Tobias Rauch wird erster AfD-Landtagspräsident. In der ersten Sitzung des neu gewählten Magdeburger Landtags gewinnt nicht nur die AfD – es wird auch deutlich, was politisch bevorstehen könnte.

Tobias Rausch (li.), Ulrich Siegmund (re.): Foto: via REUTERS
Um 12.50 Uhr nimmt Tobias Rausch den Platz der Sitzungsleitung des Landtages von Sachsen-Anhalt ein. Vor ihm eine große Glocke, das Mikrofon, seine ausgedruckte Antrittsrede. Zum ersten Mal hat damit ein AfD-Abgeordneter das Amt eines Landtagspräsidenten übernommen.
Die Wahl, eine Nagelprobe für eine mögliche AfD-Regierung, ist damit aus Sicht der Rechten mehr als gelungen. Denn Rausch haben in geheimer Wahl nicht nur die eigenen Fraktionskollegen und mutmaßlich die Abgeordneten des BSW gewählt, sondern auch noch vier weitere – wahrscheinlich CDU-Abgeordnete.
Rausch sitzt nun im ovalen Raum des Landtages in Magdeburg einem Block von 39 AfD-Abgeordneten gegenüber, die sich mittig positioniert haben – links von den Grünen.
Der neue Landtagspräsident scheint den Trubel um seine Person weniger zu genießen, als AfD-Ministerpräsidentenkandidat Ulrich Siegmund, der an diesem Tag in jede Kamera lächelt. Rausch aktiviert das Mikrofon, bittet alle, ihre Plätze einzunehmen. „Ich würde die Presse dann bitten zu gehen“, sagt der Landtagspräsident und dankt für das in ihn gesetzte Vertrauen.
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