Es gibt Produkte, nach denen Leser nicht deshalb immer wieder fragen, weil der Hersteller sie mit einer besonders lauten Werbekampagne in den Markt drückt. Manchmal passiert eher das Gegenteil. Ein Kühler taucht für erstaunlich wenig Geld im Handel auf, bekommt sieben Heatpipes, zwei Lüfter und einen ausgewachsenen Dual-Tower spendiert und irgendwann lautet die unvermeidliche Frage: […]
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Der Test untersucht die Varianten Thermalright Phantom Spirit 120 SE Black und Phantom Spirit 120 SE ARGB hinsichtlich Kühlleistung, Geräuschbegrenzung, Konstruktion und möglicher Fertigungstoleranzen. Das zentrale Ergebnis: Beide Kühler arbeiten thermisch praktisch gleich, erreichen bei 40 dB(A) etwa 28 K bei 100 W und rund 69 K bei 200 W und bieten für ungefähr 30 bis 40 Euro eine ungewöhnlich umfangreiche Dual-Tower-Konstruktion.
Wichtigste Fakten| Merkmal | Ergebnis | Einordnung |
|---|---|---|
| Kühlkörper | 765 g, Dual-Tower, 154 mm hoch | Ausgewachsene Konstruktion mit vergleichsweise kompakter Bauhöhe |
| Heatpipes | 7 × 6 mm | Mehr als beim Thermalright Peerless Assassin 120 SE mit sechs Heatpipes |
| 40 dB(A), 200 W | 69,2 bis 69,3 K | Beide Varianten beherrschen die hohe Dauerlast sinnvoll |
| Unterschied Black und ARGB | höchstens etwa 0,1 K | Kein belastbarer thermischer Vorteil einer Variante |
| Maximale Drehzahl | 1.500 ± 10 % U/min | Herstellerangabe für beide Lüftervarianten |
| Preisbereich | ungefähr 30 bis 40 Euro | Sehr umfangreiche Ausstattung für diese Preisklasse |
| Eigenschaft | Phantom Spirit 120 SE Black | Phantom Spirit 120 SE ARGB |
|---|---|---|
| Abmessungen des Kühlkörpers | 110 × 125 × 154 mm | 110 × 125 × 154 mm |
| Kühlkörpergewicht | 765 g | 765 g |
| Bodenplatte | vernickeltes C1100-Kupfer | vernickeltes C1100-Kupfer |
| Lüfter | 2 × TL-C12B V2 | 2 × TL-C12B-S V2 |
| Lüftergröße | 120 × 120 × 25 mm | 120 × 120 × 25 mm |
| Lüftergewicht | 135 g je Lüfter | 135 g je Lüfter |
| Volumenstrom | 66,17 CFM | 66,17 CFM |
| Statischer Druck | 1,53 mmH₂O | 1,53 mmH₂O |
Beide Kühler sind für AMD AM4 und AM5 sowie Intel LGA115x, LGA1200, LGA1700 und LGA1851 angegeben. Zum Lieferumfang gehören der Kühlkörper, zwei 120-mm-Lüfter, Halteklammern, Montagematerial und Wärmeleitpaste.
Messwerte und Beobachtungen| Variante und Messbedingung | 100 W | 150 W |
|---|---|---|
| Phantom Spirit 120 SE ARGB bei 40 dB(A) | ca. 27,9 K | ca. 47,9 K |
| Phantom Spirit 120 SE Black bei 40 dB(A) | ca. 27,8 K | ca. 48,0 K |
| Phantom Spirit 120 SE ARGB bei maximaler Drehzahl | ca. 27,6 K | ca. 46,7 K |
| Phantom Spirit 120 SE Black bei maximaler Drehzahl | ca. 27,2 K | ca. 47,0 K |
| Variante und Messbedingung | 200 W | Verbesserung gegenüber 40 dB(A) |
|---|---|---|
| Phantom Spirit 120 SE ARGB bei 40 dB(A) | ca. 69,2 K | — |
| Phantom Spirit 120 SE Black bei 40 dB(A) | ca. 69,3 K | — |
| Phantom Spirit 120 SE ARGB bei maximaler Drehzahl | ca. 68,3 K | ca. 0,9 K |
| Phantom Spirit 120 SE Black bei maximaler Drehzahl | ca. 68,7 K | ca. 0,6 K |
Die Werte sind Temperaturdifferenzen zur Umgebung und wurden aus den vorliegenden Diagrammen sinnvoll gerundet. Bei 40 dB(A) wechseln die kleinen Unterschiede zwischen Black und ARGB sogar das Vorzeichen: Die Black-Version liegt bei 100 W etwa 0,1 K vorn, bei 150 und 200 W die ARGB-Version ebenfalls etwa 0,1 K. Daraus lässt sich kein statistisch belastbarer Sieger ableiten.
