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KI-Musik, Bots und Millionenbetrug: US-Musiker muss ins Gefängnis

Дата публикации: 09-10-2026 10:22:00

Mit Bots und KI-Musik soll ein US-Musiker über 12 Millionen Dollar kassiert haben. Jetzt muss er 18 Monate ins Gefängnis.

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Mehr Streams als Taylor Swift?

Das Bild zeigt eine digitale 3D-Grafik in dunklen Blau- und Schwarztönen. Im Vordergrund befindet sich ein rechteckiger, transparent wirkender Rahmen mit neonfarbenen Konturen in Pink, Violett und Orange. Innerhalb des Rahmens leuchtet die Abkürzung „AI“ für Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz) in kräftigem Hellblau. Im Hintergrund verlaufen zahlreiche vertikale und horizontale Linien, die an Audiowellen, Musikvisualisierungen oder Datenströme erinnern. Mehrere Lichtreflexe und Leuchtstreifen durchziehen das Bild diagonal und verstärken den futuristischen Charakter. Menschen oder reale Gegenstände sind nicht zu sehen. Die Grafik dient als Symbolbild für Themen wie Künstliche Intelligenz, digitale Musikproduktion, automatisierte Systeme oder Datenanalyse.

KI hilft immer öfter auch Betrügern.

Foto: fotograzia / Getty Images

Mit Bots und KI-Musik soll ein US-Musiker über 12 Millionen Dollar kassiert haben. Jetzt muss er 18 Monate ins Gefängnis.

Ein US-Gericht hat einen Musiker wegen Streamingbetrugs zu 18 Monaten Haft verurteilt. Der 54-jährige Michael Smith soll laut US-Staatsanwaltschaft über mehrere Jahre hinweg mehr als 12 Millionen US-Dollar an Tantiemen kassiert haben. Dafür setzte er bis zu 10.000 Bots ein, die seine überwiegend durch KI generierte Musik bei Streamingdiensten wie

Spotify

,

Apple Music

,

Amazon Music

und

YouTube

immer wieder abspielten.

Falsche Abos für hohe Hörerzahlen

Wie das

Online-Magazin Heise

berichtet, nutzte Smith nicht nur kostenlose Accounts, um möglichst hohe Ausschüttungen zu erzielen. Er schloss zusätzlich zahlreiche Abonnements unter erfundenen Namen ab. Die dafür fälligen Gebühren bezahlte er der Anklage zufolge mit Debitkarten, die ebenfalls auf fingierte Personen ausgestellt wurden. Dafür engagierte er ein Unternehmen, das Bezahldienste für Unternehmen anbietet. Insgesamt investierte er mehr als 1,3 Millionen US-Dollar.

Mehr Streams als Taylor Swift?

Eine andere Baustelle lag darin, dass das Volumen seines eigenen Musikkatalogs zu klein war. Smith selbst ist Musiker, um aber größere Abrufzahlen glaubhaft erscheinen zu lassen, benötigte er mehr Material. Zunächst lizenzierte er Stücke anderer Künstler über Vermittlungsagenturen. Später engagierte er Dienstleister, die ihm monatlich bis zu rund 10.000 KI-generierte Songs lieferten. Dafür erfand er Künstlernamen und Songtitel, bevor die Musik bei Streamingplattformen veröffentlicht wurde.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erzeugten seine Bots im April 2023 allein rund 80,9 Millionen Abrufe von KI-generierten Titeln. Zum Vergleich: Der gesamte Katalog der Künstlerin Taylor Swift kam im gleichen Zeitraum bei YouTube Music auf 9,3 Millionen Abrufe.

Herausforderungen für die Staatsanwaltschaft

Der Fall stellte die Staatsanwaltschaft vor einige Probleme. Denn sie war unsicher, ob die Manipulation von Streaming-Abrufzahlen eher straf- oder zivilrechtlich zu ahnden sei. Smiths Täuschung von Dienstleistern, Streamingplattformen und Verwertungsgesellschaften führte 2024 zunächst zu einer Anklage wegen Überweisungsbetrugs, Verschwörung zum Überweisungsbetrug und Verschwörung zu Geldwäsche. Smith verhandelte mit der Staatsanwaltschaft, die zwei Anklagepunkte fallen ließ und jetzt zur Verurteilung wegen Verschwörung zu Überweisungsbetrug führte. Zusätzlich zu der 18-monatigen Haftstrafe muss Smith rund 8,1 Millionen US-Dollar zurückzahlen. Gegen das Strafmaß kann er noch Rechtsmittel einlegen.

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