Die Anleger verdrängen am Freitag die zuletzt aufgekommenen Zins- und Inflationssorgen. Alle Indizes schließen im Plus und lagen im Handelsverlauf teils sogar in Rekordnähe.

Ein Straßenschild an der Wall Street in New York City. Foto: dpa
Düsseldorf. Der US-Arbeitsmarktbericht für September sorgte für gute Stimmung an den Märkten. Die großen US-Indizes schließen am Freitagabend im Plus und erreichen tagsüber teilweise Bestmarken.
So dürften sich die Anleger besonders die jüngsten Beschäftigungszahlen betrachten. Außerhalb der Landwirtschaft entstanden im September nur 29.000 neue Stellen, wie die US-Regierung am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 90.000 Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote kletterte zugleich auf 4,2 Prozent. Im August hatte sich der Arbeitsmarkt noch unerwartet robust gezeigt. Allerdings wurde Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten um insgesamt 60.000 Stellen nach unten revidiert.
„Die heutigen Daten sprechen für Geduld, nicht für Panik“, sagte Seema Shah, Chefstrategin bei Principal Asset Management, gegenüber CNBC. Dabei meint die Strategin Geduld mit Blick auf die US-Zinspolitik.
Weniger Spekulationen um ZinserhöhungenDenn enttäuschende Daten vom Arbeitsmarkt dämpfen an den Finanzmärkten die Spekulation auf eine weitere Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Die Notenbank hat ein duales Mandat, dieses verpflichtet sie zu Vollbeschäftigung und stabilen Preisen.
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