| Akustische Messgröße | Black | ARGB |
|---|---|---|
| Lautstärke bei 100 % PWM | 43,4 dB(A) | 45,3 dB(A) |
| PWM für 40 dB(A) | 88 % | 82 % |
| Drehzahl bei 40 dB(A) | 1.375 U/min | 1.340 U/min |
| Abstand zu 100 % PWM | 3,4 dB(A) | 5,3 dB(A) |
Der Phantom Spirit 120 SE verwendet zwei eng beieinanderliegende Aluminiumtürme mit jeweils unabhängig gezählten 51 Lamellen. Diese Zählung stammt aus der Untersuchung des Testmusters und ist kein aktueller Herstellerwert. Ein 120-mm-Lüfter sitzt zwischen den Türmen, der zweite außen. Die Konstruktion arbeitet damit entlang einer gemeinsamen Luftströmungsachse und ist für erzwungene Konvektion ausgelegt.
Die sieben Kupfer-Heatpipes werden aus dem Bereich der Bodenplatte herausgeführt und auf beide Lamellenpakete verteilt. An den untersuchten Rohren waren keine offensichtlichen starken Quetschungen an den Biegeradien erkennbar. Die Lamellen sind nach den verfügbaren Untersuchungen überwiegend als Press-Fit auf den Heatpipes ausgeführt. Eine durchgehende Verlötung jeder Lamelle wäre konstruktiv aufwendiger und ist hier nicht zu erkennen.
Thermalright nutzt keine Direct-Touch-Bodenplatte, sondern eine geschlossene, vernickelte Bodenplatte aus C1100-Kupfer. Die gemessene Kontaktfläche beträgt ungefähr 39 × 45 mm und deckt den relevanten Bereich des AM5-IHS ab. Die Bodenplatte soll die Wärme zunächst verteilen und anschließend an die sieben Heatpipes übergeben.
Im Bereich der Bodenplattenanbindung sind sichtbare metallisch glänzende Übergänge und Lotreste vorhanden. Die Heatpipes sind innerhalb der Bodenplatte gelötet; die äußere Kontur der Lötstellen wirkt dabei nicht überall gleichmäßig. Aus den sichtbaren Lötstellen lässt sich jedoch nicht ableiten, ob ein Lötverfahren oberhalb der technischen Grenze von 450 °C eingesetzt wurde. Thermalright nennt weder die Lotlegierung noch das Prozessfenster. Die innere Füllung der Fuge, mögliche Lunker und die Benetzung wurden nicht zerstörend oder metallografisch untersucht.
Auch die Ebenheit der Bodenplatte wurde nicht präzise vermessen. Eine Prüfung mit einem Haarlineal zeigte keine Auffälligkeiten, die Vernickelung wirkte jedoch etwas wellig. Die sichtbaren Fertigungsmerkmale belegen daher keine schlechte Kühlleistung. Sie zeigen vielmehr, dass die Konstruktion funktional und nicht auf kosmetisch perfekte, vollständig unsichtbare Fügestellen ausgelegt ist.
Testbedingungen und GrenzenDie Messungen erfolgten auf einem offenen Testaufbau mit AMD Ryzen 9 7900X, ASUS ROG Crosshair X670E Hero, 16 GB Kingston Fury Beast DDR5-6000 CL36-38-38, Sapphire Radeon RX 7600 Pulse 8 GB und einem FSP Hydro Ti PRO mit 1.000 W. Als Betriebssystem kam Windows 11 Pro zum Einsatz. HWiNFO64 erfasste die Sensoren in einem Intervall von 5.000 ms; maßgeblich war „CPU Die (Average)“.
