Volkswagen steht vor einer tiefgreifenden Restrukturierung, der Aufsichtsrat stimmt dem "Zukunftsplan 2030" des Vorstands zu. Teams von Gleiss Lutz und Linklaters sind für VW beratend tätig.
Volkswagen steht vor einer tiefgreifenden Restrukturierung, der Aufsichtsrat stimmt dem "Zukunftsplan 2030" des Vorstands zu. Teams von Gleiss Lutz und Linklaters sind für VW beratend tätig.
Mit einem umfangreichen Sparprogramm will das Management von Volkswagen (VW) die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und die Profitabilität steigern. Die konkreten Maßnahmen, die man für notwendig hält, hat der Vorstand in den "Zukunftsplan 2030" gepackt, der am Donnerstag präsentiert wurde.
Um die Kosten zu senken, sollen weltweit rund 50.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, darunter auch Positionen im Management. Die Modellpalette soll bis 2035 um etwa 50 Prozent schlanker werden. Zu einer Ausgliederung der Kernmarke VW im Bereich PKW wird es aber nicht kommen.
Aufgrund der aktuellen Überkapazitäten im Bereich der Produktion prüfe man "alternative Verwendungsmöglichkeiten" für die Werke in Emden, Hannover, Neckarsulm und Zwickau, teilte der Konzern mit. Zuletzt wurde schon darüber spekuliert, ob einzelne Werke des Konzerns zur Produktion von Rüstungsgütern oder für den Bau von Fahrzeugen für den chinesischen Markt genutzt werden könnten. Ein Konzept für die Zukunft der einzelnen Standorte will das Unternehmen bis Ende Juni 2027 vorlegen.
Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group, kündigte zudem Investitionen an. Eine "dreistellige Milliardensumme" werde VW investieren, um die "ikonischen Marken noch attraktiver, stärker und wettbewerbsfähiger zu machen". Der Aufsichtsrat des Konzerns hat den Plänen zugestimmt. Man sei überzeugt, dass mit der Umsetzung die dauerhafte Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Volkswagen Konzerns gesichert werde, so der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch.
Auch auf Seiten der Arbeitnehmervertretung sieht man grundsätzlich die Notwendigkeit struktureller Veränderungen. In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, und Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats bei VW, aber den "Konfrontationskurs" und die "Kommunikation des Vorstands in den vergangenen Wochen". Nun hätten sich aber alle aufeinander zubewegt. Man erwarte, dass der Vorstand "seine Hausaufgaben erledigt und zügig Ergebnisse vorlegt".
Kanzleien & Köpfe
In die Vorbereitungen zum geplanten Transformationsprozess sind auch Wirtschaftskanzleien eingebunden. Ein Team von Gleiss Lutz unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Arnold berät in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Roland Berger den Aufsichtsrat von VW.
Der VW-Vorstand wird von Linklaters zu den rechtlichen Fragen der Konzeption des Zukunftsplans 2030 und zu den Beschlussfassungen der Organe der Gesellschaft beraten. Das Mandat umfasst auch die Verhandlungen mit den Stakeholdern des Konzerns. Die Federführung des Teams liegt bei Dr. Ralph Wollburg.
Zum Arbeitsrecht berät nach LTO-Informationen Dr. Burkard Göpfert von der Kanzlei Kliemt. Das Land Niedersachsen wird nach LTO-Informationen von CMS mit einem Team um Dr. Henrik Drinkuth unterstützt.
sts/LTO-Redaktion
Beteiligte Kanzleien
Beteiligte Personen
Gleiss Lutz für den Aufsichtsrat der Volkswagen AG:
Prof. Dr. Michael Arnold (Partner, Federführung, Gesellschaftsrecht, Stuttgart)
Dr. Vera Rothenburg (Partnerin, Gesellschaftsrecht, Stuttgart)
Martin Hitzer (Partner, Gesellschaftsrecht, Düsseldorf)
Dr. Sebastian Dietz (Gesellschaftsrecht, Hamburg)
Steffen Carl (Partner, Gesellschaftsrecht, München)
Dr. Gabriele Roßkopf (Partner, Gesellschaftsrecht, Stuttgart)
Dr. Matthias Gärtner (Counsel, Gesellschaftsrecht, Düsseldorf)
Florian Schorn (Gesellschaftsrecht, München)
Dr. Nicholas Brand (Gesellschaftsrecht, Stuttgart)
Anton Rettenmayr (Gesellschaftsrecht, Stuttgart)
Hanna Rogg (Gesellschaftsrecht, Stuttgart)
Dr. Yannick Witt (Gesellschaftsrecht, Düsseldorf)
Dr. Laura Moench (Gesellschaftsrecht, Stuttgart)
Prof. Dr. Christian Arnold (Partner, Arbeitsrecht, Stuttgart)
Dr. Anna Gralla (Arbeitsrecht, Stuttgart)
Linklaters für den Vorstand der Volkswagen AG:
Dr. Ralph Wollburg (Federführender Partner, Chairman Global Corporate and Co-Head of Global M&A)
Dr. Arne Kießling (Partner, Corporate/M&A)
Dr. Max Malte Suchsland (Associate, Corporate/M&A)
Dr. André Landwehr (Associate, Corporate/M&A)
Dr. René Döring (Partner, Employment and Incentives)
Dr. Julian Böhmer (Partner, Tax)
Dr. Luca Rawe (Counsel, Employment and Incentives)
Dr. Rana Ersoy (Managing Associate, Corporate/M&A)
Dr. Benedikt Schewe (Managing Associate, Tax)
Dr. Markus Theißen (Associate, Employment and Incentives)
Paul Peters (Associate, Corporate/M&A)
Inhouse Volkswagen AG:
Manfred Döss (Vorstand Integrität & Recht)
Philip Haarmann (Leiter Rechtsabteilung)
Zitiervorschlag
Autohersteller präsentiert Plan zur Umstrukturierung: . In: Legal Tribune Online, 04.09.2026 , https://www.lto.de/persistent/a_id/60804 (abgerufen am: 29.09.2026 )
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