15.000 Satelliten, neue Frequenzen: Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk kann jetzt in den gesamten USA Mobilfunk aus dem All anbieten. Aktien der Konkurrenz verlieren deutlich.

SpaceX-Rakete mit Starlink-Satelliten an Bord: Der Weltraumkonzern verschärft den Mobilfunk-Wettbewerb. Foto: REUTERS
Düsseldorf. Zwei Nachrichten haben am Freitag die Aktien der Deutschen Telekom einbrechen lassen: SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, sichert sich für den Mobilfunk wichtige Frequenzen und erhält die Genehmigung der US-Kommunikationsbehörde FCC, bis zu 15.000 Satelliten für die direkte Mobilfunkverbindung zu Smartphones ins All zu bringen.
Der Weltraumkonzern erwirbt von der Investmentfirma Grain Management sogenannte Low-Band-Frequenzen. Die sind für SpaceX von zentraler Bedeutung: Sie können durch Wände oder Dächer dringen. Bislang konnte SpaceX mit seinem sogenannten Direct-to-Device (D2D)-Service nur außerhalb von Häusern Smartphones erreichen.
Damit habe der Weltraumkonzern „das letzte kritische Spektrum-Puzzleteil“ erworben, schrieb SpaceX-Chef Elon Musk auf seiner Plattform X, „um in den gesamten USA Telefonverbindungen anbieten zu können“.
Wenige Stunden zuvor hatte die US-Kommunikationsbehörde FCC SpaceX die Genehmigung erteilt, 15.000 Satelliten in einer Erdumlaufbahn von nur 330 Kilometern zu platzieren. Auf dieser sehr niedrigen Höhe kann es Mobilfunk mit hoher Datenrate und niedriger Verzögerung anbieten. Bislang hat SpaceX nur 650 solche Satelliten in Betrieb.
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