Die Belastung erfolgte mit Prime95 30.8b17 und Small FFTs bei 100, 150 und 200 W. Jede Messkurve lief 1.200 Sekunden, also 20 Minuten, bei ungefähr 19 bis 20 °C Umgebungstemperatur. Die normierte Lautstärkemessung wurde bei 40 dB(A) und 40 cm Abstand durchgeführt. Zusätzlich erfolgte eine Messung bei 100 Prozent PWM.
Die 40-dB(A)-Messung ist für den Kühlervergleich aussagekräftiger als die maximale Drehzahl, weil alle Modelle derselben akustischen Grenze unterliegen. Herstellerangaben wie 25,6 dB(A) sind damit nicht direkt vergleichbar, da sie unter anderen Bedingungen entstehen. Eine echte Untersuchung der Serienstreuung würde viele zufällig aus dem Handel bezogene Exemplare, wiederholte Montagen und gegebenenfalls zerstörende Analysen erfordern. Der Test umfasst zwei Muster.
EinordnungDer Phantom Spirit 120 SE gehört nicht zur absoluten Leistungsspitze, arbeitet aber klar in der Gruppe leistungsfähiger Dual-Tower-Kühler. Bei 40 dB(A) erreicht der Noctua NH-D15 G2 chromax.black 25,3 K bei 100 W, 44,8 K bei 150 W und 65,0 K bei 200 W. Der Cooler Master V8 ACE 3DHP BLACK kommt auf 22,1 K, 44,4 K und ungefähr 67,0 K. Beide Vergleichsprodukte liegen damit je nach Last einige Kelvin vorn, sind aber größer, schwerer oder deutlich teurer.
Der NH-D15 G2 arbeitet mit zwei 140-mm-Lüftern, acht Heatpipes und rund 1,5 kg Gesamtgewicht und lag im Test bei ungefähr 150 Euro. Der Phantom Spirit kostet dagegen ungefähr 30 bis 40 Euro. Der Abstand zur Oberklasse ist messbar, fällt aber deutlich kleiner aus als der Preisunterschied. Bei 200 W liegt der Phantom Spirit mit rund 69 K weiterhin in einem Bereich, in dem die Konstruktion nicht einbricht.
StärkenZwei 120-mm-Lüfter, sieben 6-mm-Heatpipes und 765 g Kühlkörpermasse für ungefähr 30 bis 40 Euro.Bei 40 dB(A) nahezu identische Ergebnisse der Black- und ARGB-Version.Auch bei 200 W bleibt die Temperaturdifferenz mit etwa 69 K auf einem nutzbaren Niveau.Die maximale Drehzahl verbessert die Werte nur um etwa 0,3 bis 1,2 K, wodurch der Kühler bereits bei 40 dB(A) nahe an seinem thermischen Optimum arbeitet.Geschlossene Kupferbodenplatte statt einer einfachen Direct-Touch-Lösung.EinschränkungenMit 154 mm Kühlkörperhöhe müssen Gehäuse, Arbeitsspeicher und Lüfterposition vor der Montage geprüft werden.Bei hohen Speichermodulen kann der vordere Lüfter nach oben versetzt werden und dadurch zusätzliche Höhe benötigen.Die maximale Lüfterdrehzahl ist laut Hersteller mit einer Toleranz von ±10 % angegeben.Die innere Qualität der Lötfugen, die Heatpipe-Füllung und die tatsächliche Serienstreuung wurden nicht zerstörend untersucht.Für die letzten Kelvin, maximale Fertigungsreserven oder die absolute Spitzenleistung gibt es leistungsfähigere, deutlich teurere Kühler.Fragen und AntwortenSind Black und ARGB thermisch unterschiedlich? Nein. Die Messwerte liegen praktisch gleichauf und unterscheiden sich nur um ungefähr 0,1 K.Wie gut kühlt der Phantom Spirit 120 SE bei 200 W? Bei 40 dB(A) erreicht er etwa 69,2 bis 69,3 K Delta zur Umgebung.Bringt maximale Lüfterdrehzahl viel zusätzliche Leistung? Nein. Je nach Last verbessert sie das Ergebnis nur um ungefähr 0,3 bis 1,2 K.Ist die ARGB-Version wegen der Beleuchtung schlechter? Dafür gibt es im Test keinen belastbaren Hinweis.Wo liegt der wichtigste Vorbehalt? Die mögliche Serienstreuung