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o2-Chef will 3 Netzbetreiber: Was das für 1&1 wirklich bedeutet

Дата публикации: 29-09-2026 07:42:00

o2-Telefónica-Chef Santiago Argelich Hesse hält vier Netzbetreiber in Deutschland für einen zu viel. Prompt gibt es neue Spekulationen über eine mögliche Übernahme von 1&1. Doch technische Hürden, die Kosten und nicht zuletzt Ralph Dommermuth sprechen gegen ein solches Szenario.

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Anmerkungen zur Marktlage haben erneut Speku­lationen befeuert, o2-Telefónica könnte doch 1&1 übernehmen. Die Faktenlage ist eine andere. Kürzlich stellte der neue o2-Telefónica-Deutschland Chef Santiago Argelich Hesse seine künftige Strategie vor. Dabei ging es auch um die Anzahl der Markt­teil­nehmer. Hesse bestätigte, dass vier Netz­betreiber eigentlich einer zu viel seien, auch das Modell der Service-Provider sagt ihm nicht sonderlich zu.

Erneute Spekulation: Telefónica kauft 1&1?

Daraus wurde in verschie­denen Medien erneut die Vermutung abgeleitet, die Telefónica Deutschland könnte sich doch den vierten Netz­betreiber 1&1 kaufen und in das eigene Unternehmen integrieren. Dazu sagte Hesse nichts, denn das Thema war eigentlich schon kurz nach dem MWC 2026 ausdis­kutiert und ad acta gelegt worden.

Kauf von 1&1: Welche Vorteile hätte das?

Erneut geistern Gerüchte durch die Medien: Könnte o2-Telefónica die  1&1 kaufen? Erneut geistern Gerüchte durch die Medien: Könnte o2-Telefónica die 1&1 kaufen?
Fotos: Image licensed by Ingram Image/teltarif.de, Logos: Anbieter, Montage: teltarif.de
Klar, in München gibt es Stimmen, die der Ansicht sind, dass das Glas­faser­netz von 1&1 (bisher Versatel) ganz gut ins Programm von o2-Telefónica passen würde. Dann hätte man "was eigenes fürs Festnetz" und könnte daraus inter­essan­tere Angebote schmieden. Dass der Verkauf des "eigenen Festnetzes" vor Jahren ein Fehler war, hat sich längst herum­gespro­chen.

Mobil­funk­netze inkom­patibel

Nur: Das eigene Mobil­funk­netz von 1&1, das auf Open-RAN-Technologie von Rakuten basiert, ist zu dem von o2 (wo OpenRAN derzeit nur regional im Probe­betrieb läuft) absolut inkom­patibel, d.h. Telefónica würde hier ein Netz-System für viel Geld kaufen, mit dem es im Prinzip wenig bis gar nichts anfangen kann.

Sind 12 Millionen Kunden lukrativ?

Blieben die rund 12 Millionen 1&1-Mobilfunk-Kunden, die ja früher einmal (weitgehend) im o2-Netz bedient wurden, bevor es zum spek­taku­lären Netz-Wechsel kam. Bekanntlich sind 1&1-Kunden in der Regel sehr kosten­bewusst. Die zu erwartenden Umsätze also eher gering. Das wusste schon Hesses Vorgänger Markus Haas, konnte das aber nicht deutlich genug in der Konzern­zentrale in Spanien vermitteln.

Will Dommermuth überhaupt verkaufen?

1&1-Chef Ralph Dommermuth: Die Party hat noch gar nicht begonnen. 1&1-Chef Ralph Dommermuth: Die Party hat noch gar nicht begonnen.
Foto: Picture Alliance/dpa
Entschei­dend ist: Das Unternehmen 1&1 gehört dem Unternehmer Ralph Dommermuth, der auf Nachfrage gegenüber teltarif.de klar betont hat: "Warum sollte ich verkaufen, die Party hat doch noch gar nicht angefangen." Dommermuth stützt sich auf sein bis zu 18 Jahre lang laufendes Roaming-Abkommen mit Vodafone, was ihm die Freiheit gibt, sein eigenes Netz in aller Seelenruhe ohne Hast aufzubauen. Die geforderten 50 Prozent Abdeckung der Bevölkerung lassen sich mit den Vorgaben der Bundes­netz­agentur "locker erfüllen" (-114dBm in 3 Meter Höhe über Grund), wie Bran­chen­kenner bestätigen.

