Es ist einer der grössten Skandale in der Geschichte des englischen Fussballs. Manchester City wird wegen Verstössen gegen Finanzregeln schuldig gesprochen. Nun drohen dem Klub harte Strafen.
Es ist einer der grössten Skandale in der Geschichte des englischen Fussballs. Manchester City wird wegen Verstössen gegen Finanzregeln schuldig gesprochen. Nun drohen dem Klub harte Strafen.
29.09.2026, 19.37 Uhr
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Lee Smith / Reuters
(dpa) Der englische Fussball-Topklub Manchester City ist von einer unabhängigen Kommission in allen Anklagepunkten wegen Verstössen gegen die Finanzregeln der Premier League zwischen den Spielzeiten 2009/10 und 2017/18 für schuldig befunden worden. Das hat die Liga nun offiziell bestätigt. Der Verein hat bis Freitag Zeit, Berufung einzulegen.
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Es ist einer der grössten Skandale in der Geschichte des englischen Fussballs. Der Ex-Verein von Trainer Pep Guardiola muss nun mit schweren Sanktionen rechnen, zu denen ein massiver Punktabzug oder sogar der Ausschluss aus der Premier League gehören könnten. Richard Masters, Chef der Premier League, bezeichnete das Verfahren und die Entscheidung als «den bedeutendsten Fall in der Geschichte der Premier League».
Mögliche Strafe steht noch ausNachdem die Vorwürfe nun als erwiesen gelten, soll über die Strafen gegen den mehrmaligen englischen Meister in einer weiteren Anhörung vor der unabhängigen Kommission gesondert entschieden werden, wie die Premier League mitteilte.
Manchester City reagierte enttäuscht auf die veröffentlichte Stellungnahme der Premier-League-Kommission und beteuerte seine Unschuld. Der Verein kündigte in einem Statement an, dass man Berufung einlegen werde. Die Entscheidung enthalte «eindeutige wesentliche Fehler in rechtlicher Hinsicht sowie bei Grundsätzen und Tatsachen» und sei daher nicht tragfähig.
Verfahren dauerte mehr als drei JahreDie Premier League hatte Man City im Februar 2023 nach mehrjährigen Ermittlungen angeklagt, die durch die Enthüllungen der «Football Leaks» im «Spiegel» ausgelöst worden waren.
Die Vorwürfe beziehen sich im Kern auf die Jahre 2009 bis 2018, in denen der Klub dreimal englischer Meister wurde. Sie reichen von falschen Angaben zu Finanzen und Sponsoringeinnahmen bis zu unvollständigen Informationen über Trainer- und Spielergehälter. Obendrein soll City bei der Aufklärung nicht ausreichend mit der Liga kooperiert haben.
Der Verein, der seit 2008 Scheich Mansour aus der Herrscherfamilie von Abu Dhabi gehört, wies die Vorwürfe immer wieder zurück. Ende September hatte zuerst das Sportportal der «New York Times», «The Athletic», über den Schuldspruch berichtet.