bei Heatpipes, Lötfugen, Bodenplatte, Presspassungen und Lüftern lässt sich mit zwei Mustern nicht abschließend bewerten.Es gibt Produkte, nach denen Leser nicht deshalb immer wieder fragen, weil der Hersteller sie mit einer besonders lauten Werbekampagne in den Markt drückt. Manchmal passiert eher das Gegenteil. Ein Kühler taucht für erstaunlich wenig Geld im Handel auf, bekommt sieben Heatpipes, zwei Lüfter und einen ausgewachsenen Dual-Tower spendiert und irgendwann lautet die unvermeidliche Frage: Wo ist der Haken? Genau so ging es mir mit dem Thermalright Phantom Spirit 120 SE. Eigentlich sogar zweimal, denn mit dem Phantom Spirit 120 SE Black und dem Phantom Spirit 120 SE ARGB stehen hier zwei Varianten desselben Grundkonzepts. Die eine bleibt optisch eher zurückhaltend, die andere bringt beleuchtete Lüfter mit. Thermisch sollten sich beide nach den Herstellerdaten kaum unterscheiden, und genau das lässt sich sehr schön überprüfen.
Thermalright ist dabei keineswegs ein plötzlich aufgetauchter Billiganbieter. Das Unternehmen ist seit 2001 im Bereich PC-Kühlung aktiv und hat über die Jahre eine bemerkenswert breite Palette aus Luftkühlern, Lüftern und anderen Kühlprodukten aufgebaut. Interessanter als das Alter des Herstellers ist hier aber die Frage, wie viel Kühler sich heute tatsächlich für rund 30 bis 40 Euro bauen lässt. Denn zumindest preislich bewegen sich beide Phantom-Spirit-Varianten je nach Händler und Tageskurs in einer Region, für die man anderswo auch problemlos nur zwei etwas ambitioniertere 120-mm-Lüfter bekommt. Und wer sich wundert: Enrico ist gerade zur Kur und ich schreibe den Artikel anhand seiner Messdaten heute de facto als “Ghostwriter”. Neue Rolle, aber passt schon.
Unboxing und ZubehörUnd damit sind wir bei dem Grund, warum ich mir diese beiden Kühler ausführlicher vorgenommen habe. Ich möchte nicht nur wissen, ob sie kalt machen. Das schafft im Grunde jeder ausreichend große Metallklotz mit Ventilator. Interessanter sind die Fragen, wie gut das bei gleicher Lautstärke gelingt, wie weit 100 Prozent Lüfterdrehzahl überhaupt noch helfen, ob zwischen Black und ARGB messbare Unterschiede existieren und wie der Kühler konstruktiv mit einem so niedrigen Straßenpreis zusammenpasst. Dazu gehört auch ein genauerer Blick auf die Bodenplatte und die Heatpipe-Anbindung. Gerade dort trennt sich bei einem Heatpipe-Kühler nämlich ein hübscher Aufbau von einem tatsächlich gut funktionierenden Wärmeübertrager. Und bei den sichtbaren Lötstellen unseres Musters lohnt es sich, den etwas vorschnell verwendeten Begriff „hartgelötet“ einmal technisch sauber auseinanderzunehmen.
Die beiden Kartons machen zunächst wenig Aufhebens um ihren Inhalt. Braune Pappe, schwarze Bedruckung, Produktzeichnung, Modellbezeichnung. Kein lackierter Hochglanzkarton, kein Magnetdeckel und auch kein Versuch, aus einem CPU-Kühler eine Schmuckschatulle zu machen. Das empfinde ich an dieser Stelle nicht als Nachteil. Verpackungen kühlen schließlich ausgesprochen schlecht. Auffällig ist vielmehr, wie kompakt Thermalright einen ausgewachsenen Dual-Tower unterbringt. Der eigentliche Kühlkörper wird im Inneren durch Schaumstoff gehalten, die Lüfter und das Montagematerial sitzen getrennt davon. Damit bekommt man eine relativ einfache, aber funktionelle Transportsicherung.