Telefónica müsste Herrn Dommermuth schon eine unglaublich hohe Summe bieten, bevor er schwach werden würde. Nur müsste o2-Telefónica diese Kaufsumme irgendwie aufbringen und später wieder zurück­verdienen. Bekanntlich ist o2-Telefónica ist ja eher auf Sparkurs unterwegs.

Die unbeliebten Service-Provider

Dass Service-Provider, die einfach nur Verträge einkaufen und unter eigenem Namen weiter­verkaufen, bei allen Netz­betrei­bern relativ unbeliebt sind, ist nicht neu. Um existieren zu können, brauchen sie so um die 30 Prozent Rabatt, damit lebten sie bislang ganz gut. Die Verwaltung der Service-Provider-Kundendaten im Netz (Netz­funk­tionen, Aktivieren und Deak­tivieren der SIM-Karte etc.), verbleibt beim Netz­betreiber und auf seinen Systemen. Die Service-Provider haben eine spezielle Hotline beim Netz­betreiber, wenn Kunden über Störungen berichten und nach einer Lösung fragen.

Virtuelle Netz­betreiber

Bei den virtuellen Netz­betrei­bern (mit eigenem Kernnetz und eigener Vorwahl) scheint die Rechnung etwas besser auszusehen, da sie den Inter­connect und die notwendige Server-Technik in der Regel selbst aufbauen und betreiben müssen (oder einen Dienst­leister einspannen), also auch das Aktivieren oder Deak­tivieren der Kunden selbst verwalten und nur die "fertigen" Signale im Mobil­funk­netz abliefern.

2027 - Jahr der Neuver­hand­lungen

Hesse deutete an, im nächsten Jahr alle "Part­nerver­träge" mit virtuellen Netz­betrei­bern und Service-Providern neu verhandeln zu wollen. Wie die Details aussehen (soll es für die Partner teurer werden?) verriet er nicht.

Spekulieren wir mal: Dann könnte es also durchaus sein, dass der eine oder andere Partner danach "aussteigen" möchte, entweder um in einem neuen Netz sein Glück zu suchen oder gar ganz aufzugeben. Aber das ist alles hoch spekulativ. Es kann genauso gut sein, dass die Verhand­lungen wie das berühmte Schießen zu Hornberg ausgehen und am Ende die bestehenden Verträge mehr oder weniger zu den alten oder sogar noch für die Partner besseren Konditionen verlängert werden.

Was können die Kunden tun?

Vorsichtige Kunden sollten darauf achten, möglichst monatlich kündbare Verträge abzu­schließen (nach 24 Monaten Laufzeit ist das automatisch der Fall) und bei angebotenen Vertrags­verlän­gerungen mit dem "Handy für 1 Euro" (die eine neue Laufzeit von 24 Monaten, bei bestimmten Kosten­modellen sogar 36 Monate für den Handy­raten­kauf starten), sehr scharf nach­zurechnen und ggfs. "Nein" zu sagen. So bleiben sie flexibel.

Da heutige Handys in der Regel Platz für zwei SIM-Karten haben, kann es nie schaden, eine weitere SIM-Karte in einem anderen Netz zu besorgen, mit monatlicher Kündi­gungs­frist oder auf der noch risi­kolo­seren Prepaid-Basis. Auch der Kauf von Prepaid-Jahres­paketen will gut überlegt sein.

Welche Tarife und Pakete und welche Netze in Frage kommen, lesen Sie bei uns.

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Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 14.56. Источник: www.teltarif.de.