Beim Skifliegen in Planica im März beendete Kamil Stoch seine lange und erfolgreiche Laufbahn. Was die polnische Skisprung-Ikone so in seiner Zukunft machen wird, ist noch unklar. Stefan Horngacher, der als Koordinator wieder für den PZN tätig ist, betonte zuletzt, für Stoch stehe die Tür im Umfeld des Nationalteams immer offen. Für den 39-Jährigen ist das aber noch zu früh.

Kamil Stoch peilt keine schnelle Rückkehr in den Skisprung-Zirkus an
Foto: © IMAGO/Anna Klepaczko
21. Juli 2026, 16:51

sport.de
Beim Skifliegen in Planica im März beendete Kamil Stoch seine lange und erfolgreiche Laufbahn. Was die polnische Skisprung-Ikone so in seiner Zukunft machen wird, ist noch unklar. Stefan Horngacher, der als Koordinator wieder für den PZN tätig ist, betonte zuletzt, für Stoch stehe die Tür im Umfeld des Nationalteams immer offen. Für den 39-Jährigen ist das aber noch zu früh.
"Wir arbeiten daran, dass er vielleicht etwas öfter bei unserer Mannschaft vorbeischaut oder stärker in das Team eingebunden wird. Vielleicht hilft er uns im Winter in einigen Belangen", sagte Stefan Horngacher zuletzt im Gespräch mit "Skijumping.pl" auf Kamil Stoch angesprochen, der erst nach der abgelaufenen Weltcup-Saison seine Skier an den Nagel gehangen hatte.
Gegenüber dem Online-Portal stellte der 39-Jährige jetzt aber klar, dass eine Rückkehr in das Weltcup-Umfeld für ihn noch zu früh kommt. "Im Moment ist es noch etwas zu früh, um hier irgendwelche Erklärungen abzugeben. Ich habe mir mindestens ein halbes Jahr Zeit gegeben, um meine Aktivitäten einzuschränken, aber auch, um Entscheidungen bezüglich meiner Zukunft zu treffen", sagte er auf Nachfrage von "Skijumping.pl".
Skispringen: Stoch erteilt Horngacher vorerst eine AbsageHorngacher und Co. dürften "natürlich gerne Angebote und Vorschläge" machen, legte der dreifache Olympiasieger nach, schob aber hinterher: "Die werde ich in Betracht ziehen, aber zumindest bis Ende September möchte ich erst einmal ein etwas anderes Leben führen, auch sehen, wie das so ist, mich an etwas Neues gewöhnen, und dann werde ich über weitere Herausforderungen nachdenken können."
Eine "vollständige Absage" wolle er dem Angebot des Österreichers damit aber nicht erteilen, betonte Stoch, der die Tür für ein späteres Engagement damit offenhielt. Seine Zeit als Skisprung-Rentner nutzt der Pole nun für Dinge, für die er als Aktiver keine Zeit hatte: "Ich versuche, all das zu tun, wofür ich bisher keine Zeit hatte. Ich habe all diese Dinge, die so einfach und ganz alltäglich sind, immer aufgeschoben."
"Ausflüge, Konzerte, geselliges Beisammensein, Besichtigungen, Reisen aus einem anderen Anlass heraus. Nicht nur Hotel, Verkehrsmittel und Sportstätte, sondern eben auch die Umgebung erkunden, die Kultur kennenlernen, ein bisschen abwechslungsreiches Essen probieren“, erzählte der Skisprung-Weltmeister von 2013 von seinem neuen Leben.
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