Welche Wartungsmaßnahme bringt den größten Nutzen für meine Anlage? Lohnt es sich die Reparatur jetzt durchzuführen oder besser später? Wie viele Betriebsstunden lassen sich dadurch herausholen? Antworten auf Fragen wie diese geben Experten des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM auf der Fachmesse für Industrielle Instandhaltung »maintenance« am 14. und 15. Oktober 2026 in München.
Welche Wartungsmaßnahme bringt den größten Nutzen für meine Anlage? Lohnt es sich die Reparatur jetzt durchzuführen oder besser später? Wie viele Betriebsstunden lassen sich dadurch herausholen? Antworten auf Fragen wie diese geben Experten des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM auf der Fachmesse für Industrielle Instandhaltung »maintenance« am 14. und 15. Oktober 2026 in München.
Individuelle Anlagen durch eine vorausschauende Zustandsüberwachung effizienter betreiben – daran arbeiten unsere Forschenden. In ihren Projekten entwickeln sie gemeinsam mit Partnern aus der Industrie auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasste Lösungen. »Durch die zuverlässige Überwachung kritischer Anlagen wird eine gezielte und rechtzeitige Planung notweniger Instandhaltungsmaßnahmen möglich. Hierdurch wird die Instandhaltungsabteilung spürbar entlastet,« sagt Dr. Benjamin Adrian, Experte für Instandhaltung am Fraunhofer ITWM. »Mathematik ist hier der Schlüssel, um mit nur wenigen Daten präzise Hinweise zu erhalten.«
Die Forschenden haben mathematische Lösungen entwickelt, die die oft spärliche Datenlage in Unternehmen berücksichtigen und dennoch solide Aussagen für die vorhandenen Anlagen treffen. So ermöglichen sie Digitalisierung auch für ältere Anlagen, die ursprünglich nicht für eine digitale Überwachung ausgelegt wurden.
Predictive Maintenance mit RUL-Modellen
Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen hybride Methoden, die bestehende Daten mit dem vorhandenen Wissen der Instandhalter zusammenbringen sowie innovative Sensorik. Am Messestand zeigen die Forschenden, wie sich mithilfe von »Remaining Useful Life«-(RUL)-Modellen die Restnutzungsdauer einzelner Komponenten abschätzen lässt. Daraus ergeben sich wichtige Hinweise, wie Wartungsmaßnahmen bedarfsgerecht geplant und Ressourcen möglichst effizient eingesetzt werden. »Wir wollen Unternehmen dabei helfen, notwendige Maßnahmen rechtzeitig zu erkennen und einzuleiten. Wir zeigen ihnen, wie viele Produkte sie mit einer Anlage noch herstellen können oder wie viele Betriebsstunden sich durch die vorausschauende Wartung gewinnen lassen. Denn Wartung bringt vor allem Nutzen statt Kosten,« so Adrian.
Berührungslose Torsionsüberwachung rotierender Antriebswellen
Außerdem präsentieren die Forschenden eine berührungslose Sensorik zur Überwachung rotierender Antriebswellen. Torsionsschwingungen, die etwa durch Netzstörungen, Wechselwirkungen im Stromnetz oder Bedienfehler entstehen, können Wellenkomponenten ermüden und im schlimmsten Fall schwere mechanische Schäden verursachen. Die am Fraunhofer ITWM entwickelten Algorithmen erkennen solche Belastungen frühzeitig und ermöglichen eine zuverlässige Zustandsüberwachung von Antriebssystemen, da sie neben Torsionsschwingungen auch Drehzahl, Drehwinkel und den Abstand an der Messspur erfassen.
Vortrag im Rahmenprogramm
Einen kompakten Überblick über den mathematischen Blick auf die industrielle Instandhaltung bietet Dr. Benjamin Adrian mit seinem Vortrag im Rahmenprogramm der Messe: Er spricht am 15. Oktober 2026 von 11:00 bis 11:30 Uhr im »SolutionCenter« in Halle 2 zum Thema »Die Mathematik der Instandhaltung – was bringt die Wartungsmaßnahme?«
Fraunhofer ITWM ist Teil der Smart Maintenance Community
Digitalisierung in der Produktion führt zu mehr Flexibilität, höherer Leistung und Zuverlässigkeit. Das gilt für die unternehmensinternen Abläufe wie für die überbetriebliche Wertschöpfung gleichermaßen. Doch Digitalisierung muss in Westeuropa in der Regel im Bestand erfolgen, an Anlagen, die oftmals 20 Jahre und älter sind. Hier sind die Instandhalter gefordert, denn sie verfügen oftmals als einzige über das Know-how, die Digitalisierung im Unternehmen auch umzusetzen.
Die Smart Maintenance Community der Fraunhofer-Gesellschaft (SMC) ist ein Zusammenschluss von derzeit 17 Fraunhofer-Instituten. Das Netzwerk kann dabei unterstützen, neue Technologien und Abläufe in Unternehmen zu integrieren. Das Fraunhofer ITWM ist Teil dieses Netzwerks.
Dr. Benjamin Adrian
Geschäftsfeld: Zustandsorientierte Instandhaltung
Telefon +49 631 31600-4943
benjamin.adrian@itwm.fraunhofer.de
Induktiver Sensor zur berührungslosen Erfassung von Drehmomenten.
Quelle: Gesa Ermel
Copyright: Fraunhofer ITWM
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Elektrotechnik, Maschinenbau, Mathematik
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Fraunhofer LBF auf der FAKUMA 2026: „Vom Molekül bis zum Bauteil“ | 0 | 13.51 | 23-09-2026 |
| 2 | Fraunhofer LBF at FAKUMA 2026: "From Molecule to Component" | 0 | 12.2 | 23-09-2026 |
| 3 | Schneller zu leistungsstärkeren Batterien | 0 | 8.51 | 04-06-2026 |
| 4 | Forum Produktion und Management 2026 | 0 | 9.6 | 10-06-2026 |
| 5 | Wissensmanagement für Werkstoffe | 0 | 12.9 | 14-09-2026 |
| 6 | «Индустрия 360: производство без границ» – ключевая тема «ИННОПРОМ 2026» | 5 | 7 | 03-07-2026 |
| 7 | Diese Trends bestimmen die AMB 2026 | 0 | 15.98 | 20-08-2026 |
| 8 | Какие достижения промышленники УрФО демонстрируют на выставке "Иннопром-2026" | 2 | 5 | 04-07-2026 |
| 9 | Lasertechnologie für die gesamte Wasserstoffkette | 0 | 13 | 24-09-2026 |
| 10 | Промышленная выставка «Металлообработка» пройдёт в мае в «Крокус Экспо | 0 | 9.09 | 07-05-2026 |