Für den Gameboy gab es eine Vielzahl von Accessoires. Eines von ihnen, hätte den beliebten Handheld von Nintendo fast zu einem Business-Gerät gemacht. Was geplant war und warum das Projekt gescheitert ist.
Für den Gameboy gab es eine Vielzahl von Accessoires. Eines von ihnen, hätte den beliebten Handheld von Nintendo fast zu einem Business-Gerät gemacht. Was geplant war und warum das Projekt gescheitert ist.

Der beliebte Gameboy wäre fast zu einem Business-Begleiter geworden. (Bild: Shutterstock/Christos Film)
Der Gameboy löst wahrscheinlich bei vielen Zocker:innen heute noch wohlige Erinnerungen aus. Sei es durch stundenlanges Blöckeschubsen in Tetris oder durch knifflige Hüpfpassagen mit Super Mario. Wäre die Geschichte allerdings etwas anders verlaufen, hätten wir den Gameboy heute nicht nur als Handheld in Erinnerung, sondern auch als Arbeitsgerät. Denn ein Unternehmen hat versucht, den Gameboy business-salonfähig zu machen.
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Das wäre passiert, wenn der sogenannte „Workboy“ das Licht der Welt erblickt hätte. Bei dem Accessoire handelt es sich im Grunde um eine externe Tastatur, die per Link-Kabel an den Gameboy angeschlossen werden konnte. Das kleine Gadget hätte den Handheld dann vom Gaming-Gerät in einen PDA-Ersatz verwandelt. Damit wäre es zunächst möglich gewesen, Notizen aufzuschreiben und diese tragbar auf dem Workboy zu speichern.
Dadurch hätten Nutzer:innen laut Hersteller des Workboys, dem Unternehmen Fabtek, „Adressen für Läden, Zahlen und Fakten oder die besten Tipps für Metroid 2“ immer bei sich haben können. Doch die Fertigkeiten des Gameboy-Accessoires waren damit nicht ausgeschöpft. An Bord befanden sich noch ein Einheitenumrechner, eine Übersicht mit Wörtern in fremden Sprachen, ein Taschenrechner und ein Account-Manager. Über Letzteren hätten Workboy-Nutzer:innen etwa ihre Banknummer sowie den aktuellen Kontostand auf dem Gerät speichern können.
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Sogar eine automatische Anruffunktion hätte der Workboy geboten. User:innen hätten eine Nummer aus dem Telefonbuch des Workboys auswählen und anschließend den Gameboy-Lautsprecher an ein Telefon halten können. Durch die Wiedergabe der Tonfrequenzen wäre eine Nummer gewählt worden. Wie ihr sicherlich schon bemerkt habt, ist das ganz schon viel Konjunktiv für den Workboy. Was ist also mit den Plänen zum Business-Gameboy passiert?
Wie der Workboy sein Ende fandEmpfohlene redaktionelle Inhalte
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Das Accessoire für den Gameboy wurde erstmals auf der Consumer Electronics Show (CES) 1992 von Fabtek-CEO Frank Ballouz vorgestellt. Damals verfolgte das Unternehmen den Plan, das Gerät Ende 1992 zu veröffentlichen. Es gab schon zahlreiche Vorabberichte zum Gerät und sogar ein geplantes Launch-Event. Dem Ganzen machte aber Nintendo einen Strich durch die Rechnung.
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Der Gameboy kam im Juli 1989 zum Preis von 89,99 US-Dollar auf den amerikanischen Markt. Schon 1992 passte Nintendo den Preis des Handhelds an. So konnten interessierte Gamer:innen schon für 79,95 Dollar einen Gameboy bekommen. Das Problem für Fabtekt: Der Workboy hätte damit preislich über dem Handheld gelegen. Man hätte also verlangt, dass die Gamer:innen mehr für ein Zubehör als für den eigentlichen Handheld ausgeben. Da die Aussichten auf Erfolg dadurch stark gesunken waren, stellte Fabtek den Workboy ein.
Heute gibt es nur noch einen Prototypen des Workboys, der sich im Besitz von Ballouz befindet. Dass dieser Prototyp überhaupt existiert, wurde erst 2020 vom Youtube-Kanal „Did You Know Gaming“ herausgefunden. In einem Gespräch über die Entstehungsgeschichte und das Ende des Workboys ließ Ballouz überraschend verlauten, dass er das Gerät damals als Erinnerung an das Experiment mitgenommen und seither sicher aufbewahrt hat.
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