Zum Lieferumfang gehören der Kühlkörper, zwei 120-mm-Lüfter, die benötigten Halteklammern, das Plattform-Montagematerial und Wärmeleitpaste. Die aktuellen Herstellerangaben führen beide Varianten für AMD AM4 und AM5 sowie Intel LGA115x, LGA1200, LGA1700 und LGA1851.
Es gibt also keinen offensichtlichen Punkt, an dem der Rotstift den Kühler funktional halbiert hätte. Das ist wichtig, denn günstig ist etwas anderes als billig konstruiert. Ob Thermalright an Stellen gespart hat, die man nicht sofort sieht, ist eine andere Frage und wird später noch interessant. Nur den schönen Schraubendreher verganger Tage vermisse ich dann doch…
Technische Daten im direkten Vergleich| Merkmal | Phantom Spirit 120 SE Black | Phantom Spirit 120 SE ARGB |
|---|---|---|
| Bauform | Dual-Tower | Dual-Tower |
| Abmessungen Kühlkörper | 110 × 125 × 154 mm | 110 × 125 × 154 mm |
| Höhe | 154 mm | 154 mm |
| Gewicht Kühlkörper | 765 g | 765 g |
| Heatpipes | 7 × 6 mm | 7 × 6 mm |
| Bodenplatte | C1100-Kupfer, vernickelt | C1100-Kupfer, vernickelt |
| Lamellenmaterial | Aluminium | Aluminium |
| Lüfteranzahl | 2 | 2 |
| Lüftermodell | TL-C12B V2 | TL-C12B-S V2 |
| Lüfterabmessungen | 120 × 120 × 25 mm | 120 × 120 × 25 mm |
| Lüftergewicht je Stück | 135 g | 135 g |
| Gesamtgewicht rechnerisch | ca. 1.035 g | ca. 1.035 g |
| Maximale Drehzahl laut Hersteller | 1.500 ± 10 % U/min | 1.500 ± 10 % U/min |
| Volumenstrom laut Hersteller | 66,17 CFM | 66,17 CFM |
| Statischer Druck laut Hersteller | 1,53 mmH₂O | 1,53 mmH₂O |
| Schalldruck laut Hersteller | 25,6 dB(A) | 25,6 dB(A) |
| Stromaufnahme je Lüfter | 0,20 A | 0,20 A |
| Lager | S-FDB | S-FDB |
| Lüfteranschluss | 4-Pin PWM | 4-Pin PWM |
| Beleuchtung | nein | adressierbares RGB |
| ARGB-Anschluss | entfällt | 3-Pin, 5 V |
| AMD-Sockel | AM4, AM5 | AM4, AM5 |
| Intel-Sockel | LGA115x, LGA1200, LGA1700, LGA1851 | LGA115x, LGA1200, LGA1700, LGA1851 |
| Preisniveau Ende September 2026 | etwa 39 Euro | niedriger bis mittlerer 30-Euro-Bereich |
Schon diese Tabelle erklärt einen guten Teil der Aufmerksamkeit. Sieben 6-mm-Heatpipes, 765 Gramm Kühlkörpermasse, zwei Lüfter und 154 mm Bauhöhe sind für diese Preisklasse eine ungewöhnlich vollständige Ausstattung. Viel Luft nach unten bleibt beim Materialeinsatz jedenfalls nicht. Gleichzeitig zeigt der Vergleich etwas anderes. Black und ARGB sind nicht zwei unterschiedlich abgestimmte Kühler, sondern im Wesentlichen zwei Varianten derselben thermischen Plattform. Die veröffentlichten Lüfterdaten sind sogar praktisch identisch. Wenn also eine Variante im Test plötzlich mehrere Kelvin vor der anderen liegen würde, müsste man genauer hinschauen. Mit der Beleuchtung allein ließe sich das jedenfalls nicht erklären.
