Unerwartet schnell steigende Verbraucherpreise und eine Zuspitzung der Lage in Frankreich: Die EZB ist zwischen Problemen bei der Inflation und an den Anleihemärkten eingekeilt.

EZB in Frankfurt: Nächster Zinsentscheid am 29. Oktober. Foto: Boris Roessler/dpa
Frankfurt. Die Europäische Zentralbank (EZB) gerät von zwei Seiten akut unter Druck. Zum einen steigen die Anleiherenditen wegen der Haushaltskrise auf ein problematisches Niveau. Zum anderen legt die Inflation unerwartet schnell zu. Im September ist die Inflationsrate auf 3,8 Prozent gestiegen, wie das EU-Amt Eurostat am Freitag meldete.
Der Sprung von 3,2 Prozent im August auf das jetzige Dreijahreshoch hat viele Analysten überrascht. Sie hatten laut Finanzdienst Bloomberg im Durchschnitt eine Teuerungsrate von 3,5 Prozent prognostiziert. Damit stellt sich für die EZB noch dringlicher die Frage, ob sie die Leitzinsen rasch weiter anheben muss.
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