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Eine Zeitreise in die Welt am Limes vor 1800 Jahren

Дата публикации: 27-09-2026 15:00:00

Die 14. Römertage in Aalen lockten wieder Tausende Besucher. Highlights waren die Gladiatoren-Kämpfe, aber auch ein ganz bestimmtes Torsionsgeschütz.

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Stand: 27.09.2026, 19:45 Uhr

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Die 14. Römertage in Aalen lockten wieder Tausende Besucher. Highlights waren die Gladiatoren-Kämpfe, aber auch ein ganz bestimmtes Torsionsgeschütz.

Aalen. Sol lucet omnibus. Die Sonne scheint für alle. Und sie hat auf die vielen Tausend Besucher geschienen, die zwei Tage lang am größten Reiterkastell des römischen Imperiums nördlich der Alpen eine spektakuläre Zeitreise an den Limes vor etwa 1800 Jahren erlebten. Was bei diesem größten Römerfest im Land besonders wichtig ist: Man will eine möglichst authentische Sicht auf die Antike bieten, und die gut 200 Darsteller geben gerne Antworten auf die vielen Fragen. 

Lesen Sie hier: So schön waren in Aalen die Römertage 2023

Das mit der Authentizität ist beispielsweise der "Numerus Brittonum" aus Welzheim sehr wichtig, erklärt Marcus Schaaf. Er ist in die Rolle eines Praepositus, eine Art Vorsteher, geschlüpft. Die Truppe stellt die Hilfstruppen dar, die am Limes Dienst leisteten. Anfangs waren es noch Zwangsrekrutierte aus allen Teilen des Weltreichs, später lockten die Kaiser mit großzügigem Sold, Land und dem römischen Bürgerrecht. 

Beim Gang über das Gelände auf dem UNESCO-Welterbe gibt es alle paar Meter jede Menge zu erleben. Dicht umlagert sind die Vorführungen der Torsionsgeschütze wie etwa der "Scorpio" beim scharfen Schuss auf eine große Holz-Zielscheibe, die spannende Gladiatorenshow, Reitervorführungen, der Römerkran im Einsatz oder Marschformationen. Es gibt aber auch die zivile Seite der Antike. Jede Menge Handwerker, Händler, einen Medicus, handgetöpferte Öllampen oder Amphoren, Färber, Schmuckhandwerker eine Modenschau für die antike Dame von Welt oder sogar ein römisches Reisebüro. Immerhin gab es genug Reiseziele im gewaltigen römischen Weltreich.

Auch die "Schola Romana" wird besucht

Für die kleinen Besucher ist eine Menge geboten. Vor der Reiterbaracke wird kräftig gehämmert, hier wird Leder punziert. Auch seine eigenen Ledersandalen kann man fertigen, es gibt etliche Workshops, Mitmach-Aktionen und sogar die Römische Schule ("Schola Romana") ist sehr gut besucht und dicht umlagert. Hier erfahren die jungen Besucher die Geschichte über den wohl größten "Superhelden" der Antike – Herakles. Nicht nur die Erwachsenen sind begeistert, auch die Kleinen sind im Römer-Fieber. Jungen fechten mit Holzschwert und Schild, Mädchen tragen stolz selbst gebastelte Bänder um das Armgelenk. 

Kampfvorführungen der Gladiatorenschule aus Trier.

Kampfvorführungen der Gladiatorenschule aus Trier. © Oliver Giers

Läuft man an den beiden Aktionsflächen vorbei in den hinteren Teil, betritt man die Welt der "Barbaren" – Raetovarier, Bajuwaren, Alemannen. Was da in einem Kochtopf über dem Feuer brodelt, sei wohl Gulasch, erklärt ein Vater seiner Familie. Tatsächlich wird hier Wolle gefärbt, in einem Sud etwa aus grünen Walnüssen oder Färberkamille. Zu essen gibt es aber natürlich auch, selbstverständlich römisch authentisch. Beispielsweise einen "Legionärsteller", "Kleopatras Traum" oder römisches Spanferkel. 

14. Römertage: Jupiter meinte es gut mit Aalen

Eröffnet hatte Oberbürgermeister Frederick Brütting mit einer Ansprache, in der er das Limesmuseum und den Archäologischen Park einen "ganz besonderen Schatz" nannte und wie auch Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege auf den besonderen Bildungsauftrag dieser Stätte verwies. Dann folgte eine Weihezeremonie. Und Jupiter, der römische Wettergott, meinte es gut: Sonne satt an beiden Tagen.

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