Wachsende Verschuldung, hartnäckige Inflation, verunsicherte Märkte – wie die neue Zinswelt sich in die Weltwirtschaft hineinfrisst und die Finanzstabilität gefährdet. Besonders betroffen einmal mehr: Europa.

Steigende Anleiherenditen: Sie verschärfen die Schuldenprobleme von Staaten weltweit. Foto: Thomas Kuhlenbeck
Berlin. Mohamed El-Erian ist so etwas wie der Bondökonom unter den amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlern. Keiner kennt die internationalen Anleihemärkte besser, kaum einer besitzt das große Talent, die Komplexität der Bondmärkte in derart griffigen Formulierungen wie er zu erklären.
Auch diese Woche gab der US-Ökonom eine Kostprobe seiner Kreativität. „Es sind unsere Schulden, aber es ist euer Problem“, sagte El-Erian in dem Podcast „One Decision“. Damit nahm er Bezug auf den legendären Spruch des ehemaligen US‑Finanzministers John Connally aus dem Jahr 1971, als die Vereinigten Staaten einseitig die Bindung des Dollars an Gold aufhoben und das globale Währungssystem erschütterten.
Was der Ökonom mit Bezug auf die aktuelle Lage meint: „Amerika exportiert seine Schuldenkrise“ – und das ist noch eine ziemlich milde Umschreibung dessen, was an den Anleihemärkten in den vergangenen Tagen und Wochen los war.
Als „Bondbeben“ bezeichnen Finanzmarktakteure inzwischen den steilen Anstieg der langfristigen Kapitalmarktzinsen. Die Renditen der Staatsanleihen in vielen Teilen der Welt durchbrachen kritische Marken – und das in atemberaubender Geschwindigkeit. Der US-Bond mit zehnjähriger Laufzeit, so etwas wie der Richtwert der globalen Kreditmärkte, übersprang die Fünf-Prozent-Hürde und steht inzwischen bei mehr als 5,33 Prozent, dem höchsten Stand seit fast 25 Jahren. Das deutsche Pendant liegt inzwischen bei 3,5 Prozent. Frankreich und Italien müssen ihre Anleiheinvestoren mit 4,9 beziehungsweise 4,7 Prozent bedienen. Für amerikanische Bonds mit dreißigjähriger Laufzeit ist sogar die Marke von sechs Prozent in Sichtweite.
remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
AnzeigeImmobilienbewertung Wohnungssuche oder Eigentum? Diese Services helfen.
AnzeigeIT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
AnzeigePresseportal Direkt hier lesen!
AnzeigeSTELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
AnzeigeExpertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Zinsanstieg: Fünf Fragen und Antworten zum Knacken am Bondmarkt | 0 | 7.48 | 01-10-2026 |
| 2 | Marc Friedrich: Der Anleihenmarkt schlägt Alarm – jetzt wird es gefährlich | 0 | 10 | 13-09-2026 |
| 3 | USA, Dollar, Gold: Die neue Schuldenangst an den Märkten | 0 | 7.12 | 10-09-2026 |
| 4 | Öl, Zinsen, Inflation: Die Märkte stehen am Kipp-Punkt | 0 | 11.77 | 02-09-2026 |
| 5 | Immobilien: Teure Kredite – so wirken höhere Zinsen in Deutschland und den USA | 0 | 8.21 | 08-10-2026 |
| 6 | Anleihen: „Ab sechs Prozent beginnt der Zerstörungsprozess“: Was der Welt nach dem Zins-Schock bevorsteht | 0 | 13.04 | 08-10-2026 |
| 7 | US-Staatsanleihen: Rendite 30-jähriger US-Anleihen auf höchstem Stand seit 2002 | 0 | 18.59 | 07-10-2026 |
| 8 | Geldanlage: Wie lange können die Aktienmärkte den hohen Zinsen trotzen? | 0 | 9.31 | 08-10-2026 |
| 9 | Märkte im Blick: Warum haben die Börsen steigende Zinsen so lange ignoriert? | 0 | 8.82 | 02-10-2026 |
| 10 | Eurozone borrowing costs surge in global bond rout | 0 | 12.14 | 01-10-2026 |