Die konservative Oppositionsführerin Kemi Badenoch wirft Premierminister Andy Burnham Nostalgie vor. Sie will sich aber selbst an den Idealen von Margaret Thatcher orientieren.

Tory-Chefin Kemi Badenoch auf dem Parteitag der Konservativen in Birmingham: Sie fordert eine Rückkehr zu den Idealen von Margaret Thatcher. Foto: Getty Images
London. In einem sind sich der britische Premierminister Andy Burnham und die konservative Oppositionsführerin Kemi Badenoch einig: In Großbritannien bahnt sich ein „Kampf um Ideen“ an. Das Kuriose dabei: Sowohl die regierende Labour-Partei als auch die konservativen Tories ringen um Ideen der Vergangenheit. Während Burnham angekündigt hat, die neoliberalen Reformen der ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher aus den 1980er-Jahren rückgängig zu machen, will Badenoch an die Philosophie der konservativen Ikone anknüpfen.
„In der britischen Politik steht ein Kampf bevor“, sagte die 46-jährige Tory-Chefin am Mittwoch auf dem Parteitag der Konservativen in Birmingham. „Ein Kampf, wie wir ihn in diesem Land seit mehr als einem halben Jahrhundert nicht mehr gesehen haben. Es wird ein Kampf um die Seele dieser Nation sein.“ Während Labour-Chef Burnham das Land nostalgisch in eine scheinbar bessere Vergangenheit zurückführe, wolle sie aus der Vergangenheit lernen, betonte Badenoch.
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