langjährigen Ehefrau beginnt Uwe, regelmäßig zu Prostituierten zu gehen. Für den Sex mit hübschen Frauen legt er manchmal auch weite Strecken zurück.
Nach der Scheidung von seiner langjährigen Ehefrau beginnt Uwe, regelmäßig zu Prostituierten zu gehen. Für den Sex mit hübschen Frauen legt er manchmal auch weite Strecken zurück.
Mein Name ist Uwe und ich bin 58 Jahre alt. Mit meiner Frau war ich 28 Jahre lang verheiratet, wir haben eine gemeinsame Tochter. Vor sechs Jahren haben wir uns getrennt.
Seitdem gehe ich zu Sexarbeiterinnen, da ich sonst in meinem Alter keine hübschen Frauen zwischen 20 und 40 Jahren haben könnte. Dazu müsste man vermutlich Filmstar oder sehr vermögend sein.
Eine Sexualtherapeutin, die ich bei der Partnersuche kennengelernt habe, hat mir mitgeteilt, dass die meisten Frauen mit über 50 Jahren wirklich kein Interesse mehr an Sex hätten. „Such dir besser eine jüngere Frau“, sagte sie.
Nach meiner Scheidung hat sich die Partnersuche schwierig gestaltet. Ich sehnte mich nach Sex und spielte mit dem Gedanken, mich mit einer Prostituierten zu treffen. Anfangs hatte ich Bedenken.
Ein Freund meinte daraufhin, dass ich die Dinge einfach einmal realistisch sehen solle: Die Frauen seien Dienstleisterinnen. Und ich dürfe nicht alles glauben, was in der Zeitung steht. Er gab mir den Rat, die Sexarbeiterinnen einfach höflich anzuschreiben.
Per WhatsApp habe ich Sabrina kontaktiert, eine hübsche schwarzhaarige Sexarbeiterin, und höflich gefragt, ob sie eine Stunde Zeit für mich hätte. Ich erkundigte mich nach dem Preis und ob es sie stören würde, dass ich schon 54 Jahre alt bin.
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Sie schrieb nur kurz, dass das Alter egal sei und die Stunde 150 Euro kosten würde. Später habe ich erfahren, dass sie stündlich 30 Nachrichten per Whatsapp erhält und es sehr viele Männer gibt, die nur Mist schreiben. Meine höfliche Nachricht gefiel ihr.
So kam es, dass ich in ein Frankfurter Hotel gefahren bin. Dort hat sie mich in der Lobby abgeholt.
Sabrina kam mit dem Aufzug heruntergefahren, knapp bekleidet, lose weite Sportklamotten über schwarzer Lingerie. Ein Teil des Slips war zu sehen. Glücklicherweise waren wir nur zu zweit im Fahrstuhl. Bei späteren Treffen war das allerdings anders. Die Leute schauen oft sehr böse, wenn ein älterer Mann sich offensichtlich mit einer jungen Frau vergnügt. Sie befürchten dann das Schlimmste.
Im Hotelzimmer erzählte Sabrina, dass sie aus Athen komme und dort Rechtswissenschaften studiere. Dann sagte sie zu mir: „Mach jetzt, was du magst.“ Und ich solle nicht mehr so traurig schauen. Sie sagte, es sei alles okay und sie mache ihren Job richtig gern. Weil ich so ein zurückhaltender Mann bin, würde es doppelt Spaß machen.
Nach zehn Minuten war der erste Geschlechtsakt vorbei. Wir kuschelten eine Weile, eine zweite Runde folgte. Dann war die Zeit vorüber und ich wurde von ihr zügig mit einer lieben Umarmung verabschiedet. An der Tür sagte sie mir, dass ich „auf mich aufpassen“ solle.
Ganz benommen und mit zerzausten Haaren ging ich aus dem Zimmer. Später stellte ich fest, dass ich das Geld für sie noch in der Tasche hatte. Ich überwies es ihr per Paypal. Es war ein tolles erstes Treffen. Wir haben uns danach noch öfter gesehen.
In der Suchphase habe ich viele verschiedene Frauen getroffen und bin für attraktive Damen oft auch weite Strecken mit dem Zug gefahren. Ich mag gern schwarzhaarige, hübsche, schlanke Frauen und hatte oft Glück. In der Sexarbeit sind wirklich verblüffend schöne Frauen tätig. Oft schaue ich auf einschlägigen Portalen nach Prostituierten und lese Freierberichte.
Später hatte ich aber auch sehr misslungene „Dates“ mit anderen Sexarbeiterinnen. Die jüngeren Frauen sagen gerne, dass sie „Dates“ verkaufen, kommen aber auch sehr schnell zur Sache. „Dates“ klingt angenehm harmlos.
Hier bezahle ich Geld dafür, dass ich eine Illusion habe. Und für eine Illusion Geld auszugeben, ist nicht sinnlos, sondern der Normalfall. Ich schaue zum Beispiel auch gerne Filme. Da möchte ich auch nicht, dass plötzlich der Schauspieler sagt: „Ich spiele das nur, reingefallen.“
Wenn ich mich auf eine Illusion einlasse, dann ist das für mich in diesem Moment wie eine Realität.
Alle Sexarbeiterinnen sagen, dass sie mindestens 80 Prozent Stammkunden haben, selbst im Laufhaus. Einmal begrüßte mich eine Sexarbeiterin mit dem Satz: „Endlich mal jemand Neues. Das nervt – immer die gleichen Männer.“
Viele sagen, dass der Job deshalb viel ungefährlicher ist als öffentlich wahrgenommen. Das Durchschnittsalter der Freier liegt zwischen 45 und 50 Jahren. Ich denke, in diesem Alter sind Männer oft friedlicher und zufriedener.
Auch ich gehe immer zu derselben Frau, die ich wie eine Freundin im Hotel treffe. Früher war es Katharina aus Ungarn. In sie hatte ich mich verliebt. Sie hat mittlerweile aufgehört. Deshalb treffe ich jetzt Raluca, immer für eine Stunde. Sie arbeitet in einer Wohnung, die sie mit anderen Frauen mietet.
Wir sehen uns oft an den Wochenenden. Sogar an Heiligabend war ich bei ihr – ein Tag, der, wie sie sagte, in ihrem Heimatland Rumänien ein ganz normaler Arbeitstag ist. Sie meinte, es würden bestimmt auch andere Freier kommen. Natürlich war ich der einzige Besucher.
Wenn sie nicht in der Region ist, warte ich, bis sie wieder hier ist. Zu mehreren Frauen gleichzeitig zu gehen, finde ich verwirrend.
Viele Freunde wissen davon, dass ich für Sexarbeit bezahle. Einigen habe ich es „versehentlich“ mitgeteilt, weil ich mich oft darüber freue, ein schönes Erlebnis gehabt zu haben. Ich wusste anfangs nicht, dass das heutzutage ein Problem ist.
In meiner Jugend wurde immer gesagt, man solle zu seinen sexuellen Gefühlen stehen. Die schlechten Freunde habe ich dadurch verloren, die guten Freunde nicht. Am Ende war es gut so. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.